Mittwoch, 3. Februar 2010
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Sonntag, 3. Januar 2010
Real Girlpower
Marius aus der 8 B war der Schrecken auf dem Schulhof. Wer ihn schon von Weitem sah, ging ihm lieber aus dem Weg. Gerade die jüngeren und schmächtigeren Mitschüler litten unter ihm und seinen Schubs-, Tret- und Rumpöpelattacken. Auch vor den Mädchen machte er nicht halt. Zwar verzichtete er auf Treten und Schubsen, doch dumme Sprüche warf er auch ihnen hinterher. Natürlich wurde Marius tagtäglich umgarnt von einer Horde halbstarker Jungs, die glaubten, Marius würde sie schon vor allem Übel beschützen und fanden alles witzig und besonders originell, was er tat und sagte. Typische Mitläufer eben, die, wenn man sie alleine traf, klein wie Mäuschen waren und ganz schnell in ihrem Loch verschwanden.
Doch das sollte sich bald ändern. Noch ahnte niemand etwas davon. Aber an einem ganz normalen Montag im Juni stand sie in der Tür der Klasse 8 B. Katharina. Sie war mit ihrer Familie von weiter weg her gezogen und sollte nun für die restlichen zwei Schuljahre diese Klasse besuchen. Sie sah unscheinbar und zierlich aus wie sie da stand: die Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, ein fröhliches, sommersprossenverziertes Gesicht, ein etwas luftiges T-shirt und eine ausgetragene Jeans. Eben ein Mädchen, wie sie es zu tausenden gab. Auf den ersten Blick nichts besonderes. Doch Marius, der in der letzten Reihe gemütlich und gelangweilt an seinem Platz hing, erkannte sofort ihr Potential. Diese graue Maus war doch eine hervorragende Zielscheibe für neue Sticheleien. Sollte sie doch gleich von Anfang an merken, wer hier der Boss in der Klasse, nein, auf dem ganzen Schulhof war.
Herr Müller wies Katharina ihren Platz in der dritten Reihe zu und setzte seinen Unterricht fort. Katharina saß nun neben Elisa. Elisa war etwas klein für ihr Alter, dummerweise auch noch etwas übergewichtig und trug eine Brille auf der Nase. Wieviele Hänselattacken sie schon ausstehen musste, davon möchte ich gar nicht erst anfangen, man kann es sich sicherlich denken. Nun, Elisa sah zu Katharina hinüber und begrüßte sie mit einem schüchternen Lächeln. Katharina lächelte zurück und versuchte anschließend, dem Unterricht weitesgehend zu folgen, um nicht gleich negativ aufzufallen. Die Stunde ging schnell vorüber und die Pause trat ein. Gleich nachdem Herr Müller aus der Tür verschwunden war, stand Marius von seinem Platz auf und schon glänzten die Augen seiner Mitläuferfreude voller Aufregung, was denn nun wieder tolles passieren würde. Einige zogen verängstigt den Kopf ein oder verschwanden dringend auf Toilette.
Marius, unser Schulhofgangster, nährte sich mit langsamen Schritten Elisa's und Katharina's Tisch. Katharina merkte sofort, das etwas nicht stimmte, denn Elisa wurde bleicher als die Kalkwand des Klassenzimmers und rutschte tief auf ihrem Stuhl herab. Schon war Marius am Tisch angekommen und baute sich bedrohlich daneben auf. Er musterte Katharina von oben nach unten und seine Mitläuferschaft kicherte dazu schadenfroh.
"Gibts was?", fragte Katharina ohne Vorwarnung und ein geräuschvolles Luftschnappen aller erfolgte.
Marius selbst war auch etwas verdattert, schließlich wollte er zuerst etwas ganz ausgeklügeltes sagen.
"Du bist also die Neue!", sagte er schließlich und verschränkte die Arme vor der Brust. Katharina merkte gleich wie der Hase lief. Dumm war sie nun nicht und konnte auch eins und eins zusammen zählen. Ein kurzer Blick durch die eingeschüchterte Klasse verriet ihr einiges.
"Sag doch nicht "die Neue" zu mir! Kannst ruhig zugeben wenn du vergessen hast wie ich heiße!", entgegnete sie schließlich kokett und ein respektvolles Raunen ging durch die Klasse. Was die sich alles traute!, dachte sich ein jeder und war trotzdem heilfroh, nicht an Katharinas Stelle sein zu müssen. Marius hingegen wurmte es zusehends, dass sich diese Person es wagte, ihm die Stirn zu bieten. Unruhig sah er zwischen seinen Anhängern und dieser frechen Person hin und her und suchte nach einer zu Boden schmetternden Antwort. Als ihm aber nichts mehr einfallen wollte, warf er Katharina nur noch einen bösen Blick zu, gepaart mit einem bedrohlichen Knurren, dann wand er sich ab und stampfte, gefolgt von seinen mitlaufenden Anhängern, aus dem Klassenzimmer. Zurück blieb eine verwunderte und beeindruckte Restklasse.
"Was ist denn mit dem los?", fragte Katharina zu Elisa, welche wärend des ganzen Auftrittes immer tiefer unter ihrem Tisch verschwunden war.
"Das ist Marius - der Schulhofschreck! Niemand wagt es sich, sich mit ihm anzulegen. Er hat schon viele Schüler auf dem Gewissen!", sagte Patrick von der zweiten Reihe.
"Ihm gehst du lieber aus dem Weg, sonst endet es schrecklich für dich!", beriet Elisa außerdem.
Katharina schüttelte verständnislos den Kopf.
"Von so einem Blödi lasst ihr euch unterbuttern? Das ist ja sehr schwach! Habt ihr schon mal versucht ihm Kontra zu geben?"
Die Klasse schüttelte einstimmig den Kopf. Das hatte sich hier noch keiner gewagt.
"Wer weiss, was der sonst mit dir anstellt!", sagte Marie aus der ersten Reihe.
Doch Katharina lachte nur.
"Was soll er schon anstellen! Er ist alleine! Die komischen Affen, die wie Kletten hinter ihm hertrotten, sind doch im Grunde genau solche Schisshasen wie ihr! Habt ihr noch nie von dem Spruch gehört: Wenn die Schwachen sich zusammen tun, sind sie stark?"
Eine nachdenkliche Stille erfüllte den Raum für eine Weile. Irgendwie hatte Katharina ja Recht, das gestanden sich alle heimlich zu. Doch wie sollte das aussehen, ein Aufstand der Schwachen? Nachher würden alle nach und nach vor Angst abspringen und ein Depp bleibt zum Schluss alleine übrig und der wird von Marius ungespitzt in den Boden gerammt. Diese Gefahr wollte dann doch keiner eingehen.
Zwar erkannten alle in Katharina ein gutes Potential zum Kontra geben, doch live dabei sein wollte dann doch keiner!
So vergingen die Tage und Katharina war ein guter Teil der Klasse geworden. Doch für Marius war sie weiterhin ein Dorn im Auge. Vorerst ging er ihr aus dem Weg. Vorerst. Doch in seinem Hinterstübchen tüftelte er sich schon eifrig Pläne aus, wie er es diesem vorlauten Weibsbild so richtig zeigen konnte. Doch Katharina war indes auch nicht ohne. Vorallem mit den Mädchen der Klasse hatte sie sich zusammengetan und war dabei, Gehirnwäsche mit ihnen zu machen. Nur in dem Sinne, dass sie ihnen die alberne Angst vor Marius ausredete und ihnen Mut zur Gegenwehr machte. Irgendwann hatte sie sogar Elisa soweit, dass diese ohne angstvoll zusammen zu sinken auf ihrem Stuhl sitzen bleiben konnte, wenn Marius an ihrem Platz vorbei ging. Doch eines Tages kam er ... der Tag der Tage, der irgendwann einfach kommen musste. Es lies sich quasi gar nicht mehr verhindern. Es war ein Freitag, 4. Stunde, Sportunterricht.
Frau Blumig lies mal wieder lange auf sich warten. So saß die Klasse 8 B in ihren feschen Sportdresses in der Turnhalle herum und harrte der Dinge die da kommen sollten. Plötzlich flog die Tür der Turnhalle auf und herein kam Marius. Er hatte sich natürlich nicht umgezogen. Er trug sogar noch seine Straßenschuhe. Wer wäre er denn, wenn er sich Hemd und Sporthose anziehen würde, geschweige denn Turnschuhe. Er kam sich auch ziemlich cool dabei vor, den Mut zum nicht-umziehen zu haben. Natürlich genoss er die verstörten Blicke seiner Mitschüler. Er war nun wieder der Mittelpunkt allen Geschehens und das war es, was ihm gefiel. Außerdem brachte das, seiner Meinung nach, seine Stärke zum Ausdruck. Er unterstrich seine Stärke und sein Mittelpunkt-dasein noch darin, indem er gerade Katharina einen besonders fiesen Blick zu warf. ER war der Boss hier, ER füchtete weder den Zorn Gottes noch den Zorn von Frau Blumig, wenn sie ihn ohne Sportsachen und in Straßenschuhen erwischte und ER war der Herr der Schwachen. In Katharina hingegen stieg ein seltsam Gefühl hoch. Sie war hin und her gerissen zwischen Wut auf Marius und angestachelter Konterlust. Irgendwann musste diesem Typen doch gezeigt werden, wo hier der Hase lief und was er sich erlauben konnte und was nicht. Als Marius gerade mal wieder dabei war, sich in seiner Anhängerschaft zu ahlen und damit rumzuprotzen, wen er mal wieder so richtig fertig gemacht hatte, wand sich Katharina ihrer Mädelsfront zu und verbreitete eine Flüsterbotschaft von einem Ohr zum anderen und innerhalb von Sekunden hatte es sich wie ein Feuer ausgebreitet. Es war langsam mal Zeit für einen Kampf David gegen Goliath. Katharina war fest entschlossen: Diesmal bekam Marius was er verdiente und es führte kein Weg vorbei. Sofort sprang sie auf und ging ein paar Schritte auf Marius zu.
"Hey! Wenn du wirklich so cool und mutig bist, wie du immer rumprahlst, dann komm und zeig mal was du wirklich drauf hast!", sagte sie laut und es schallte gerade zu durch die Turnhalle.
Alle rundherum geführten Gespräche verstummten mit einem Mal und alle Blicke waren auf Katharina gerichtet. Marius, der gerade dabei war zu berichten, wie er einen viertklässler Kopfüber in die Toilette getaucht hatte, verstummte ebenfalls und drehte sich in die Richtung um, aus der der leichtsinnige Ruf gekommen war. Es wunderte ihn wenig, dass es Katharina war, die es sich wagte, sich auf die Hinterbeine zu stellen. Er kam ihr ebenfalls einen Schritt entgegen.
"Hast du mit mir geredet, du Suppenhuhn?", fragte er und erntete schadenfrohes Gelächter.
"Natürlich mit dir, mit wem denn sonst!", entgegnete Katharina.
Marius konnte es kaum glauben. Mutig war sie ja, die Neue. Das musste er ihr zugestehen. Doch so mutig wie sie schien, so dumm war sie auch. Sich mit so einem wie Marius den Schulhof-King anzulegen ...
Die restliche Klasse war nun aufgestanden und hatte sich in einen Halbkreis um Katharina und Marius gestellt um das Geschehen zu verfolgen. Die beiden standen sich derweil gegenüber und tauschten böse Blicke aus. Die Luft um sie herum brannte vor Spannung. Kaum einer traute sich etwas zu sagen. Prügeleien waren zwar strengstens verboten und Mathilde hätte als Klassensprecherin eigentlich eingreifen müssen, doch sie war ebenfalls ganz gebannt und natürlich auf Katharinas Seite. Dieses Mädchen hatte Power, das war klar! Mit einem kurzen Blick zur Seite versicherte sich Katharina noch einmal, dass alle Mädels mit dem Herzen hinter ihr standen um sie zu unterstützen und die Ehre der Schwächeren aus der Unterdrückung zu befreien.
"Na dann zeig mal was du drauf hast! Mehr als ein Mückenstich wird es wohl nicht werden!", grinste Marius siegessicher. Er ahnte ja nicht, welche Kräfte und Entschlossenheit diese Worte in Katharina auslösten. Ohne auch noch einmal Luft zu holen oder anders zu zögern, machte sie plötzlich einen Sprung in Marius's Richtung und ehe der sich versah oder irgendwie reagieren konnte, war er von der Wucht des Sprunges aus dem Gleichgewicht gebracht und fiel mit Katharina im Arm nach hinten um. Die Arme hatte er nur reflexartig um sie gelegt, das wollte er im Grunde gar nicht. Ein kreischendes Gejole entbrannte sofort in der Turnhalle!
"Los Mädels!", rief Katharina, während sie mit dem sichtlich geschockten und überrumpelten Marius über den Turnhallenboden kullerte. Das liesen sich die Mädels nicht zwei mal sagen! Der scheinbar starke Feind war im Nu bezwungen und neben Katharina stürzten sich nun auch noch sieben andere Mädels kreischend auf den am Boden liegenden und mit vereinten Kräften zwangen sie ihn zu Boden.
Marius war so viel Girlpower weder gewachsen noch hat er sich irgendwie darauf vorbereiten können und so lag er unten und schimpfte und zappelte hilflos. Die Jungs um ihn herum starrten fassungslos auf ihren ehemaligen Anführer, wie er da von einer Horde Mädels übermannt wurde und wehrlos am Boden lag.
"Wirst du jetzt aufhören, uns zu nerven und andere zu terrorisieren?", fragte Katharina den sich weiter am Boden windenden Marius.
"Du träumst wohl, du irre Kuh!", schimpfte Marius gepeinigt und versuchte weiterhin die 16 Hände loszuwerden, die an ihm herumzerrten.
"Erst wenn du versprichst, die Mitschüler auf dem Schulhof und in unserer Klasse in Ruhe zu lassen!", forderte Katharina noch einmal und wies ihre Mädels an, den Druck auf Marius nicht locker zu lassen.
Doch Marius dachte nicht im Traum daran, sich zu ergeben. Katharina dachte kurz nach, dann kam ihr eine Idee. Damals als sie noch etwas jünger war, hatte sie sich oft mit ihrem Cousin gekeilt. Um Süßigkeiten oder eine Wahrheit von ihm zu erpressen hatte es oft gereicht, ihn ein wenig zu kitzeln und unter Kreischen musste er immer nachgeben. Was bei ihrem Cousin klappte, sollte bei Marius nicht fehlschlagen. Sie warf einen kurzen Blick zu ihren Mädels und zwinkerte ihnen zu. Anschließend nutzte sie ihre überlegene und unterstützte Position aus und fing an, ihre Finger unter Marius Arme zu bohren. Augenblicklich fing Marius an zu kreischen! Die Wirkung wurde tatsächlich nicht verfehlt. Ein Ruck ging durch seinen Körper und die Mädels die an ihm dran hingen, hatten beinahe schwierigkeiten, ihn am Boden zu halten. Katharina war vor Freude kaum zu halten und kitzelte wie besessen unter Marius's Armen herum. Die Turnhalle war augenblicklich erfüllt von entsetztem und gezwungenem Lachen und Kreischen. Und es war ein highlight! Noch nie hatte sich jemand etwas derartiges gewagt oder auch nur an so etwas gedacht! Marius wirkte so hilflos und elendig, wie er sich da kreischend wand und drehte. Den restlichen Klassenkameraden standen vor Staunen die Münder offen und auch Katharinas Mitstreiterinnen waren für den Bruchteil einer Sekunde total verblüfft. Doch als sie merkten, wie gut diese Maßnahme anschlug, stiegen sie in diese wirklich fiese Attacke ein. Marius wusste nicht mehr wie ihm geschah, als plötzlich 16 Hände an ihm herumkitzelten. Was für ein Spektakel. Die Jungs und wenigen Mädels die sich nicht mit zur Attacke getraut hatten, standen jolend und anfeuernd um den kitzelnden Haufen herum, unter dem ein völlig verzweifeltes Lachen hervorkam. Von Marius sah man nicht mehr als den hochroten Kopf und ab und an mal ein Arm oder ein Bein. Ansonst sah man nur Arme und Hände von 8 kitzelnden Mädels, die ihr Handwerk sichtlich genossen und ausnutzten. Inzwischen waren Großkotz Marius auch die Schuhe ausgezogen und seine hilflos zappelnden Füße mehreren gemeinen Kitzelattacken ausgesetzt. Sowas hatte die Welt noch nicht gesehen. Marius's hervordringendes Lachen wurde immer hysterischer und ging in verweichlichtes Kreischen und Betteln über. Mit solch einem Angriff hatte selbst er nicht gerechnet, vorallem nicht damit, dass er tatsächlich eine so furchtbare Schwachstelle hatte. Auch die kitzelnden Mädels waren inzwischen von Marius's Lachen angesteckt und so war die Turnhalle erfüllt mit einem ohrenbetäubenden Gekicher, Gelache und Gekreische. Man steigerte sich regelrecht hinein und lies dem armen Kerl kaum noch eine Chance zum Luft holen. Bis Katharina irgendwann zu verstehen gab, dass eine Pause angebracht wäre. Nach und nach hörten die Kitzelhände auf über den wehrlosen Lachsack zu kribbeln und nach und nach kam der völlig erschöpfte Marius zum Vorschein. Er sah fast so aus, als wäre eine Horde Irrer über ihn hergefallen um ihn seiner Kleidung zu berauben. T-shirt und Hose waren verrutscht, die Schuhe lagen irgendwo in der Turnhalle verteilt, er hatte nur noch einen Socken an, der andere lag auch irgendwo achtlos hingeworfen und sein Gesicht war roter als eine überreife Tomate. Er atmete schwer und war fast den Tränen nahe. Nur ob es Lach- oder Weintränen war konnte man auf den ersten Blick nicht genau erkennen.
"Bitte hört auf!", kam irgendwann die zittrige Stimme von Marius.
"Nur wenn du versprichst, uns in Ruhe zu lassen!", forderte Katharina und streifte sich eine ins Gesicht gefallene Haarsträhne hinters Ohr. Der wilde Kitzelkampf hatte auch sie mächtig ins Schwitzen gebracht.
"Ich verspreche es!", wimmerte Marius geschlagen. Schlimm genug, dass er von einer Horde Mädels gebändigt wurde. Aber noch schlimmer war, sich gänzlich vor ihnen zu blamieren und eine außerordentliche Kitzligkeit an den Tag zu legen und noch viel schlimmer war, nun auch noch aufgeben zu müssen. Triumphierendes Gejole und erfreutes Lachen kam von der erfolgreichen Mädelsfront. Sie liesen den erschöpften Marius in Ruhe und standen von ihm auf. Sie umarmten sich und waren stolz wie Oscar, es diesem Tyrann endlich gezeigt zu haben! Plötzlich wurde die unbändige Freude von einer schrillen Trillerpfeife gestört! Frau Blumig war endlich gekommen! Da stand sie in der Turnhallentür, fassungslos und total geschockt. Schließlich lag Marius immer noch halb ausgezogen und zerwühlt am Boden und versuchte wieder Sauerstoff in seine Lungen zu bekommen, während die Horde Mädels fröhlich lachend um ihn herum sprang.
"Was zum Geier ist denn hier los?", fragte Frau Blumig und alles Lachen und Freuen verstummte schlagartig. Alle starrten Frau Blumig an. Und Frau Blumig starrte zurück.
Sie kam schnellen Schrittes angelaufen und besah sich das Schlachtfeld. Als sie genug gesehen und verstanden hatte, wand sie sich den Mädels zu.
"Was sollte denn das hier ergeben?", fragte sie böse.
Keine wagte etwas zu sagen. Betreten sahen sie zu Boden, nur Katharina nicht.
"Wir haben mal gezeigt, wozu wir im Stande sein können!", verkündete sie schamlos.
Frau Blumig sah zwischen den Mädels und den am Boden liegenden Marius hin und her.
"Naja ...!", sagte sie schließlich und lächelte fast.
"Mit soviel Girlpower hast du wohl nicht gerechnet!" Sie reichte Marius die Hand und half ihm wieder auf die Beine. Noch etwas wankend und beschämt schweigend sammelte er humpelnd seinen Socken und seine Schuhe ein, ordnete sich seine Klamotten wieder und verzog sich in die hinterste Ecke der Turnhalle. Ohne Mitläufergevolkschaft. Die waren total begeistert von soviel Mut und Durchsetzungsvermögen und beglückwünschten Katharina und ihren Mädels zum glorreichen Sieg. Schnell brachte Frau Blumig wieder Ruhe mit ihrer Trillerpfeife in die Runde und begann ihren Turnunterricht.
Keiner wusste genau, ob sich Marius an sein Geständnis halten würde. Jedoch lies man ihn für den restlichen Tag in Ruhe und auch er fiel gar nicht mehr auf. Aber ob das schon das Ende der Geschichte sein sollte? - Man wird es sehen ...
Doch das sollte sich bald ändern. Noch ahnte niemand etwas davon. Aber an einem ganz normalen Montag im Juni stand sie in der Tür der Klasse 8 B. Katharina. Sie war mit ihrer Familie von weiter weg her gezogen und sollte nun für die restlichen zwei Schuljahre diese Klasse besuchen. Sie sah unscheinbar und zierlich aus wie sie da stand: die Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, ein fröhliches, sommersprossenverziertes Gesicht, ein etwas luftiges T-shirt und eine ausgetragene Jeans. Eben ein Mädchen, wie sie es zu tausenden gab. Auf den ersten Blick nichts besonderes. Doch Marius, der in der letzten Reihe gemütlich und gelangweilt an seinem Platz hing, erkannte sofort ihr Potential. Diese graue Maus war doch eine hervorragende Zielscheibe für neue Sticheleien. Sollte sie doch gleich von Anfang an merken, wer hier der Boss in der Klasse, nein, auf dem ganzen Schulhof war.
Herr Müller wies Katharina ihren Platz in der dritten Reihe zu und setzte seinen Unterricht fort. Katharina saß nun neben Elisa. Elisa war etwas klein für ihr Alter, dummerweise auch noch etwas übergewichtig und trug eine Brille auf der Nase. Wieviele Hänselattacken sie schon ausstehen musste, davon möchte ich gar nicht erst anfangen, man kann es sich sicherlich denken. Nun, Elisa sah zu Katharina hinüber und begrüßte sie mit einem schüchternen Lächeln. Katharina lächelte zurück und versuchte anschließend, dem Unterricht weitesgehend zu folgen, um nicht gleich negativ aufzufallen. Die Stunde ging schnell vorüber und die Pause trat ein. Gleich nachdem Herr Müller aus der Tür verschwunden war, stand Marius von seinem Platz auf und schon glänzten die Augen seiner Mitläuferfreude voller Aufregung, was denn nun wieder tolles passieren würde. Einige zogen verängstigt den Kopf ein oder verschwanden dringend auf Toilette.
Marius, unser Schulhofgangster, nährte sich mit langsamen Schritten Elisa's und Katharina's Tisch. Katharina merkte sofort, das etwas nicht stimmte, denn Elisa wurde bleicher als die Kalkwand des Klassenzimmers und rutschte tief auf ihrem Stuhl herab. Schon war Marius am Tisch angekommen und baute sich bedrohlich daneben auf. Er musterte Katharina von oben nach unten und seine Mitläuferschaft kicherte dazu schadenfroh.
"Gibts was?", fragte Katharina ohne Vorwarnung und ein geräuschvolles Luftschnappen aller erfolgte.
Marius selbst war auch etwas verdattert, schließlich wollte er zuerst etwas ganz ausgeklügeltes sagen.
"Du bist also die Neue!", sagte er schließlich und verschränkte die Arme vor der Brust. Katharina merkte gleich wie der Hase lief. Dumm war sie nun nicht und konnte auch eins und eins zusammen zählen. Ein kurzer Blick durch die eingeschüchterte Klasse verriet ihr einiges.
"Sag doch nicht "die Neue" zu mir! Kannst ruhig zugeben wenn du vergessen hast wie ich heiße!", entgegnete sie schließlich kokett und ein respektvolles Raunen ging durch die Klasse. Was die sich alles traute!, dachte sich ein jeder und war trotzdem heilfroh, nicht an Katharinas Stelle sein zu müssen. Marius hingegen wurmte es zusehends, dass sich diese Person es wagte, ihm die Stirn zu bieten. Unruhig sah er zwischen seinen Anhängern und dieser frechen Person hin und her und suchte nach einer zu Boden schmetternden Antwort. Als ihm aber nichts mehr einfallen wollte, warf er Katharina nur noch einen bösen Blick zu, gepaart mit einem bedrohlichen Knurren, dann wand er sich ab und stampfte, gefolgt von seinen mitlaufenden Anhängern, aus dem Klassenzimmer. Zurück blieb eine verwunderte und beeindruckte Restklasse.
"Was ist denn mit dem los?", fragte Katharina zu Elisa, welche wärend des ganzen Auftrittes immer tiefer unter ihrem Tisch verschwunden war.
"Das ist Marius - der Schulhofschreck! Niemand wagt es sich, sich mit ihm anzulegen. Er hat schon viele Schüler auf dem Gewissen!", sagte Patrick von der zweiten Reihe.
"Ihm gehst du lieber aus dem Weg, sonst endet es schrecklich für dich!", beriet Elisa außerdem.
Katharina schüttelte verständnislos den Kopf.
"Von so einem Blödi lasst ihr euch unterbuttern? Das ist ja sehr schwach! Habt ihr schon mal versucht ihm Kontra zu geben?"
Die Klasse schüttelte einstimmig den Kopf. Das hatte sich hier noch keiner gewagt.
"Wer weiss, was der sonst mit dir anstellt!", sagte Marie aus der ersten Reihe.
Doch Katharina lachte nur.
"Was soll er schon anstellen! Er ist alleine! Die komischen Affen, die wie Kletten hinter ihm hertrotten, sind doch im Grunde genau solche Schisshasen wie ihr! Habt ihr noch nie von dem Spruch gehört: Wenn die Schwachen sich zusammen tun, sind sie stark?"
Eine nachdenkliche Stille erfüllte den Raum für eine Weile. Irgendwie hatte Katharina ja Recht, das gestanden sich alle heimlich zu. Doch wie sollte das aussehen, ein Aufstand der Schwachen? Nachher würden alle nach und nach vor Angst abspringen und ein Depp bleibt zum Schluss alleine übrig und der wird von Marius ungespitzt in den Boden gerammt. Diese Gefahr wollte dann doch keiner eingehen.
Zwar erkannten alle in Katharina ein gutes Potential zum Kontra geben, doch live dabei sein wollte dann doch keiner!
So vergingen die Tage und Katharina war ein guter Teil der Klasse geworden. Doch für Marius war sie weiterhin ein Dorn im Auge. Vorerst ging er ihr aus dem Weg. Vorerst. Doch in seinem Hinterstübchen tüftelte er sich schon eifrig Pläne aus, wie er es diesem vorlauten Weibsbild so richtig zeigen konnte. Doch Katharina war indes auch nicht ohne. Vorallem mit den Mädchen der Klasse hatte sie sich zusammengetan und war dabei, Gehirnwäsche mit ihnen zu machen. Nur in dem Sinne, dass sie ihnen die alberne Angst vor Marius ausredete und ihnen Mut zur Gegenwehr machte. Irgendwann hatte sie sogar Elisa soweit, dass diese ohne angstvoll zusammen zu sinken auf ihrem Stuhl sitzen bleiben konnte, wenn Marius an ihrem Platz vorbei ging. Doch eines Tages kam er ... der Tag der Tage, der irgendwann einfach kommen musste. Es lies sich quasi gar nicht mehr verhindern. Es war ein Freitag, 4. Stunde, Sportunterricht.
Frau Blumig lies mal wieder lange auf sich warten. So saß die Klasse 8 B in ihren feschen Sportdresses in der Turnhalle herum und harrte der Dinge die da kommen sollten. Plötzlich flog die Tür der Turnhalle auf und herein kam Marius. Er hatte sich natürlich nicht umgezogen. Er trug sogar noch seine Straßenschuhe. Wer wäre er denn, wenn er sich Hemd und Sporthose anziehen würde, geschweige denn Turnschuhe. Er kam sich auch ziemlich cool dabei vor, den Mut zum nicht-umziehen zu haben. Natürlich genoss er die verstörten Blicke seiner Mitschüler. Er war nun wieder der Mittelpunkt allen Geschehens und das war es, was ihm gefiel. Außerdem brachte das, seiner Meinung nach, seine Stärke zum Ausdruck. Er unterstrich seine Stärke und sein Mittelpunkt-dasein noch darin, indem er gerade Katharina einen besonders fiesen Blick zu warf. ER war der Boss hier, ER füchtete weder den Zorn Gottes noch den Zorn von Frau Blumig, wenn sie ihn ohne Sportsachen und in Straßenschuhen erwischte und ER war der Herr der Schwachen. In Katharina hingegen stieg ein seltsam Gefühl hoch. Sie war hin und her gerissen zwischen Wut auf Marius und angestachelter Konterlust. Irgendwann musste diesem Typen doch gezeigt werden, wo hier der Hase lief und was er sich erlauben konnte und was nicht. Als Marius gerade mal wieder dabei war, sich in seiner Anhängerschaft zu ahlen und damit rumzuprotzen, wen er mal wieder so richtig fertig gemacht hatte, wand sich Katharina ihrer Mädelsfront zu und verbreitete eine Flüsterbotschaft von einem Ohr zum anderen und innerhalb von Sekunden hatte es sich wie ein Feuer ausgebreitet. Es war langsam mal Zeit für einen Kampf David gegen Goliath. Katharina war fest entschlossen: Diesmal bekam Marius was er verdiente und es führte kein Weg vorbei. Sofort sprang sie auf und ging ein paar Schritte auf Marius zu.
"Hey! Wenn du wirklich so cool und mutig bist, wie du immer rumprahlst, dann komm und zeig mal was du wirklich drauf hast!", sagte sie laut und es schallte gerade zu durch die Turnhalle.
Alle rundherum geführten Gespräche verstummten mit einem Mal und alle Blicke waren auf Katharina gerichtet. Marius, der gerade dabei war zu berichten, wie er einen viertklässler Kopfüber in die Toilette getaucht hatte, verstummte ebenfalls und drehte sich in die Richtung um, aus der der leichtsinnige Ruf gekommen war. Es wunderte ihn wenig, dass es Katharina war, die es sich wagte, sich auf die Hinterbeine zu stellen. Er kam ihr ebenfalls einen Schritt entgegen.
"Hast du mit mir geredet, du Suppenhuhn?", fragte er und erntete schadenfrohes Gelächter.
"Natürlich mit dir, mit wem denn sonst!", entgegnete Katharina.
Marius konnte es kaum glauben. Mutig war sie ja, die Neue. Das musste er ihr zugestehen. Doch so mutig wie sie schien, so dumm war sie auch. Sich mit so einem wie Marius den Schulhof-King anzulegen ...
Die restliche Klasse war nun aufgestanden und hatte sich in einen Halbkreis um Katharina und Marius gestellt um das Geschehen zu verfolgen. Die beiden standen sich derweil gegenüber und tauschten böse Blicke aus. Die Luft um sie herum brannte vor Spannung. Kaum einer traute sich etwas zu sagen. Prügeleien waren zwar strengstens verboten und Mathilde hätte als Klassensprecherin eigentlich eingreifen müssen, doch sie war ebenfalls ganz gebannt und natürlich auf Katharinas Seite. Dieses Mädchen hatte Power, das war klar! Mit einem kurzen Blick zur Seite versicherte sich Katharina noch einmal, dass alle Mädels mit dem Herzen hinter ihr standen um sie zu unterstützen und die Ehre der Schwächeren aus der Unterdrückung zu befreien.
"Na dann zeig mal was du drauf hast! Mehr als ein Mückenstich wird es wohl nicht werden!", grinste Marius siegessicher. Er ahnte ja nicht, welche Kräfte und Entschlossenheit diese Worte in Katharina auslösten. Ohne auch noch einmal Luft zu holen oder anders zu zögern, machte sie plötzlich einen Sprung in Marius's Richtung und ehe der sich versah oder irgendwie reagieren konnte, war er von der Wucht des Sprunges aus dem Gleichgewicht gebracht und fiel mit Katharina im Arm nach hinten um. Die Arme hatte er nur reflexartig um sie gelegt, das wollte er im Grunde gar nicht. Ein kreischendes Gejole entbrannte sofort in der Turnhalle!
"Los Mädels!", rief Katharina, während sie mit dem sichtlich geschockten und überrumpelten Marius über den Turnhallenboden kullerte. Das liesen sich die Mädels nicht zwei mal sagen! Der scheinbar starke Feind war im Nu bezwungen und neben Katharina stürzten sich nun auch noch sieben andere Mädels kreischend auf den am Boden liegenden und mit vereinten Kräften zwangen sie ihn zu Boden.
Marius war so viel Girlpower weder gewachsen noch hat er sich irgendwie darauf vorbereiten können und so lag er unten und schimpfte und zappelte hilflos. Die Jungs um ihn herum starrten fassungslos auf ihren ehemaligen Anführer, wie er da von einer Horde Mädels übermannt wurde und wehrlos am Boden lag.
"Wirst du jetzt aufhören, uns zu nerven und andere zu terrorisieren?", fragte Katharina den sich weiter am Boden windenden Marius.
"Du träumst wohl, du irre Kuh!", schimpfte Marius gepeinigt und versuchte weiterhin die 16 Hände loszuwerden, die an ihm herumzerrten.
"Erst wenn du versprichst, die Mitschüler auf dem Schulhof und in unserer Klasse in Ruhe zu lassen!", forderte Katharina noch einmal und wies ihre Mädels an, den Druck auf Marius nicht locker zu lassen.
Doch Marius dachte nicht im Traum daran, sich zu ergeben. Katharina dachte kurz nach, dann kam ihr eine Idee. Damals als sie noch etwas jünger war, hatte sie sich oft mit ihrem Cousin gekeilt. Um Süßigkeiten oder eine Wahrheit von ihm zu erpressen hatte es oft gereicht, ihn ein wenig zu kitzeln und unter Kreischen musste er immer nachgeben. Was bei ihrem Cousin klappte, sollte bei Marius nicht fehlschlagen. Sie warf einen kurzen Blick zu ihren Mädels und zwinkerte ihnen zu. Anschließend nutzte sie ihre überlegene und unterstützte Position aus und fing an, ihre Finger unter Marius Arme zu bohren. Augenblicklich fing Marius an zu kreischen! Die Wirkung wurde tatsächlich nicht verfehlt. Ein Ruck ging durch seinen Körper und die Mädels die an ihm dran hingen, hatten beinahe schwierigkeiten, ihn am Boden zu halten. Katharina war vor Freude kaum zu halten und kitzelte wie besessen unter Marius's Armen herum. Die Turnhalle war augenblicklich erfüllt von entsetztem und gezwungenem Lachen und Kreischen. Und es war ein highlight! Noch nie hatte sich jemand etwas derartiges gewagt oder auch nur an so etwas gedacht! Marius wirkte so hilflos und elendig, wie er sich da kreischend wand und drehte. Den restlichen Klassenkameraden standen vor Staunen die Münder offen und auch Katharinas Mitstreiterinnen waren für den Bruchteil einer Sekunde total verblüfft. Doch als sie merkten, wie gut diese Maßnahme anschlug, stiegen sie in diese wirklich fiese Attacke ein. Marius wusste nicht mehr wie ihm geschah, als plötzlich 16 Hände an ihm herumkitzelten. Was für ein Spektakel. Die Jungs und wenigen Mädels die sich nicht mit zur Attacke getraut hatten, standen jolend und anfeuernd um den kitzelnden Haufen herum, unter dem ein völlig verzweifeltes Lachen hervorkam. Von Marius sah man nicht mehr als den hochroten Kopf und ab und an mal ein Arm oder ein Bein. Ansonst sah man nur Arme und Hände von 8 kitzelnden Mädels, die ihr Handwerk sichtlich genossen und ausnutzten. Inzwischen waren Großkotz Marius auch die Schuhe ausgezogen und seine hilflos zappelnden Füße mehreren gemeinen Kitzelattacken ausgesetzt. Sowas hatte die Welt noch nicht gesehen. Marius's hervordringendes Lachen wurde immer hysterischer und ging in verweichlichtes Kreischen und Betteln über. Mit solch einem Angriff hatte selbst er nicht gerechnet, vorallem nicht damit, dass er tatsächlich eine so furchtbare Schwachstelle hatte. Auch die kitzelnden Mädels waren inzwischen von Marius's Lachen angesteckt und so war die Turnhalle erfüllt mit einem ohrenbetäubenden Gekicher, Gelache und Gekreische. Man steigerte sich regelrecht hinein und lies dem armen Kerl kaum noch eine Chance zum Luft holen. Bis Katharina irgendwann zu verstehen gab, dass eine Pause angebracht wäre. Nach und nach hörten die Kitzelhände auf über den wehrlosen Lachsack zu kribbeln und nach und nach kam der völlig erschöpfte Marius zum Vorschein. Er sah fast so aus, als wäre eine Horde Irrer über ihn hergefallen um ihn seiner Kleidung zu berauben. T-shirt und Hose waren verrutscht, die Schuhe lagen irgendwo in der Turnhalle verteilt, er hatte nur noch einen Socken an, der andere lag auch irgendwo achtlos hingeworfen und sein Gesicht war roter als eine überreife Tomate. Er atmete schwer und war fast den Tränen nahe. Nur ob es Lach- oder Weintränen war konnte man auf den ersten Blick nicht genau erkennen.
"Bitte hört auf!", kam irgendwann die zittrige Stimme von Marius.
"Nur wenn du versprichst, uns in Ruhe zu lassen!", forderte Katharina und streifte sich eine ins Gesicht gefallene Haarsträhne hinters Ohr. Der wilde Kitzelkampf hatte auch sie mächtig ins Schwitzen gebracht.
"Ich verspreche es!", wimmerte Marius geschlagen. Schlimm genug, dass er von einer Horde Mädels gebändigt wurde. Aber noch schlimmer war, sich gänzlich vor ihnen zu blamieren und eine außerordentliche Kitzligkeit an den Tag zu legen und noch viel schlimmer war, nun auch noch aufgeben zu müssen. Triumphierendes Gejole und erfreutes Lachen kam von der erfolgreichen Mädelsfront. Sie liesen den erschöpften Marius in Ruhe und standen von ihm auf. Sie umarmten sich und waren stolz wie Oscar, es diesem Tyrann endlich gezeigt zu haben! Plötzlich wurde die unbändige Freude von einer schrillen Trillerpfeife gestört! Frau Blumig war endlich gekommen! Da stand sie in der Turnhallentür, fassungslos und total geschockt. Schließlich lag Marius immer noch halb ausgezogen und zerwühlt am Boden und versuchte wieder Sauerstoff in seine Lungen zu bekommen, während die Horde Mädels fröhlich lachend um ihn herum sprang.
"Was zum Geier ist denn hier los?", fragte Frau Blumig und alles Lachen und Freuen verstummte schlagartig. Alle starrten Frau Blumig an. Und Frau Blumig starrte zurück.
Sie kam schnellen Schrittes angelaufen und besah sich das Schlachtfeld. Als sie genug gesehen und verstanden hatte, wand sie sich den Mädels zu.
"Was sollte denn das hier ergeben?", fragte sie böse.
Keine wagte etwas zu sagen. Betreten sahen sie zu Boden, nur Katharina nicht.
"Wir haben mal gezeigt, wozu wir im Stande sein können!", verkündete sie schamlos.
Frau Blumig sah zwischen den Mädels und den am Boden liegenden Marius hin und her.
"Naja ...!", sagte sie schließlich und lächelte fast.
"Mit soviel Girlpower hast du wohl nicht gerechnet!" Sie reichte Marius die Hand und half ihm wieder auf die Beine. Noch etwas wankend und beschämt schweigend sammelte er humpelnd seinen Socken und seine Schuhe ein, ordnete sich seine Klamotten wieder und verzog sich in die hinterste Ecke der Turnhalle. Ohne Mitläufergevolkschaft. Die waren total begeistert von soviel Mut und Durchsetzungsvermögen und beglückwünschten Katharina und ihren Mädels zum glorreichen Sieg. Schnell brachte Frau Blumig wieder Ruhe mit ihrer Trillerpfeife in die Runde und begann ihren Turnunterricht.
Keiner wusste genau, ob sich Marius an sein Geständnis halten würde. Jedoch lies man ihn für den restlichen Tag in Ruhe und auch er fiel gar nicht mehr auf. Aber ob das schon das Ende der Geschichte sein sollte? - Man wird es sehen ...
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Im Freibad
Die Wiesen sind voll mit sonnenden Menschen, überall nackte, gebräunte Haut. Lachende und herumtobende Kinder, Jugendliche die Volleyball am eigenst dafür angelegten Sandstrand spielen, quasselnde Mütter, diskutierende Väter, ein Duft von Pommes, Sonnencreme und frisch gemähtem Gras liegt in der Luft.
Lars sieht sich um. So ein Tag im Freibad ist schon toll. So viele nackte Mädels. Und das schönste: So viele nackte Füße! Jaja, was für ein elend, immer dieser Drang, Frauen auf die Füße gucken zu müssen. Seit er sich erinnern kann, ist das so! Damals, als er noch kleiner war, hat er immer seiner Tante Marion auf die Füße geguckt. Sie trug meist Absatzschuhe, vorne offen, sodass die Zehenspitzen herauschauten. Darunter trug sie meist Nylon. Lars musste immer ihre Füße angucken und war total begeistert.
Aber nackte Füße waren ihm lieber. Und davon gab es hier im Freibad massigweise! Da drüben lagen zwei Mädchen bauchwärts auf einer Decke, blätterten in einer Zeitschrift, kicherten, glucksten. Dabei hatten sie die Beine angewinkelt und baumelten mit ihren zarten Füßchen in der Luft. Hach! Ein Augenschmaus. Ein paar Decken weiter eine etwas reifere Frau, die gerade am sonnenbaden war. Sie lag da schon eine ganze Weile, erst auf dem Bauch, nun auf dem Rücken. Ihre Füße hatten keinen Platz mehr auf der Decke, sie lagen vom Knöchel abwärts im Gras. Ein paar Grashalme hatten sich um ihre Sohlen geschmiegt. Sie merkte das nicht. Es störte sie nicht. Lars wünschte, er wäre der Wind, er hätte gerne ein bisschen gepustet, um die Halme hin und her zu bewegen. Noch ein paar Decken weiter ein knutschendes Liebespaar. Sie liegen nebeneinander, Arm in Arm. Plötzlich ein Ruck. Er dreht sich auf den Rücken, zieht sie mit sich. Sie schreit, lacht, prustet. Ihre Füßchen zappeln in der Luft. Er dreht sich zurück, sie kullert wieder auf die Decke. Sie lacht ihn an, gibt ihm einen Kuss. Lars schaut weiter. Was für ein Paradies. Alleine nur dafür kam er fast jeden Tag ins Freibad. Auch heute war er noch nicht einmal im Wasser gewesen. Nur am gucken! Nach Füßen.
Das Freibad füllt sich, je mehr sich der Tag dem Spätnachmittag nähert. Ein junges Mädchen ist dabei. Sie trägt eine kleine Decke unter dem Arm, einen Rucksack auf dem Rücken und an den Füßen? FlipFlops! Lars schickt ein Dankgebet gen Himmel! Zarte Füßchen in FlipFlops! Wahnsinn. Das Mädchen, etwa 16 Jahre alt, breitet ihre Decke unweit von Lars' Decke aus. Der Rucksack landet im Gras. Sie kniet sich auf ihre Decke, streift Top und HotPans-Höschen vom Leib und legt sich, nur in ihrem Bikini, auf die Decke. Was für ein Anblick, denkt Lars. Vorallem liegt sie mit den Füßen in seine Richtung. Fast zum greifen nahe. Vielleicht zwei Meter von ihm weg. Ach wie schön. Lars liegt auf der Decke und grinst. Er gerät beinahe in Träumerei von sovielen Füßen. Das Mädchen liegt auch eine Weile nur auf der Decke, sieht sich um. Beobachtet die Menschen, lauscht den tausenden Freibadgeräuschen. Ihr Blick streift auch Lars. Lars schaut zurück. Wow, was für ein süßes Gesicht, denkt er. Ihre blonden Haare liegen sanft um ihre Schultern. Wirklich süß. Wie Vanillepudding sieht sie aus. Vanillepudding mit Sahnehäubchen und ganz süßen Füßchen. Lars grinst in sich hinein! Was für ein Vergleich... Das Mädchen kramt die Sonnenmilch aus ihrem Rucksack. Sie beginnt sich einzucremen. Arme. Gesicht. Hals. Bauch. Beine. Dann stockt sie. Sie schaut sich um. Ihr Blick streift wieder Lars. Sie schaut. Lächelt. Plötzlich steht sie auf. Lars kriegt einen Schreck. Wo will sie hin?! Sie schaut. Sie kommt.
"Hi!"
Lars zuckt zusammen. Vor seiner Decke steht der süße Vanillepudding mit Sahnehäubchen und den süßen Füßchen. Die sind nur noch 30 cm von ihm entfernt. Wahnsinn!
"Hi!"
"Kannst du mir bitte den Rücken eincremen?"
Was für ein liebliches Stimmchen!, denkt Lars.
"Na klar!"
Das Mädchen dreht wieder ab. Wow was für ein süßer Popo. Sie legt sich auf ihre Decke, bauchwärts. Ihre süßen Sohlen zeigen nach oben. Lars muss sich zusammenreissen. Das ist ja unfassbar.
Er geht ihr hinterher, kniet sich neben sie. Ein Klecks Sonnencreme auf die Hand. Seine Hände liegen nun auf ihrem zarten Rücken auf, streifen auf und ab, verreiben die weisse Creme auf der hellen Haut. Sein Blick jedoch ist nach hinten gerichtet. Natürlich heimlich. Diese süßen Füßchen. Wenn er sie doch nur einmal berühren dürfte. Die zarten Schultern cremt er auch ein. Er streift hinunter bis zum Bikinihöschen und wieder hinauf. Die Sonnencreme ist verteilt. Das Mädchen dreht sich auf die Seite. Sie lächelt.
"Vielen Dank!"
Lars grinst unbeholfen.
"Kein Problem, gern geschehen!"
Das Mädchen schmunzelt verlegen.
"Tina!"
Lars seufzt in sich hinein. Tiiiinaaa. Der richtige Name für so einen süßen Vanillepudding.
"Lars!"
Gott, wie das klingt! Lars! Vanillepudding und ein grober Holzklotz! Tiiiinaaa... und Lars!
Sie lächelt. Er lächelt zurück.
"Wollen wir unsere Decken nicht nebeneinander legen? Wir sind ja beide alleine hier!"
Wow, ziemlich direkt, dieser Vanillepudding!, denkt Lars. Will sich gleich mit ihm zusammen legen. Sein Blick wandert nachdenklich zu seiner Decke, dabei streift er Tinas Füßchen. Absichtlich.
"Na klar...!"
Schnell springt er auf, greift seine drei Sachen und ist wieder bei Tina. Er breitet seine Decke neben ihrer aus und legt sich darauf. Sie schauen sich an.
Tina beginnt zuplaudern. Man redet über das Wetter, über die Schule, wo man wohnt, welche Leistungskurse man besucht. Lars plaudert munter mit. Das macht Spaß mit Tina. Sie kichert so süß, wenn ihr etwas gefällt. Lars' Augen sind dabei immer wieder an Tinas Füßchen. Während man sich unterhält, sind die Füße leicht am zappeln und bewegen. Mal zappeln die kleinen Zehnchen. Wenn Lars sich ein Paradies erschaffen könnte: DAS wäre es!
"Gefallen dir meine Füße?"
Lars schrickt hoch. Er zuckt zusammen. Seine Augen weit geöffnet. Tina lächelt.
"Ähhh...."
"Du guckst mir dauernd auf die Füße!"
Lars wird rot. Noch roter. Erdbeere. Tomate. Kirsche!
"Bist du so ein Typ, der auf Füße steht?"
Wie war das noch mal mit dem Paradies?! Lars möchte im Erdboden versinken! Jetzt gleich!
"Nein... ich... ehhh!"
Tina schmunzelt und setzt sich hoch. Erst zögert sie. Dann schiebt sie ein Bein vor. Ihre Fußspitze berührt Lars' Bein. Lars wird warm und kalt zu gleich. Innerlich zittert er, äußerlich fließt ihm der Schweiss. Tina merkt das. Natürlich. Sie hat einen Sinn dafür.
"Gibs zu!"
Lars hat sich das mit dem Paradies noch einmal überlegt. Es war doch eher die Hölle!
Sein Blick ist wie gefesselt an Tinas zarten Fuß an seinem Bein. Er möchte woanders hin gucken. Es geht nicht!
"Ok, ich gebs zu!"
Hilfe! Sein Mund spricht schon ohne die Erlaubnis vom Gehirn! Nein, wie peinlich.
Tina lächelt. Mit ihren Zehen streicht sie an Lars' Bein entlang. Oh Gott, wie kann sie nur.... sie ist des Teufels! Lars Badehose wird eng. Oh Gott! Hölle!
Tina nimmt ihren Fuß wieder weg.
"Ich finde das nicht schlimm... im Gegenteil!"
Lars weiss nicht ob ihn das freuen soll. Er ist noch immer geschockt.
"Magst du sie mal anfassen?"
Aua! Aua! Die Badehose spannt! Wie kann sie nur...
"Gerne!"
Heyyy, du blöder Mund! Was sprichst du einfach ohne Erlaubnis vom Gehirn.
Langsam schiebt Tina ihren Fuß wieder zu Lars. Sie legt ihn ihm quasi in den Schoss.
Lars weigert sich. Er kämpft innerlich gegen sich selber an. Bloss nicht! Lass das! Fass ihn ja nicht an, diesen süßen Vanillepuddingfuß! Wehe! Seine Hände gehorchen nicht, greifen nach dem Fuß. Streicheln ihn. Oh wie weich. Wie schön! Tina lächelt. Lars Hände gleiten weiter. Über die Zehen. Die Sohle entlang. Über den Ballen. Um die Ferse herum. Ist das Wahnsinn!
"Du darfst auch dran kitzeln.. find ich scharf!"
Tina grinst verlegen. Lars möchte in Ohnmacht fallen! Jetzt sofort! Wieso klappt das nie auf Kommando?! Seine Fingerspitzen streifen Tinas Fußsohle. Tina kichert. Der Fuß zuckt. Aber keine Spur von Gegenwehr. Lars Lippen ziehen sich zu einem breiten Grinsen. Gott, hört bloß auf zu grinsen ihr doofen Lippen! Seine Fingerspitzen kraulen sanft an den Unterseiten der Zehen. Tina gluckst vergnügt. Sie wackelt mit den Zehen. Wahnsinn!
"Gefällt dir das wirklich?"
"Ja... und wie! Dir auch?"
Lars lächelt. Na was solls... so eine Chance bietet sich nicht noch einmal. Der Vanillepudding steht aufs Füße kitzelt. Sowas von süß! Lars grübelt. Er könnte sie in eine Umkleide locken und sie dort... nein, man könnte sie Lachen hören! Aber hier auf der Decke?! Tina kichert weiter vor sich hin. Ihr Fuß zuckt. Ihre Augen leuchten vor Begeisterung. Lars hat jede innerliche Gegenwehr aufgegeben. Es gibt nur noch ihn und Tina, ihren süßen Fuß in seinen Händen und ihr Gekicher. Also doch das Paradies! Tina zieht den Fuß weg. Lars schaut sie verwundert an.
"Lass uns woanders hingehen!"
Ohhhhh sie hat meine Gebete erhört! Lars springt sofort auf. Er steht wie eine Eins. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ach du sch.... Tina kichert. Lars greift sein Badetuch und wickelt es sich um die Hüfte. Nein, wie peinlich! Tina schlüpft in ihre FlipFlops. Hach dieser Anblick. Sie schlendern über die Wiese. Klar, die Toilettenhäuschen. Ziemlich am Rande der Liegewiese. Dort ist wenig Betrieb. Hier ist es ruhig. Tina geht vorne weg. Sie geht an den Toilettenhäuschen vorbei. Dahinter ist es dunkler als vorne auf der Wiese. Lars nimmt sein Badetuch von der Hüfte, breitet es auf dem leicht sandigen Boden aus. Tina legt sich drauf. Sie strahlt. Lars kniet sich neben sie. Sofort hat er wieder ihren zarten Fuß in den Händen. Er streichelt sachte los. Tina grinst. Sie geniesst es wirklich. Sie liegt auf der Decke, in Bauchlage. Ihr Fuß in Lars' Händen. Ihre zarte Fußsohle zeigt nach oben. Lars' erleichtert sich das Halten. Er klemmt ihren Fuß spontan unter seinen Arm. Die andere Hand kribbelt über die Sohle. Das Bein zuckt. Tina gluckst.
"Zu schlimm?"
Tina schüttelt den Kopf.
"Nein! Kannst ruhig noch mehr...!"
Lars ist im Paradies! Vanillepuddings supersüßen Fuß kitzeln! Wahnsinn! So hätte er sich den Tag im Freibad niemals ausgedacht! Schon klemmt der Fuß noch etwas fester. Tinas wunderhübsche Fußsohle. Sie schreit gerade zu nach einer Behandlung. Natürlich nicht nach einer Petiküre, die hat dieser zarte Fuß nicht nötig. Nein, eine Kitzelbehandlung! Lars' Fingerspitzen liegen wieder auf, huschen auf und ab, diesmal mit mehr Druck. Der Fuß zappelt, windet sich. Tina kichert. Sie drückt ihr Gesicht in ihre Hände. Lars' Finger erkunden den Ballen. Auch eine sehr schöne Stelle. Tina quietscht wie eine Maus. Lars ergötzt sich daran. Immer schneller kribbeln seine Finger. Tina fängt schon fast an zu Lachen! Gleich hab ich dich soweit!, denkt Lars. Er nimmt sich noch einmal den Ballen vor. Kratz ihn. Kribbelt ihn. Der Fuß zuckt. Und Tina lacht. Ach wie schön!
"Ok, stopp!"
Lars wird aus seinem Kitzeleifer gerissen. Er hört sofort auf.
"Herrlich machst du das!"
Tina strahlt.
"Danke!"
Lars lächelt verlegen.
"Magst du das öfters mal machen? Wir können uns verabreden!"
Lars nickt. Das ist ja echt unfassbar! Total wahnsinn! Unglaublich! Das hätte er sich nicht mal zu Träumen gewagt. Tina steht auf, schlüpft in ihre FlipFlops. Lars schüttelt sein Badetuch aus und bindet es sich wieder um die Hüfte. Dringend notwendig. Diese Action hat deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Sie schlendern hinter den Toilettenhäuschen hervor. Dort war es so angenehm kühl gewesen. Hier vorne ist es wieder so irre heiß.
"Ins Wasser?"
Tina schaut Lars fragend an. Eine Abkühlung? Dringend!
"Ja, klar!"
Schnell sind Badetuch und FlipFlops neben die Decken geworfen. Lars geht mit seinem Vanillepudding zum Wasser. Trocken wie er ist springt er hinein. Tina springt hinterher.
Was für ein Tag!
Lars sieht sich um. So ein Tag im Freibad ist schon toll. So viele nackte Mädels. Und das schönste: So viele nackte Füße! Jaja, was für ein elend, immer dieser Drang, Frauen auf die Füße gucken zu müssen. Seit er sich erinnern kann, ist das so! Damals, als er noch kleiner war, hat er immer seiner Tante Marion auf die Füße geguckt. Sie trug meist Absatzschuhe, vorne offen, sodass die Zehenspitzen herauschauten. Darunter trug sie meist Nylon. Lars musste immer ihre Füße angucken und war total begeistert.
Aber nackte Füße waren ihm lieber. Und davon gab es hier im Freibad massigweise! Da drüben lagen zwei Mädchen bauchwärts auf einer Decke, blätterten in einer Zeitschrift, kicherten, glucksten. Dabei hatten sie die Beine angewinkelt und baumelten mit ihren zarten Füßchen in der Luft. Hach! Ein Augenschmaus. Ein paar Decken weiter eine etwas reifere Frau, die gerade am sonnenbaden war. Sie lag da schon eine ganze Weile, erst auf dem Bauch, nun auf dem Rücken. Ihre Füße hatten keinen Platz mehr auf der Decke, sie lagen vom Knöchel abwärts im Gras. Ein paar Grashalme hatten sich um ihre Sohlen geschmiegt. Sie merkte das nicht. Es störte sie nicht. Lars wünschte, er wäre der Wind, er hätte gerne ein bisschen gepustet, um die Halme hin und her zu bewegen. Noch ein paar Decken weiter ein knutschendes Liebespaar. Sie liegen nebeneinander, Arm in Arm. Plötzlich ein Ruck. Er dreht sich auf den Rücken, zieht sie mit sich. Sie schreit, lacht, prustet. Ihre Füßchen zappeln in der Luft. Er dreht sich zurück, sie kullert wieder auf die Decke. Sie lacht ihn an, gibt ihm einen Kuss. Lars schaut weiter. Was für ein Paradies. Alleine nur dafür kam er fast jeden Tag ins Freibad. Auch heute war er noch nicht einmal im Wasser gewesen. Nur am gucken! Nach Füßen.
Das Freibad füllt sich, je mehr sich der Tag dem Spätnachmittag nähert. Ein junges Mädchen ist dabei. Sie trägt eine kleine Decke unter dem Arm, einen Rucksack auf dem Rücken und an den Füßen? FlipFlops! Lars schickt ein Dankgebet gen Himmel! Zarte Füßchen in FlipFlops! Wahnsinn. Das Mädchen, etwa 16 Jahre alt, breitet ihre Decke unweit von Lars' Decke aus. Der Rucksack landet im Gras. Sie kniet sich auf ihre Decke, streift Top und HotPans-Höschen vom Leib und legt sich, nur in ihrem Bikini, auf die Decke. Was für ein Anblick, denkt Lars. Vorallem liegt sie mit den Füßen in seine Richtung. Fast zum greifen nahe. Vielleicht zwei Meter von ihm weg. Ach wie schön. Lars liegt auf der Decke und grinst. Er gerät beinahe in Träumerei von sovielen Füßen. Das Mädchen liegt auch eine Weile nur auf der Decke, sieht sich um. Beobachtet die Menschen, lauscht den tausenden Freibadgeräuschen. Ihr Blick streift auch Lars. Lars schaut zurück. Wow, was für ein süßes Gesicht, denkt er. Ihre blonden Haare liegen sanft um ihre Schultern. Wirklich süß. Wie Vanillepudding sieht sie aus. Vanillepudding mit Sahnehäubchen und ganz süßen Füßchen. Lars grinst in sich hinein! Was für ein Vergleich... Das Mädchen kramt die Sonnenmilch aus ihrem Rucksack. Sie beginnt sich einzucremen. Arme. Gesicht. Hals. Bauch. Beine. Dann stockt sie. Sie schaut sich um. Ihr Blick streift wieder Lars. Sie schaut. Lächelt. Plötzlich steht sie auf. Lars kriegt einen Schreck. Wo will sie hin?! Sie schaut. Sie kommt.
"Hi!"
Lars zuckt zusammen. Vor seiner Decke steht der süße Vanillepudding mit Sahnehäubchen und den süßen Füßchen. Die sind nur noch 30 cm von ihm entfernt. Wahnsinn!
"Hi!"
"Kannst du mir bitte den Rücken eincremen?"
Was für ein liebliches Stimmchen!, denkt Lars.
"Na klar!"
Das Mädchen dreht wieder ab. Wow was für ein süßer Popo. Sie legt sich auf ihre Decke, bauchwärts. Ihre süßen Sohlen zeigen nach oben. Lars muss sich zusammenreissen. Das ist ja unfassbar.
Er geht ihr hinterher, kniet sich neben sie. Ein Klecks Sonnencreme auf die Hand. Seine Hände liegen nun auf ihrem zarten Rücken auf, streifen auf und ab, verreiben die weisse Creme auf der hellen Haut. Sein Blick jedoch ist nach hinten gerichtet. Natürlich heimlich. Diese süßen Füßchen. Wenn er sie doch nur einmal berühren dürfte. Die zarten Schultern cremt er auch ein. Er streift hinunter bis zum Bikinihöschen und wieder hinauf. Die Sonnencreme ist verteilt. Das Mädchen dreht sich auf die Seite. Sie lächelt.
"Vielen Dank!"
Lars grinst unbeholfen.
"Kein Problem, gern geschehen!"
Das Mädchen schmunzelt verlegen.
"Tina!"
Lars seufzt in sich hinein. Tiiiinaaa. Der richtige Name für so einen süßen Vanillepudding.
"Lars!"
Gott, wie das klingt! Lars! Vanillepudding und ein grober Holzklotz! Tiiiinaaa... und Lars!
Sie lächelt. Er lächelt zurück.
"Wollen wir unsere Decken nicht nebeneinander legen? Wir sind ja beide alleine hier!"
Wow, ziemlich direkt, dieser Vanillepudding!, denkt Lars. Will sich gleich mit ihm zusammen legen. Sein Blick wandert nachdenklich zu seiner Decke, dabei streift er Tinas Füßchen. Absichtlich.
"Na klar...!"
Schnell springt er auf, greift seine drei Sachen und ist wieder bei Tina. Er breitet seine Decke neben ihrer aus und legt sich darauf. Sie schauen sich an.
Tina beginnt zuplaudern. Man redet über das Wetter, über die Schule, wo man wohnt, welche Leistungskurse man besucht. Lars plaudert munter mit. Das macht Spaß mit Tina. Sie kichert so süß, wenn ihr etwas gefällt. Lars' Augen sind dabei immer wieder an Tinas Füßchen. Während man sich unterhält, sind die Füße leicht am zappeln und bewegen. Mal zappeln die kleinen Zehnchen. Wenn Lars sich ein Paradies erschaffen könnte: DAS wäre es!
"Gefallen dir meine Füße?"
Lars schrickt hoch. Er zuckt zusammen. Seine Augen weit geöffnet. Tina lächelt.
"Ähhh...."
"Du guckst mir dauernd auf die Füße!"
Lars wird rot. Noch roter. Erdbeere. Tomate. Kirsche!
"Bist du so ein Typ, der auf Füße steht?"
Wie war das noch mal mit dem Paradies?! Lars möchte im Erdboden versinken! Jetzt gleich!
"Nein... ich... ehhh!"
Tina schmunzelt und setzt sich hoch. Erst zögert sie. Dann schiebt sie ein Bein vor. Ihre Fußspitze berührt Lars' Bein. Lars wird warm und kalt zu gleich. Innerlich zittert er, äußerlich fließt ihm der Schweiss. Tina merkt das. Natürlich. Sie hat einen Sinn dafür.
"Gibs zu!"
Lars hat sich das mit dem Paradies noch einmal überlegt. Es war doch eher die Hölle!
Sein Blick ist wie gefesselt an Tinas zarten Fuß an seinem Bein. Er möchte woanders hin gucken. Es geht nicht!
"Ok, ich gebs zu!"
Hilfe! Sein Mund spricht schon ohne die Erlaubnis vom Gehirn! Nein, wie peinlich.
Tina lächelt. Mit ihren Zehen streicht sie an Lars' Bein entlang. Oh Gott, wie kann sie nur.... sie ist des Teufels! Lars Badehose wird eng. Oh Gott! Hölle!
Tina nimmt ihren Fuß wieder weg.
"Ich finde das nicht schlimm... im Gegenteil!"
Lars weiss nicht ob ihn das freuen soll. Er ist noch immer geschockt.
"Magst du sie mal anfassen?"
Aua! Aua! Die Badehose spannt! Wie kann sie nur...
"Gerne!"
Heyyy, du blöder Mund! Was sprichst du einfach ohne Erlaubnis vom Gehirn.
Langsam schiebt Tina ihren Fuß wieder zu Lars. Sie legt ihn ihm quasi in den Schoss.
Lars weigert sich. Er kämpft innerlich gegen sich selber an. Bloss nicht! Lass das! Fass ihn ja nicht an, diesen süßen Vanillepuddingfuß! Wehe! Seine Hände gehorchen nicht, greifen nach dem Fuß. Streicheln ihn. Oh wie weich. Wie schön! Tina lächelt. Lars Hände gleiten weiter. Über die Zehen. Die Sohle entlang. Über den Ballen. Um die Ferse herum. Ist das Wahnsinn!
"Du darfst auch dran kitzeln.. find ich scharf!"
Tina grinst verlegen. Lars möchte in Ohnmacht fallen! Jetzt sofort! Wieso klappt das nie auf Kommando?! Seine Fingerspitzen streifen Tinas Fußsohle. Tina kichert. Der Fuß zuckt. Aber keine Spur von Gegenwehr. Lars Lippen ziehen sich zu einem breiten Grinsen. Gott, hört bloß auf zu grinsen ihr doofen Lippen! Seine Fingerspitzen kraulen sanft an den Unterseiten der Zehen. Tina gluckst vergnügt. Sie wackelt mit den Zehen. Wahnsinn!
"Gefällt dir das wirklich?"
"Ja... und wie! Dir auch?"
Lars lächelt. Na was solls... so eine Chance bietet sich nicht noch einmal. Der Vanillepudding steht aufs Füße kitzelt. Sowas von süß! Lars grübelt. Er könnte sie in eine Umkleide locken und sie dort... nein, man könnte sie Lachen hören! Aber hier auf der Decke?! Tina kichert weiter vor sich hin. Ihr Fuß zuckt. Ihre Augen leuchten vor Begeisterung. Lars hat jede innerliche Gegenwehr aufgegeben. Es gibt nur noch ihn und Tina, ihren süßen Fuß in seinen Händen und ihr Gekicher. Also doch das Paradies! Tina zieht den Fuß weg. Lars schaut sie verwundert an.
"Lass uns woanders hingehen!"
Ohhhhh sie hat meine Gebete erhört! Lars springt sofort auf. Er steht wie eine Eins. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ach du sch.... Tina kichert. Lars greift sein Badetuch und wickelt es sich um die Hüfte. Nein, wie peinlich! Tina schlüpft in ihre FlipFlops. Hach dieser Anblick. Sie schlendern über die Wiese. Klar, die Toilettenhäuschen. Ziemlich am Rande der Liegewiese. Dort ist wenig Betrieb. Hier ist es ruhig. Tina geht vorne weg. Sie geht an den Toilettenhäuschen vorbei. Dahinter ist es dunkler als vorne auf der Wiese. Lars nimmt sein Badetuch von der Hüfte, breitet es auf dem leicht sandigen Boden aus. Tina legt sich drauf. Sie strahlt. Lars kniet sich neben sie. Sofort hat er wieder ihren zarten Fuß in den Händen. Er streichelt sachte los. Tina grinst. Sie geniesst es wirklich. Sie liegt auf der Decke, in Bauchlage. Ihr Fuß in Lars' Händen. Ihre zarte Fußsohle zeigt nach oben. Lars' erleichtert sich das Halten. Er klemmt ihren Fuß spontan unter seinen Arm. Die andere Hand kribbelt über die Sohle. Das Bein zuckt. Tina gluckst.
"Zu schlimm?"
Tina schüttelt den Kopf.
"Nein! Kannst ruhig noch mehr...!"
Lars ist im Paradies! Vanillepuddings supersüßen Fuß kitzeln! Wahnsinn! So hätte er sich den Tag im Freibad niemals ausgedacht! Schon klemmt der Fuß noch etwas fester. Tinas wunderhübsche Fußsohle. Sie schreit gerade zu nach einer Behandlung. Natürlich nicht nach einer Petiküre, die hat dieser zarte Fuß nicht nötig. Nein, eine Kitzelbehandlung! Lars' Fingerspitzen liegen wieder auf, huschen auf und ab, diesmal mit mehr Druck. Der Fuß zappelt, windet sich. Tina kichert. Sie drückt ihr Gesicht in ihre Hände. Lars' Finger erkunden den Ballen. Auch eine sehr schöne Stelle. Tina quietscht wie eine Maus. Lars ergötzt sich daran. Immer schneller kribbeln seine Finger. Tina fängt schon fast an zu Lachen! Gleich hab ich dich soweit!, denkt Lars. Er nimmt sich noch einmal den Ballen vor. Kratz ihn. Kribbelt ihn. Der Fuß zuckt. Und Tina lacht. Ach wie schön!
"Ok, stopp!"
Lars wird aus seinem Kitzeleifer gerissen. Er hört sofort auf.
"Herrlich machst du das!"
Tina strahlt.
"Danke!"
Lars lächelt verlegen.
"Magst du das öfters mal machen? Wir können uns verabreden!"
Lars nickt. Das ist ja echt unfassbar! Total wahnsinn! Unglaublich! Das hätte er sich nicht mal zu Träumen gewagt. Tina steht auf, schlüpft in ihre FlipFlops. Lars schüttelt sein Badetuch aus und bindet es sich wieder um die Hüfte. Dringend notwendig. Diese Action hat deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Sie schlendern hinter den Toilettenhäuschen hervor. Dort war es so angenehm kühl gewesen. Hier vorne ist es wieder so irre heiß.
"Ins Wasser?"
Tina schaut Lars fragend an. Eine Abkühlung? Dringend!
"Ja, klar!"
Schnell sind Badetuch und FlipFlops neben die Decken geworfen. Lars geht mit seinem Vanillepudding zum Wasser. Trocken wie er ist springt er hinein. Tina springt hinterher.
Was für ein Tag!
Dienstag, 3. November 2009
Janek und Eva Teil 3
Ziemlich halbherzig wurde die Wohnungstür mit einem Fußtritt aufgestoßen. Keuchend und schwitzend schleppten Eva und Janek ihre Einkäufe in die Küche. Wieder mal war ein Wochenende gekommen und diesmal hatten sich Evas Eltern zu einem Besuch angekündigt. Janek war fest entschlossen, seinen Schwiegereltern ein köstliches Sonntagsessen zu zaubern und so war ein Einkauf dringend von Nöten. Eva rieb sich erschöpft die Oberarme. Lange schon hatte sie nicht mehr solch schwere Einkaufstüten tragen müssen. Janek und sie waren sonst sehr genügsam und der Kühlschrank meist nur mit dem Nötigsten gefüllt. Doch genau dies wurde ihnen diesmal zum Verhängnis. Um ein brilliantes Mahl bereiten zu können, fehlte es nahezu an allem. Kartoffeln, Gemüse, Obst, Fleisch, Margerine, Käse, Milch, ... All das musste nun noch besorgt werden. Während Eva sich daran machte, die fünf mitgebrachten und bis unter den Rand vollbepackten Einkaufstüten auszuräumen, schleppte Janek unter Keuchen auch noch einen Kasten mit Seltersflaschen in die Wohnung. Geschafft. Die Hürde "Einkauf" war genommen. Schnell half Janek seiner Frau beim Verstauen all der Lebensmittel. Mit dem Handrücken wischte Eva sich den Schweiß von der Stirn, nachdem auch die letzte Packung Milch im Kühlschrank Platz gefunden hatte.
"Ich brauch dringend eine Dusche!", verkündete sie und zog im selben Moment schon ihr T-shirt vom Körper.
Janek lächelte zufrieden bei dem sich ihm bietenden Anblick und wollte Eva liebevoll umarmen, doch die schob ihren Mann direkt wieder zurück.
"Bist du verrückt, ich bin verschwitzt wie ein Schwein! Erst duschen, dann kuscheln!", sagte sie bestimmend und drehte sich direkt um und verschwand im Bad. Janek blieb in der Küche kopfschüttelnd zurück. Doch dann fiel ihm ein, dass eine Dusche auch ihm ganz gelegen kam, gerade wenn seine Frau nackt unter der Selbigen stand. Schnell schlüpfte er auf dem Weg zum Bad aus all seinen Klamotten und ehe Eva sich versah, stand er neben ihr in der Dusche. Gemeinsam duschen, das hatten sie schon lange nicht mehr gemacht. Warm strömte das Wasser aus dem Duschkopf auf die Beiden nieder. Sie genossen es, sich gegenseitig mit Duschcreme einzureiben, zu massieren und dabei eng aneinander gedrückt zu stehen. Auf beiden Seiten blieb eine daraus resultierende Erregung nicht aus. Doch das machte diesen Moment noch um so schöner. Weicher Schaum, frischer Duft und nasse Haut. Zärtliche Berührungen, warmes, herablaufendes Wasser und liebevolle Küsse ließen die Beiden direkt ineinander verschmelzen. Während sie sich gegenseitig schäumten und streichelten, rieben sich ihre Körper instinktiv immer intensiver aneinander, bis Janek seine Arme und Evas Hüften legte und sie zärtlich noch mehr an sich zog. Eva suchte Halt an Janeks Schultern und zog sich leicht an ihm empor. Unter heißem Küssen und genussvollem Seufzen bewegten sie sich erst langsamer und dann immer schneller aneinander, bis Janek mit einem leichten Zittern seiner angestauten Lust freien Lauf lies. Sie verweilten noch einen Moment fest umschlungen unter der Dusche und ließen das warme Wasser einfach an sich herablaufen. Irgendwann drehte Eva das Wasser ab und stieg mit Janek aus der Dusche. Schnell waren beide in ihre Handtücher eingewickelt und schauten sich verliebt und überglücklich an. Vergessen war all der Einkaufsstress und die Schlepperei. Einfach wie weggespült. Nachdem sie sich abgetrocknet hatten, schlungen Beide ihre Handtücher um die Hüften und verschwanden schnell im Schlafzimmer. Eva suchte sich frische Unterwäsche aus dem Kleiderschrank und Janek eine frische Shorts. Janek wartete, bis Eva ihren Slip an hatte, dann ging er zu ihr, streichelte über ihre zarten, duftenden Schultern und knetete sie leicht. Eva seufzte genießend.
"Wie wäre es mit einer schönen, langen, kräftigen Massage?", hauchte Janek seiner Frau liebevoll ins Ohr.
"Oh ja, gerne!", antwortete diese promt.
"Sehr schön, denn ich könnte schon eine vertragen!", grinste Janek und drehte Eva bittend den Rücken zu. Diese schaute ihren Mann fassungslos und überrascht an, glaubte sie doch, er wollte ihr eine schöne, lange, kräftige Massage zukommen lassen. Da hatte er sie aber sauber reingelegt. Doch anstatt zu schelten, klatschte Eva ihrem Mann mit der flachen Hand auf den knackigen Po und schob ihn zum Bett. Janek war selber etwas überrascht, dass Eva nicht zickig wurde und sich darüber aufregte, dass er sie reingelegt hatte. Stattdessen reagierte sie so einverstanden. Doch bevor sie es sich anders überlegen konnte, kletterte Janek schnell auf das Bett und legte sich Bauchwärts darauf.
"Und denk daran: schön, lang und kräftig!", grinste er noch einmal.
Eva murmelte innerlich ein paar bedrohliche Worte. Das würde sie ihm schon heimzahlen. Und er würde sich wünschen, dass er sich diese Frechheit nie erlaubt hätte. Doch äußerlich gab sie sich wortlos breitgeschlagen, kletterte zu ihrem Mann aufs Bett und setzte sich rittlings auf seinen Po. Janek verschränkte die Arme vor dem Körper gestreckt und legte seinen Kopf bequem darauf. Er wartete nun auf seine lange, kräftige Massage. Eva konnte gut massieren, das wusste er. Danach fühlte er sich immer wie neu geboren. Eva rieb sich noch einmal die Hände, bevor sie an Janeks Schultern ansetzte und ganz zärtlich zu kneten begann. Die verspannten Muskeln entlang - knetend, drückend und doch zärtlich. Janek schloss die Augen und genoss. Eine ganze Weile lies Eva ihren Mann in dem Glauben, er bekäme nun eine schöne, lange, kräftige Entspannungsmassage. Sie gab sich auch tatsächlich alle Mühe und Janek war schon in einen leicht dösenden Schlummerzustand verfallen. Doch nun fand sie, war es an der Zeit ihm das Fürchten zu lehren. Noch einmal würde er sich solch einen Spaß nicht erlauben. Sie nutzte ihre überlegenere Position wohlwissend aus und gerade als Janek mal wieder so verdrossen stöhnte, als Eva wieder kräftig die Schultermuskeln knetete, lies sie ihre Hände zart über den Rücken gleiten. Noch auf dem Weg über den Rücken setzte sie ihre Fingernägel auf der Haut auf und schon fuhren ihre Hände nach links und rechts weg, über Janeks Seiten! Erschrocken, überrascht und schockiert zu gleich durchfuhr ein Ruck Janeks eben noch so entspannten Körper. Was war das?! Gehörte das zur Massage? Er drehte sofort den Kopf zur Seite um nach seiner Frau zu schauen. Um so mehr schockierte es ihn dann, als diese fies grinsend da saß und scheinbar genau wusste, was sie vor hatte. Noch bevor Janek ein Wort sagen konnte, waren Evas Hände wieder an Janeks Seiten und krabbelten spinnengleich daran empor. Entsetzt über dieses unerwartet zärtliche Gefühl versuchte Janek sich auf die Seite zu drehen und gleichzeitig die Arme an den Körper zu ziehen. Doch Eva rutschte ein Stück an Janeks Po hochwärts und saß nun zwischen Po und Rücken. Dort wusste sie, war es für Janek nicht möglich, sich zu drehen, weil sie genau auf seinem Kraftpunkt saß.
"Hey! Was wird das?", fragte Janek nun total perplex.
"Das was du verdienst, mein Schatz!", lächelte Eva zuckersüß.
"Du glaubst ja wohl nicht, dass ich mich so einfach linken lasse!", fügte sie hinzu.
Und schon dämmerte es Janek. Erneut wand er sich wie ein Käfer auf dem Rücken und versuchte sich zu drehen und zu wenden. Doch Eva saß auf ihm, sicher wie ein Reiter im Sattel, entschlossen, sich nicht abwerfen zu lassen. Und gleich waren ihre Hände wieder an Janeks Seiten. Doch diesmal weniger vorsichtig, sondern direkt richtig fest kitzelnd. Janek durchraste es, er spürte wie ein erschrockenes Lachen aus seiner Kehle sprudeln wollte, doch noch im selben Moment versuchte er dieses zu unterdrücken. Diesen Triumpf wollte er seiner Frau nun nicht gönnen. Doch Eva war fest entschlossen, genau diesen Triumpf zu ergattern und lies nicht locker. Wie oft musste sie schon Janeks kitzelnde Hände an ihrem Körper ertragen, wie oft wäre sie vor Lachen fast geplatzt. Es war Zeit für einen Stellungswechsel und für eine kleine aber feine Rache. Und so blieb sie hartnäckig dran und griff flink unter Janeks Arme. Zum Glück war Janek einer der Männer, der auf rasierte Achseln großen Wert legte und nicht gerne mit Achselflaum herumlief. Und so flitzten Evas Fingerspitzen über glatt rasierte Achselhaut, wohl wissend, wie sehr das kitzeln musste. Nun war für Janek jeglicher Versuch unmöglich, das zu unterdrücken und mit einem gequälten Jammern fing er tatsächlich an zu lachen. Er schaffte es aber, seine Arme an den Körper zu ziehen, bevor Eva ihr grausames Spiel dort weiterspielen konnte. Er versuchte aus der Bauchlage heraus hinter sich zu greifen und Eva irgendwo zu erwischen, damit er sie packen und von sich herunter ziehen konnte. Doch Eva wich ihm gekonnt aus. Außerdem verhinderte sie jeden Vesuch dadurch, dass sie beherzt in Janeks Seiten griff und an diesen herumkitzelte. Während des ganzen gelaches und gerangel und geschimpfte, fand Eva einen wohl sehr wunden Punkt, Janeks Wirbelsäule. Als sie spielerisch mit ihrer Hand an ihr entlang kribbelte, versuchte Janek quiekend ein Hohlkreuz zu machen, was in Bauchlage natürlich nicht funktionierte. Mit einer Hand an Janeks Seite und Rippen und mit der anderen Hand am Rücken, neckte und ärgerte Eva ihren Mann noch eine ganze Weile, bis dieser tatsächlich aufgab.
"Okay ich geb auf, du hast mich, ich geb auf!", prustete er lachend und erschöpft.
Eva hörte auch sofort auf, lies ihre Hände aber noch an Janeks Körper. Damit wusste er, sie konnte, wenn sie wollte, von der einen auf die andere Sekunde weiter machen.
"Ich gebe auf!", stöhnte Janek noch einmal erschöpft und blieb tatsächlich ruhig liegen.
"Das, mein Lieber, war meine Rache! Ich hoffe du hast deine lange, schöne und kräftige Massage genossen!", grinste Eva, beugte sich herab, drückte Janek einen Kuss auf die Wange und kletterte von seinem Rücken. Janek war wie erschlagen. Mit solch einer Attacke hatte er wirklich nie gerechnet. Und er wusste nicht, ob er nun erschöpft und rachsüchtig oder überglücklich und dankbar sein sollte. Es war eine Mischung aus Allem. Er drehte den Kopf zur Seite und sah seine Frau an, welche nun neben ihm lag und ihn liebevoll anlächelte. Er schmunzelte. Er brauchte noch ein kleines Weilchen um sich wieder zu erholen. Die Mischung aus anfangs entspanntem Gefühl und der danach folgenden, überraschenden Kitzelei steckte ihm gewaltig in den Knochen. Irgendwann konnte er sich langsam wieder aufrappeln. Auch Eva setzte sich lieber schnell auf, bevor ein Angriff seinerseits kam. Doch für einen Gegenangriff war Janek noch zu benommen. Stattdessen drückte er seiner Frau einen zarten Kuss auf den Mund. Dann lächelte er.
"Freu dich auf heut Abend, Fräulein!", grinste er nur noch, bevor er vom Bett kletterte und sich ein frisches T-shirt überzog. Eva aber fand Janeks direkte Drohung gar nicht so furchteinflößend, wie sie es wohl vor ein paar Wochen noch empfunden hätte. Eher durchfuhr ein zartes Kribbeln ihren Körper und sie schmunzelte. Dann kletterte auch sie vom Bett und griff nach einer bequemen Hose. Nachdem beide angezogen waren kehrten sie in die Küche zurück. Während Janek die Kaffeemaschine bediente und Eva die Keksdose aus dem Vorratsschrank holte, tauschten sie immerwieder verliebte und vielsagende Blicke. Janek wusste, dass Eva den heutigen Abend so schnell nicht vergessen sollte. Eva hingegen wusste nicht, ob sie sich darauf freuen oder lieber doch einen Besänftigungsversuch starten sollte. Schließlich entschied sie sich für eine stille und heimliche Vorfreude. Aber ob das richtig war? ... Sie wusste es nicht - Noch nicht...
"Ich brauch dringend eine Dusche!", verkündete sie und zog im selben Moment schon ihr T-shirt vom Körper.
Janek lächelte zufrieden bei dem sich ihm bietenden Anblick und wollte Eva liebevoll umarmen, doch die schob ihren Mann direkt wieder zurück.
"Bist du verrückt, ich bin verschwitzt wie ein Schwein! Erst duschen, dann kuscheln!", sagte sie bestimmend und drehte sich direkt um und verschwand im Bad. Janek blieb in der Küche kopfschüttelnd zurück. Doch dann fiel ihm ein, dass eine Dusche auch ihm ganz gelegen kam, gerade wenn seine Frau nackt unter der Selbigen stand. Schnell schlüpfte er auf dem Weg zum Bad aus all seinen Klamotten und ehe Eva sich versah, stand er neben ihr in der Dusche. Gemeinsam duschen, das hatten sie schon lange nicht mehr gemacht. Warm strömte das Wasser aus dem Duschkopf auf die Beiden nieder. Sie genossen es, sich gegenseitig mit Duschcreme einzureiben, zu massieren und dabei eng aneinander gedrückt zu stehen. Auf beiden Seiten blieb eine daraus resultierende Erregung nicht aus. Doch das machte diesen Moment noch um so schöner. Weicher Schaum, frischer Duft und nasse Haut. Zärtliche Berührungen, warmes, herablaufendes Wasser und liebevolle Küsse ließen die Beiden direkt ineinander verschmelzen. Während sie sich gegenseitig schäumten und streichelten, rieben sich ihre Körper instinktiv immer intensiver aneinander, bis Janek seine Arme und Evas Hüften legte und sie zärtlich noch mehr an sich zog. Eva suchte Halt an Janeks Schultern und zog sich leicht an ihm empor. Unter heißem Küssen und genussvollem Seufzen bewegten sie sich erst langsamer und dann immer schneller aneinander, bis Janek mit einem leichten Zittern seiner angestauten Lust freien Lauf lies. Sie verweilten noch einen Moment fest umschlungen unter der Dusche und ließen das warme Wasser einfach an sich herablaufen. Irgendwann drehte Eva das Wasser ab und stieg mit Janek aus der Dusche. Schnell waren beide in ihre Handtücher eingewickelt und schauten sich verliebt und überglücklich an. Vergessen war all der Einkaufsstress und die Schlepperei. Einfach wie weggespült. Nachdem sie sich abgetrocknet hatten, schlungen Beide ihre Handtücher um die Hüften und verschwanden schnell im Schlafzimmer. Eva suchte sich frische Unterwäsche aus dem Kleiderschrank und Janek eine frische Shorts. Janek wartete, bis Eva ihren Slip an hatte, dann ging er zu ihr, streichelte über ihre zarten, duftenden Schultern und knetete sie leicht. Eva seufzte genießend.
"Wie wäre es mit einer schönen, langen, kräftigen Massage?", hauchte Janek seiner Frau liebevoll ins Ohr.
"Oh ja, gerne!", antwortete diese promt.
"Sehr schön, denn ich könnte schon eine vertragen!", grinste Janek und drehte Eva bittend den Rücken zu. Diese schaute ihren Mann fassungslos und überrascht an, glaubte sie doch, er wollte ihr eine schöne, lange, kräftige Massage zukommen lassen. Da hatte er sie aber sauber reingelegt. Doch anstatt zu schelten, klatschte Eva ihrem Mann mit der flachen Hand auf den knackigen Po und schob ihn zum Bett. Janek war selber etwas überrascht, dass Eva nicht zickig wurde und sich darüber aufregte, dass er sie reingelegt hatte. Stattdessen reagierte sie so einverstanden. Doch bevor sie es sich anders überlegen konnte, kletterte Janek schnell auf das Bett und legte sich Bauchwärts darauf.
"Und denk daran: schön, lang und kräftig!", grinste er noch einmal.
Eva murmelte innerlich ein paar bedrohliche Worte. Das würde sie ihm schon heimzahlen. Und er würde sich wünschen, dass er sich diese Frechheit nie erlaubt hätte. Doch äußerlich gab sie sich wortlos breitgeschlagen, kletterte zu ihrem Mann aufs Bett und setzte sich rittlings auf seinen Po. Janek verschränkte die Arme vor dem Körper gestreckt und legte seinen Kopf bequem darauf. Er wartete nun auf seine lange, kräftige Massage. Eva konnte gut massieren, das wusste er. Danach fühlte er sich immer wie neu geboren. Eva rieb sich noch einmal die Hände, bevor sie an Janeks Schultern ansetzte und ganz zärtlich zu kneten begann. Die verspannten Muskeln entlang - knetend, drückend und doch zärtlich. Janek schloss die Augen und genoss. Eine ganze Weile lies Eva ihren Mann in dem Glauben, er bekäme nun eine schöne, lange, kräftige Entspannungsmassage. Sie gab sich auch tatsächlich alle Mühe und Janek war schon in einen leicht dösenden Schlummerzustand verfallen. Doch nun fand sie, war es an der Zeit ihm das Fürchten zu lehren. Noch einmal würde er sich solch einen Spaß nicht erlauben. Sie nutzte ihre überlegenere Position wohlwissend aus und gerade als Janek mal wieder so verdrossen stöhnte, als Eva wieder kräftig die Schultermuskeln knetete, lies sie ihre Hände zart über den Rücken gleiten. Noch auf dem Weg über den Rücken setzte sie ihre Fingernägel auf der Haut auf und schon fuhren ihre Hände nach links und rechts weg, über Janeks Seiten! Erschrocken, überrascht und schockiert zu gleich durchfuhr ein Ruck Janeks eben noch so entspannten Körper. Was war das?! Gehörte das zur Massage? Er drehte sofort den Kopf zur Seite um nach seiner Frau zu schauen. Um so mehr schockierte es ihn dann, als diese fies grinsend da saß und scheinbar genau wusste, was sie vor hatte. Noch bevor Janek ein Wort sagen konnte, waren Evas Hände wieder an Janeks Seiten und krabbelten spinnengleich daran empor. Entsetzt über dieses unerwartet zärtliche Gefühl versuchte Janek sich auf die Seite zu drehen und gleichzeitig die Arme an den Körper zu ziehen. Doch Eva rutschte ein Stück an Janeks Po hochwärts und saß nun zwischen Po und Rücken. Dort wusste sie, war es für Janek nicht möglich, sich zu drehen, weil sie genau auf seinem Kraftpunkt saß.
"Hey! Was wird das?", fragte Janek nun total perplex.
"Das was du verdienst, mein Schatz!", lächelte Eva zuckersüß.
"Du glaubst ja wohl nicht, dass ich mich so einfach linken lasse!", fügte sie hinzu.
Und schon dämmerte es Janek. Erneut wand er sich wie ein Käfer auf dem Rücken und versuchte sich zu drehen und zu wenden. Doch Eva saß auf ihm, sicher wie ein Reiter im Sattel, entschlossen, sich nicht abwerfen zu lassen. Und gleich waren ihre Hände wieder an Janeks Seiten. Doch diesmal weniger vorsichtig, sondern direkt richtig fest kitzelnd. Janek durchraste es, er spürte wie ein erschrockenes Lachen aus seiner Kehle sprudeln wollte, doch noch im selben Moment versuchte er dieses zu unterdrücken. Diesen Triumpf wollte er seiner Frau nun nicht gönnen. Doch Eva war fest entschlossen, genau diesen Triumpf zu ergattern und lies nicht locker. Wie oft musste sie schon Janeks kitzelnde Hände an ihrem Körper ertragen, wie oft wäre sie vor Lachen fast geplatzt. Es war Zeit für einen Stellungswechsel und für eine kleine aber feine Rache. Und so blieb sie hartnäckig dran und griff flink unter Janeks Arme. Zum Glück war Janek einer der Männer, der auf rasierte Achseln großen Wert legte und nicht gerne mit Achselflaum herumlief. Und so flitzten Evas Fingerspitzen über glatt rasierte Achselhaut, wohl wissend, wie sehr das kitzeln musste. Nun war für Janek jeglicher Versuch unmöglich, das zu unterdrücken und mit einem gequälten Jammern fing er tatsächlich an zu lachen. Er schaffte es aber, seine Arme an den Körper zu ziehen, bevor Eva ihr grausames Spiel dort weiterspielen konnte. Er versuchte aus der Bauchlage heraus hinter sich zu greifen und Eva irgendwo zu erwischen, damit er sie packen und von sich herunter ziehen konnte. Doch Eva wich ihm gekonnt aus. Außerdem verhinderte sie jeden Vesuch dadurch, dass sie beherzt in Janeks Seiten griff und an diesen herumkitzelte. Während des ganzen gelaches und gerangel und geschimpfte, fand Eva einen wohl sehr wunden Punkt, Janeks Wirbelsäule. Als sie spielerisch mit ihrer Hand an ihr entlang kribbelte, versuchte Janek quiekend ein Hohlkreuz zu machen, was in Bauchlage natürlich nicht funktionierte. Mit einer Hand an Janeks Seite und Rippen und mit der anderen Hand am Rücken, neckte und ärgerte Eva ihren Mann noch eine ganze Weile, bis dieser tatsächlich aufgab.
"Okay ich geb auf, du hast mich, ich geb auf!", prustete er lachend und erschöpft.
Eva hörte auch sofort auf, lies ihre Hände aber noch an Janeks Körper. Damit wusste er, sie konnte, wenn sie wollte, von der einen auf die andere Sekunde weiter machen.
"Ich gebe auf!", stöhnte Janek noch einmal erschöpft und blieb tatsächlich ruhig liegen.
"Das, mein Lieber, war meine Rache! Ich hoffe du hast deine lange, schöne und kräftige Massage genossen!", grinste Eva, beugte sich herab, drückte Janek einen Kuss auf die Wange und kletterte von seinem Rücken. Janek war wie erschlagen. Mit solch einer Attacke hatte er wirklich nie gerechnet. Und er wusste nicht, ob er nun erschöpft und rachsüchtig oder überglücklich und dankbar sein sollte. Es war eine Mischung aus Allem. Er drehte den Kopf zur Seite und sah seine Frau an, welche nun neben ihm lag und ihn liebevoll anlächelte. Er schmunzelte. Er brauchte noch ein kleines Weilchen um sich wieder zu erholen. Die Mischung aus anfangs entspanntem Gefühl und der danach folgenden, überraschenden Kitzelei steckte ihm gewaltig in den Knochen. Irgendwann konnte er sich langsam wieder aufrappeln. Auch Eva setzte sich lieber schnell auf, bevor ein Angriff seinerseits kam. Doch für einen Gegenangriff war Janek noch zu benommen. Stattdessen drückte er seiner Frau einen zarten Kuss auf den Mund. Dann lächelte er.
"Freu dich auf heut Abend, Fräulein!", grinste er nur noch, bevor er vom Bett kletterte und sich ein frisches T-shirt überzog. Eva aber fand Janeks direkte Drohung gar nicht so furchteinflößend, wie sie es wohl vor ein paar Wochen noch empfunden hätte. Eher durchfuhr ein zartes Kribbeln ihren Körper und sie schmunzelte. Dann kletterte auch sie vom Bett und griff nach einer bequemen Hose. Nachdem beide angezogen waren kehrten sie in die Küche zurück. Während Janek die Kaffeemaschine bediente und Eva die Keksdose aus dem Vorratsschrank holte, tauschten sie immerwieder verliebte und vielsagende Blicke. Janek wusste, dass Eva den heutigen Abend so schnell nicht vergessen sollte. Eva hingegen wusste nicht, ob sie sich darauf freuen oder lieber doch einen Besänftigungsversuch starten sollte. Schließlich entschied sie sich für eine stille und heimliche Vorfreude. Aber ob das richtig war? ... Sie wusste es nicht - Noch nicht...
Samstag, 3. Oktober 2009
Janek und Eva Teil 2
Seit einem Monat konnten Janek und Eva sich schon Mann und Frau nennen. Der Tag des Ja-Wortes war also schon ganze 31 Tage her und doch kam es ihnen vor, als wäre es erst gestern gewesen. Janek war glücklich mit seiner Frau und Eva war glücklich mit ihrem Mann. Doch mehr noch als der Hochzeitstag war beiden die Hochzeitsnacht in Erinnerung geblieben. Vor allem bei Eva. Nie hätte sie gedacht, dass sie sich ihrem Mann so derart hingeben würde. Gefesselt ans Bett und wehrlos gegen seine kitzelnden Hände. Anfangs hatte seine Neigung sie doch sehr abgeschreckt, doch dieser Abend hatte ihr gezeigt, dass kitzeln mehr war als nur ein bisschen kille kille. Auch Janek konnte diesen Abend nicht vergessen. Sein größter Wunsch wurde ihm erfüllt und jede Sekunde dieser Erfüllung hatte er mit Leib und Seele genossen. Evas wunderschöner Körper, ihr durchdringendes Lachen, …Das war der reinste Wahnsinn gewesen. Doch seither hatten Eva und Janek nicht weiter darüber geredet oder gar noch einmal solch einen Abend erlebt. Es musste auf beiden Seiten erstmal sacken. Janek wollte Eva nicht überrumpeln, indem er sie nochmals auf einen kitzligen Abend ansprach und Eva wollte gegenüber Janek nicht wirklich zugeben, dass es ihr gefallen hatte. Sie hatte es durchaus genossen, auch wenn sie sich in dem Moment des gekitzelt Werdens eher auf eine einsame Insel gewünscht hatte, statt dort wehrlos gefesselt im Bett zu liegen. Langsam kroch in Janek das Gefühl hoch, dass er solch einen Abend unbedingt noch einmal erleben wollte. Er versuchte Eva dies deutlich zu machen, indem er sie erneut auffällig oft kitzelte oder in die Seite kniff. Eva zuckte davon immer herrlich zusammen, lachte und schimpfte mit Janek, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Gerade dann, wenn beide abends kuschelnd auf dem Sofa vor dem Fernseher lagen, lies Janek oft seine Hand unter Evas T-Shirt wandern, streichelte ihre zarte, warme Haut und gerade wenn Eva anfing es zu genießen, ließ er seine Fingerspitzen kribbelnd über den Bauch huschen, so dass Eva mit einem schrillen Quieksen zusammenzuckte. Meist gab es daraufhin eine Kitzelattacke von Eva, die sich auch nicht alles gefallen ließ. Und so kam es schon vor, dass beide, kichernd wie zwei Kinder, auf dem Sofa herum tollten und sich gegenseitig kitzelten, bis ein verliebter Kuss beide Gemüter wieder zur Ruhe brachte.
So auch diesen Abend. Im Fernseher lief ein Film mit Brad Pitt, den Eva absolut sexy fand. Dies gab sie auch immer wieder deutlich zu verstehen, in dem sie genussvoll seufzte, wann immer Brad in Großaufnahme zu sehen war. Janek wusste, dass dies ein Schauspieler aus Hollywood war, unerreichbar für eine einfache Frau wie Eva. Trotzdem wurmte es ihn sehr, dass seine Ehefrau derart von einem anderen Mann schwärmte. Der Fernseher stand gegenüber dem kuscheligen Sofa im Wohnzimmerschrank. Links und rechts von ihm waren Glastüren, hinter denen die Sektgläser und andere gläserner Hingucker standen. Die Rückwand des Schrankes war aus dunklem Holz und so konnte man sich in diesen Glastüren spiegeln. Eva nutzte diesen glücklichen Nebeneffekt oft, wenn sie mit Janek ausgehen und noch einmal schnell Frisur und Make-up checken wollte, ohne noch mal ins Badezimmer zu gehen. So kam es nun, da beide vor dem Fernseher auf dem Sofa lagen, dass Eva Janeks Gesicht in der linken Glastür gespiegelt sah. So konnte sie mitkriegen, wie Janek einmal seine Augen genervt verdrehte, als Eva über Brad Pitts Großaufnahme seufzte. Eva, die sich einen kleinen Spaß selten verkneifen konnte, seufzte nun doppelt so oft, auch wenn Brad nur in einer kleinen Aufnahme zu sehen war. Manchmal kam ihr auch ein „Oh, Brad!“, über die Lippen, worauf sie sah, dass Janek erneut die Augen verleierte. Bis jetzt hatte Eva sich ganz gut jegliche Reaktion verkniffen, doch nun musste sie ungehalten kichern. Gleich darauf presste sie ertappt die Lippen aufeinander und grinste verstohlen. Janek sah verwundert zu seiner Frau um den Grund zu erfahren, warum sie gekichert hatte. Eva grinste scheinheilig und warf Janek einen Luftkuss zu. Doch der lies sich nicht abwimmeln. Eva kicherte nie ohne Grund und die Szene im Film war auch nicht sonderlich witzig gewesen.
„Wieso kicherst du?“, fragte Janek skeptisch nach.
Eva grinste.
„Ich habe dich durch die Glastür beobachtet!“, gestand sie schmunzelnd.
„Wobei beobachtet?“, wollte Janek wissen.
„Oh, Brad!“, kicherte Eva und äffte Janeks Augenrollen nach.
Janek schaute seine Ehefrau ungerührt an. Seine Gesichtszüge waren endgeistert und kalt. Für einen kurzen Moment glaubte Eva, ihr Mann wäre nun eingeschnappt und gekränkt darüber, dass sie ihn mit der Schwärmerei für Brad derart aufgezogen hatte. Gerade wollte sie sich für ihre Missetat entschuldigen, als Janek plötzlich, wie nach einem Startschuss, aus seiner eben noch gemütlichen Liegeposition hochschoss und sich auf seine Frau warf. Eva schrie erschrocken los, denn damit hatte sie natürlich nicht gerechnet. Kurz über Eva bremste Janek sich mit den Händen auf dem Sofa ab und lag nun bedrohlich nah über ihr, beinah Nase an Nase.
„Du wagst es, mich zu veralbern, junge Frau?“, knurrte er spaßig und seine Augen blitzten frech. Eva kicherte wie ein kleines Mädchen und versuchte sich unter Janek hervorzumogeln.
„Aber nein, mein Schatz!“, versuchte sie ihren Mann zu besänftigen.
„Das kam aber eben anders rüber!“ Janek grinste teuflisch.
„Du weißt, veralbern des Ehemannes steht auf der Liste für ganz grauenvolle Bestrafungen!“
Eva wusste sofort worauf Janek hinauswollte und schüttelte lachend den Kopf.
„Denk nicht mal dran! Vergiss es!“, protestierte sie mit einem Anflug von Panik und stemmte ihre Hände gegen Janeks Brust um ihn von sich weg zuschieben.
Doch schon war Janek zur Stelle und packte Evas Handgelenke. Noch in der gleichen Sekunde drückte er beide Arme nach oben und presste sie aufs Sofa.
„Keine Chance, meine Liebe!“, freute er sich und zuckte mit den Augenbrauen.
Eva wusste sich nicht anders zu helfen, als indem sie anfing zu jammern.
„Bitte Schatz, mach das nicht! Du weißt, wie kitzlig ich bin! Das ist gemein!“
Doch Janek war taub für jegliche rausrederei. Er würde Eva nun schön durchkitzeln, genau wie sie es verdiente für solch eine Frechheit. Und daran führte kein Weg vorbei. Er hob kurz den Kopf und sah sich um. Dann sah er wieder zu Eva herab, deren Augen sich vor Panik geweitet hatten.
„Hast du ein Glück, dass es hier keine Bettpfosten gibt, an die ich dich fesseln kann!“
Eva wurde es warm und kalt zugleich, als sie diese Worte von ihrem Mann hörte.
Sofort bekam sie wieder dieses seltsame Bauchkribbeln wie sie es damals bekam, als Janek sie ans Bett gefesselt hatte.
„Am Bett gibt’s Bettpfosten!“, kam es über ihre Lippen, bevor sie nachdenken konnte.
Janek schaute seine Frau überrascht an und lies für einen Moment sogar ihre Hände los.
„Wie jetzt?“
Eva wurde knallrot, roter als eine Tomate. Scham und Vorfreude wechselten sich ab. Janek konnte nicht glauben, was er eben gehört hatte.
„Du meinst, wir sollen…!“, fragte er, immer noch total überrascht.
„Lass es uns machen wir in unserer Hochzeitsnacht!“, bot Eva an, immer noch rot im Gesicht. Janek konnte es kaum glauben. Sofort sprang er vom Sofa, hob seine Frau auf seine Arme und trug sie ins Schlafzimmer. Dort angekommen, warf er sie vorsichtig aufs Bett. Eva lachte über Janek. Wie übermütig er doch sein konnte. Janek holte indes die Handschellen aus dem Nachtschränkchen. Er hielt sie baumelnd in die Luft und grinste. Eva hatte derweil das Bett zurecht gemacht, also die Kopfkissen beiseite gelegt und auch die Decken neben das Bett gelegt. Nun saß sie auf der blanken Matratze. Janek musste erstmal diesen Anblick verarbeiten. Er stand einfach nur da, starrte seine wunderschöne Frau an, welche auf einem leeren Bett saß und sah sie quasi schon gut fixiert und lachend dort herumzappeln. Auch er wusste nicht, ob er schwitzen oder frieren sollte. Diese Frau war einfach der Wahnsinn. Nachdem er diesen Anblick genug verarbeitet hatte, kletterte er zu Eva aufs Bett, küsste sie, streichelte mit einer Hand durch ihre offenen, blonden Haare und über ihre rosigen Wangen.
„Ich liebe dich so sehr!“, sagte er ganz befangen.
Eva lächelte und statt zu antworten, erwiderte sie sanft den Kuss und drückte Janek dabei fest an sich. Auch er schloss Eva in seine Arme. Irgendwann beendete Eva den Kuss mit einem Lächeln, rutschte ein Stück nach unten und legte sich auf die Matratze.
„Wie soll ich mich hinlegen? So wie damals?“
Janek nickte. Er war nicht im Stande zu sprechen. Zu sehr überwältigte ihn mal wieder alles. Eva wusste noch genau, wie sie damals hier gelegen hatte. Gleich lag sie langgelegt auf der Matratze und streckte die Arme nach oben, zur Bettkante. Sofort war Janek zur Stelle und legte ihr die Handschellen an, welche er wieder hinter einer Holzlatte entlang führte.
´Ach dieser Anblick. Herrlich. Eva so hilflos und sexy und so kitzlig!´ , dachte er bei sich. Gerade wollte er sich wieder auf Evas Beine setzen.
„Kannst du die nicht auch irgendwie festmachen?“, fragte Eva unerwartet.
Janek glaubte, er sei im falschen Film! Besser gesagt, im richtigen Film, im goldrichtigen Film. Eva erfüllte ihm ein Wunsch nach dem anderen und das, ohne das er etwas sagen musste. Sein Herz schien ihm vor Aufregung fast aus der Brust zu springen.
„Natürlich…. Ehh… klar…. Selbstverständlich!“, stammelte er grinsend und sah sich eilig um, um etwas ins Auge zu fassen, womit er Evas Beine fixieren konnte.
Sein Blick schweifte die Bademäntel von ihm und Eva, welche nebeneinander an Kleiderbügeln am Kleiderschrank hingen. Dort blieb sein Blick stehen und sein Mund verzog sich zu einem breiten Grinsen. Sofort war er vom Bett aufgesprungen, eilte zum Kleiderschrank, zerrte nervös beide Bademantelgürtel aus den Schlaufen und kam zurück zum Bett. Eva schmunzelte und sah dabei zu, wie Janek ihre Beine, eins nach dem anderen, ausgestreckt und leicht gespreizt, an die unteren beiden Bettpfosten fixierte. Je mehr Eva die Unbeweglichkeit und Gestrecktheit verspürte, umso stärker wurde das Kribbeln in ihrem Bauch. Die Aufregung ging ihr durch und durch. Beim letzten Mal war sie wenigstens noch etwas beweglich, auch wenn Janek auf ihren Beinen gesessen hatte, doch diesmal war sie gänzlich unbeweglich. Ein leichtes Ziehen an den Fixierungen bestätigte dies. Außer einen kleinen Ruck konnte sie nichts ausrichten. Weder die Arme, noch die Beine konnte sie anziehen oder wegdrehen. Zwar wurde ihr davon etwas mulmig, doch nun waren sie so weit gegangen, nun gab es kein zurück mehr. Klar, wenn sie nun sagen würde, sie wollte nicht mehr und Janek sollte sie losbinden, täte er dies ohne mit der Wimper zu zucken. Aber sie wusste, wie enttäuscht er dann wäre, auch wenn er es zu verstecken versuchte. Janek ging einen Schritt vom Bett wegwärts und besah sich sein „Werk“.
Es war zu schön um wahr zu sein. In seinen Fingerspitzen kribbelte es schon, am liebsten würde er sich sofort auf sie stürzen und loskitzeln. Doch er dachte auch an Evas Unerfahrenheit und er wollte sie auf keinen Fall überrumpeln.
Also ging er gelassen und ruhig zurück zum Bett, setzte sich neben Eva auf die Bettkante, beugte sich über sie und gab ihr einen letzten zärtlichen Kuss. Als ihre Lippen sich berührten, konnte er ein leichtes Zittern ihres Mundes verspüren.
Sofort richtete er sich wieder auf.
„Hast du Angst?“, fragte er besorgt.
Doch Eva schüttelte den Kopf.
„Nein, ich habe keine Angst, mein Schatz!“
„Warum zitterst du dann?“
Eva lachte süß.
„Weil ich aufgeregt bin!“, erklärte sie ihrem Gatten.
Janek schmunzelte erleichtert. Die Aufregung konnte er durchaus nachempfinden.
Noch einmal musterte er sie von oben nach unten und zurück. Dann rutschte er noch etwas weiter aufs Bett und kniete sich neben Eva. Diese atmete tief durch, so dass sich ihr schlanker Bauch, der etwas hervor schaute, hob und senkte. Janek wusste vor lauter Aufregung nicht, wo er zu kitzeln anfangen sollte. Diesmal wollte er den ganzen Körper kitzeln, nicht umsonst hatte er Eva in solch aufreizender Position gefesselt. Vor allem ihre hübsch gepflegten Füße sollten eine kitzlige Massage abbekommen. Allein bei dem Gedanken daran, wurde ihm ganz warm. Er lächelte stumm vor sich hin.
„Was ist? Fängst du nun an?“, riss Eva ihn schließlich aus den Gedanken.
Janek schaute in Evas fröhliches Gesicht.
„Du kannst es wohl kaum noch erwarten, was?“, grinste er und schon führte er seine beiden Hände vorsichtig an Evas Seiten heran und begann, zaghaft und leicht in die weiche Haut und kneifen, knapp unterhalb der Rippen. Eva warf den Kopf in den Nacken und verkniff sich merklich einen kleinen Schrei, kicherte und schüttelte sich leicht hin und her.
„Ach ich liebe deine Kitzligkeit, habe ich dir das schon mal gesagt?“, fragte Janek, ohne das Kneifen zu unterbrechen und lies seine Finger dabei auch etwas abwärts wandern, kneifend Richtung Hüfte. Eva hatte Janeks Frage glatt überhört, weil sie zu sehr damit beschäftigt war, sich zu konzentrieren um nicht zu lachen. Janek merkte die Anspannung in Evas Körper.
´Na warte, dir werde ich helfen!´, dachte er sich und ohne Vorwarnung, griff er mit allen 10 Fingern kräftig in Evas Seiten und kitzelte sie rauf und runter. Augenblicklich wich jede Anspannung aus Evas Körper, auf diesen Angriff war sie nicht vorbereitet und schon zerrte sie wie verrückt an den Fesseln und lachte aus vollem Hals. Zwischendurch kam ein hysterisches Nein oder Stopp über ihre Lippen, was aber immer wieder im Lachen unterging. Doch auch dies überhörte Janek absichtlich und grub mit einem sadistischen Grinsen im Gesicht seine Finger immer wieder kräftig in Evas Seiten. Bis diese irgendwann tief nach Luft schnappte und derart schrill kreischte und lachte, dass Janek ebenfalls lachen musste und aufhörte. Eva verschnaufte wie nach einem 100-Meter-Lauf. Ihr Herz raste. Sie pustete eine ins Gesicht gefallene Locke bei Seite.
„Und das ist erst der Anfang!“, prophezeite Janek sogleich.
„Bist du verrückt?“, lachte Eva, immer noch ganz außer Atem.
„Ja, verrückt nach deinem Lachen!“, antwortete Janek keck und schon fanden seine Fingerspitzen den Weg zu Evas flachem Bauch, wo sie sofort zärtlich herum kitzelten. Eva versuchte den Bauch einzuziehen, doch da sie auch lachen musste, reichte ihre Luft in der Lunge nicht ganz aus und sie musste prustend nachgeben. Nachdem Janek sich auch hier genügend ausgetobt hatte und Eva vor lauter kichern und glucksen schon ganz rot im Gesicht war, gönnte er ihr erneut eine Pause. Diese war dringend notwendig. Eva machte mehrere tiefe Atemzüge, um wieder einigermaßen zur Ruhe zu kommen. Sie versuchte sich zu räkeln, etwas die Position zu verändern, doch die geschickte Fesselung lies das nicht wirklich zu. Janek genoss indes, wie Eva sich in ihrer Fixierung wand, wie ihr schöner, sexy Körper sind leicht drehte und bewegte. Er konnte nicht verleugnen, dass ihn das auch irgendwie anmachte. Er genoss noch einen Moment diesen Anblick, dann fand er, hatte sich Eva genug ausgeruht. Doch diesmal wollte er ein Stück an ihrem sexy Körper tiefer wandern, den Bauch und die Seiten hatte er nun genug gekitzelt und außerdem hatte er sich in der Hochzeitsnacht schon genug diesen Stellen gewidmet. Nun wollte er auch andere Regionen ihres kitzligen Körpers unter die Lupe nehmen. Mit seiner linken Hand kniff er Eva in den Oberschenkel, worauf diese mit einem lachenden Schrei reagierte. Ihre Beinmuskulatur spannte sich sogleich an und er spürte, wie sie an der Fußfesselung zerrte.
„Mach das nicht, dass ist furchtbar!“, bat Eva lachend, denn dieser Kniff war ihr wirklich durch Mark und Bein gegangen.
„Was soll ich nicht machen, das?“, fragte Janek schelmisch und schon wiederholte er die Tat. Erneut quiekste Eva schrill und lachte, zappelte in ihrer Fesselung herum und schüttelte hastig den Kopf. Janek lachte amüsiert und kniff gleich noch in den anderen Oberschenkel. Als wäre dieser kitzliger als der andere, lachte Eva gleich noch gellender. Was für ein köstliches Schauspiel. Spielerisch lies Janek seine Finger an Evas Bein herabwandern, knetete und massierte ihre Kniescheiben, untersuchte jeden cm und Eva kam vor lauter lachen und prusten kaum noch zum atmen. Nicht in der Lage die Beine auch nur ein kleines Stück anzuwinkeln oder wegzudrehen, musste sie es über sich ergehen lassen. Selber mit einem fröhlichen Lachen im Gesicht beobachtete Janek Evas Gesichtszüge, wie sie lachte und die Augen zusammenkniff, den Kopf hin und her warf und wie ihre blonden Locken dabei immer wieder in ihr Gesicht fielen. Inzwischen verwendete Janek sogar beide Hände, knetete beide Beine zwischen Knie und Oberschenkel auf und ab, gönnte Eva kaum einen Moment der Ruhe. Das Zucken und Zittern ihres Körpers, gepaart mit dem verzweifelten Zerren, die Muskelanspannungen und obendrein ihr durchdringendes pausenloses Lachen und quietschen spornten ihn mehr und mehr an. Letztlich zeigte er sich aber doch gnädig und nahm beide Hände von Evas Beinen. Sofort wich sämtliche Anspannung aus ihr und sie fiel in sich zusammen, kichernd und nach Luft ringend. Ihre Wangen waren herrlich gerötet, ihre Haare zerzaust von der herum winderei.
„Bitte nicht mehr die Beine!“, bat Eva, nachdem sie einigermaßen wieder zu Atem gekommen war. Sie sah Janek dabei derart flehend an, dass dieser nur nachgebend nicken konnte.
„Das kitzelt ja furchtbar!“, fügte Eva stöhnend hinzu und lächelte.
Janek grinste. Er wusste, dass dies furchtbar kitzelte. Doch genau das wollte er Eva ja zuteil werden lassen. Diesmal wusste sie ja was auf sie zukommen würde, diesmal musste er nicht ganz so vorsichtig mit ihr umgehen und außerdem hatte sie es ja auch verdient. Während Eva noch damit beschäftigt war, ihre Lunge mit Sauerstoff zu füllen und die Haare aus ihrem Gesicht zu pusten, musterte Janek erneut ihren Körper. Er suchte mit den Augen eine neue Stelle, der er sich zuwenden konnte. Und er wurde ziemlich schnell und zielsicher fündig. Unterhalb der Knie gab es kaum eine Stelle, die kitzliger sein könnte als die Füße. Sie waren die Krönung an Evas Körper. Gepflegt und hübsch, nicht zu klein, nicht zu groß, Schuhgröße 38 und schöne, wohlgeformte Zehen. Zwar liebte Janek lackierte Nägel an weiblichen Füßen über alles, doch Eva stand nicht auf derartige Bemalungen und so waren beide Füße wie Mutter Natur sie geschaffen hatte. Da Eva im Sommer gerne Flip Flops trug, war es für sie selbstverständlich, dass sie auf eine gute Fußpflege achtete. Janek rutschte auf der Matratze ein Stück abwärts, Richtung Evas Füße und bei Eva blieb das nicht unbemerkt. Sie hob den Kopf an und versuchte an sich herab zu sehen, um verfolgen zu können, was Janek tat. Dieser war mit den Augen auf Evas Füße fixiert und war nun rutschender Weise an der unteren Bettkante angekommen. Die Bademantelgürtelfesselung schmiegte sich weich aber unnachgiebig um Evas schlanke Knöchel und ihre hübschen Füße waren hilflos ausgeliefert.
´Welch ein Anblick!´ , dachte sich Janek.
„Bist du bereit für die nächste Runde?“, fragte er seine Frau, der die Anstrengungen der letzten Minuten anzusehen war. Eva nickte aber tapfer und lächelte.
„Nur sei nicht so fies zu mir!“, bat sie nachträglich.
Janek lächelte.
„War ich jemals fies zu dir?“, fragte er ironisch und lachte, als Eva ihn böse anfunkelte.
Doch dann widmete er sich endlich der schönsten Kitzelstelle zu, die er sich bis zum Schluss aufgehoben hatte. Er begann jedoch erstmal damit, den ihm zugewanden Fuß zärtlich zu streicheln und zu massieren. Beide Daumen lies er kreisend über Evas Ballen massieren, während die Finger den Fuß hielten. Eva genoss diese Massage und für einen kurzen Moment vergaß sie sogar, was ihr in den nächsten Sekunden blühen würde. Doch Janek wollte diesen Moment nicht all zu schnell ausreizen. Alleine die weiche Fußhaut unter den Fingern zu spüren war für ihn schon das Highlight schlecht hin. Er beobachtete Eva dabei, wie sie sichtlich genoss, die Augen dabei geschlossen hatte und ein leichtes Lächeln sich um ihre Lippen abzeichnete. Doch selbst der schönste Genuss lies sich noch Toppen, zumindest für Janek, und so löste er eine Hand von Evas Fuß, hielt diesen nur noch mit einer Hand sanft fest und streichelte mit den Fingerkuppen der anderen Hand so zärtlich wie er konnte, über die Sohle. Ein leichter Ruck durchfuhr Evas Bein, ihr entspanntes Gesicht verzog sich zu einer verkniffenen Schnute und sie grinste. Automatisch grinste Janek mit. Spielerisch kribbelnd verweilte er mit seinen Fingern an der weichen Sohle und entlockte Eva ein leises Kichern. Doch gerade als er aufwärts wanderte, begann der schlanke Fuß sich zu wehren, hin und her zu zappeln, sich vor und zurück zu biegen, jedoch ohne Entkommenserfolg. Zielsicher setzten die Finger ihr kribbeliges Spiel an den Zehen fort und nun war es für Eva unmöglich, sich zu beherrschen. Quietschend und kichernd zog sie an den Fesselungen, versuchte das Bein zu drehen, irgendwie den Fuß für ein paar Sekunden der Kitzelei zu entziehen. Janek blieb Eva hartnäckig im wahrsten Sinne des Wortes auf den Fersen, denn dort steuerten seine Finger nun hin, über die weiche Sohle bis hinab zur Ferse, die er ebenfalls mit zärtlichem Kitzeln bedeckte. Das Ziehen und Zerren am Bein wurde zunehmend stärker und auch Evas kichern wuchs immer mehr zu einem Lachen heran. Bis Janek schließlich immer schneller die gesamte Fußsohle auf und ab kitzelte. Da gab es für Eva kein Halten mehr. Sie lachte aus voller Kehle, zappelte hilflos in ihrer Fesselung und ihr Fuß zuckte unkontrolliert in alle Richtungen. Janek begann zu schwitzen vor lauter Aufregung. So sehr machten ihn diese enorme Reaktion und das Gefühl des kitzligen Fußes unter den Fingern an. Schnell, ohne das Eva es direkt mitbekam, sie war eh damit beschäftigt, lauthals zu lachen, kniete Janek sich zwischen Evas gespreizte Beine und konnte nun beide Fußsohlen synchron kitzeln. Diese zappelte und lachte immer hektischer und hilfloser, wusste kaum noch wie ihr geschah, wo oben oder unten war. Sie spürte nur noch dieses starke kitzeln an beiden Fußsohlen, welches durch ihren ganzen Körper jagte und sie laut und pausenlos zum Lachen brachte. Janek kitzelte sich regelrecht in Rage. Diese Position, dieser Anblick, dieses Gefühl, das Lachen, welches durch das Zimmer schallte. Er war wie benebelt von soviel aufregenden Eindrücken, dass er gar nicht mitbekam, wie Eva verzweifelt nach Luft zu schnappen versuchte. Erst als diese sich an ihrem eigenen Lachen verschluckte und krampfhaft zu Husten begann, wurde er aus seinem Zustand herausgerissen und hörte sofort auf zu kitzeln. Eva hustete weiter, warf den Kopf bei Seite, versuchte sich zusammen zu ziehen, verkrampfte und holte schließlich tief Luft und lies ein erschöpftes und erleichtertes Stöhnen folgen. Schließlich sank sie erschöpft zusammen, lag nur noch da, atmete hörbar, ihr Bauch hob und senkte sich in raschen Abständen. Ihre Mundwinkel zuckten noch von dem pausenlosen Lachen. Janek konnte für einen Moment gar nicht reagieren. Er saß nur da, starrte seine Frau an, wie sie versuchte sich zu sammeln. Ein Gefühl von Schuld, Erschrecken und Lust durchraste ihn, so dass seine Hände zitterten. Schließlich kletterte er zwischen Evas Beinen hervor, krabbelte auf der Matratze nach oben zum Kopfende und legte sich neben seine Frau, streichelte ihre verschwitzte Stirn und küsste ihre glühend-warme Wange.
„Es tut mir Leid, mein Schatz!“, flüsterte er betreten in Evas Ohr.
Doch Eva war noch nicht im Stande zu antworten, sie wollte erstmal nur tief durchatmen. Bald hatte sie sich wieder beruhigt und legte den Kopf zur Seite, sah in Janeks schuldbewusstes Gesicht. Er war zu weit gegangen, dass sollte doch nie passieren.
„Schatz, …!“, sagte Eva erschöpft, aber leicht lächelnd. „Das war geil!“
Janek zog unsicher die Augenbrauen zusammen und schaute Eva fragend an.
„Aber ich habe dich zu sehr gequält, du wärst mir fast erstickt!“, murmelte er bestürzt.
Eva schmunzelte und formte ihre Lippen zu einem Kussmund. Janek zögerte einen Augenblick, doch dann kam er näher und küsste Eva auf ihre Lippen. Eine ganze Weile blieben Janek und Eva so liegen, küssten sich zärtlich. Irgendwann löste sich Janek von Evas Lippen, setzte sich hoch und öffnete die Handschellen. Langsam nahm Eva die Arme wieder herunter, rieb sich die leicht geröteten Handgelenke und setzte sich auf. Janek krabbelte schnell noch zum Bettende und löste dort auch beide Bademantelgürtel-Fußfesseln. Eva war froh, sich wieder frei bewegen zu können und kugelte sich auf der Matratze schützend zusammen. Janek warf die Bademantelgürtel nur schnell bei Seite, krabbelte dann wieder zu seiner Frau, legte sich hinter sie und umarmte sie. Er spürte wie ihr Herz noch immer klopfte, wie warm sie war. Er drückte sie liebevoll an sich, beschützend, beruhigend. Eva schloss die Augen und genoss das Gefühl des gehalten werden. Janek küsste Eva an die Schläfe und streichelte ihre Arme. Sie würden sich erst einmal nicht von hier fortbewegen. Eva war noch zu zitterig um aufzustehen und Janek wollte seiner Frau nicht von der Seite weichen. Dies war für beide ein unglaubliches und sehr intensives Erlebnis gewesen, welches es erstmal zu verarbeiten galt. Janek durchtrieb immer noch ein schlechtes Gewissen, dass er Eva zu sehr gekitzelt und nicht mitbekommen hatte, dass sie fast erstickt wäre. Doch Eva hatte eben einen Kick erlebt, den sie noch nie in ihrem Leben verspürt hatte. Die Unbeweglichkeit, dem Gekitzelt werden dermaßen ausgesetzt zu sein, … Bevor sie vor Erschöpfung einschlummerte, drehte sie ihren Kopf leicht in Janeks Richtung.
„Das nächste Mal bist du dran!“, murmelte sie lächelnd und schloss schließlich die Augen. Janek grinste stumm vor sich hin bei diesem Gedanken. Ob Eva das ernst meinte?
Er wusste es nicht …
So auch diesen Abend. Im Fernseher lief ein Film mit Brad Pitt, den Eva absolut sexy fand. Dies gab sie auch immer wieder deutlich zu verstehen, in dem sie genussvoll seufzte, wann immer Brad in Großaufnahme zu sehen war. Janek wusste, dass dies ein Schauspieler aus Hollywood war, unerreichbar für eine einfache Frau wie Eva. Trotzdem wurmte es ihn sehr, dass seine Ehefrau derart von einem anderen Mann schwärmte. Der Fernseher stand gegenüber dem kuscheligen Sofa im Wohnzimmerschrank. Links und rechts von ihm waren Glastüren, hinter denen die Sektgläser und andere gläserner Hingucker standen. Die Rückwand des Schrankes war aus dunklem Holz und so konnte man sich in diesen Glastüren spiegeln. Eva nutzte diesen glücklichen Nebeneffekt oft, wenn sie mit Janek ausgehen und noch einmal schnell Frisur und Make-up checken wollte, ohne noch mal ins Badezimmer zu gehen. So kam es nun, da beide vor dem Fernseher auf dem Sofa lagen, dass Eva Janeks Gesicht in der linken Glastür gespiegelt sah. So konnte sie mitkriegen, wie Janek einmal seine Augen genervt verdrehte, als Eva über Brad Pitts Großaufnahme seufzte. Eva, die sich einen kleinen Spaß selten verkneifen konnte, seufzte nun doppelt so oft, auch wenn Brad nur in einer kleinen Aufnahme zu sehen war. Manchmal kam ihr auch ein „Oh, Brad!“, über die Lippen, worauf sie sah, dass Janek erneut die Augen verleierte. Bis jetzt hatte Eva sich ganz gut jegliche Reaktion verkniffen, doch nun musste sie ungehalten kichern. Gleich darauf presste sie ertappt die Lippen aufeinander und grinste verstohlen. Janek sah verwundert zu seiner Frau um den Grund zu erfahren, warum sie gekichert hatte. Eva grinste scheinheilig und warf Janek einen Luftkuss zu. Doch der lies sich nicht abwimmeln. Eva kicherte nie ohne Grund und die Szene im Film war auch nicht sonderlich witzig gewesen.
„Wieso kicherst du?“, fragte Janek skeptisch nach.
Eva grinste.
„Ich habe dich durch die Glastür beobachtet!“, gestand sie schmunzelnd.
„Wobei beobachtet?“, wollte Janek wissen.
„Oh, Brad!“, kicherte Eva und äffte Janeks Augenrollen nach.
Janek schaute seine Ehefrau ungerührt an. Seine Gesichtszüge waren endgeistert und kalt. Für einen kurzen Moment glaubte Eva, ihr Mann wäre nun eingeschnappt und gekränkt darüber, dass sie ihn mit der Schwärmerei für Brad derart aufgezogen hatte. Gerade wollte sie sich für ihre Missetat entschuldigen, als Janek plötzlich, wie nach einem Startschuss, aus seiner eben noch gemütlichen Liegeposition hochschoss und sich auf seine Frau warf. Eva schrie erschrocken los, denn damit hatte sie natürlich nicht gerechnet. Kurz über Eva bremste Janek sich mit den Händen auf dem Sofa ab und lag nun bedrohlich nah über ihr, beinah Nase an Nase.
„Du wagst es, mich zu veralbern, junge Frau?“, knurrte er spaßig und seine Augen blitzten frech. Eva kicherte wie ein kleines Mädchen und versuchte sich unter Janek hervorzumogeln.
„Aber nein, mein Schatz!“, versuchte sie ihren Mann zu besänftigen.
„Das kam aber eben anders rüber!“ Janek grinste teuflisch.
„Du weißt, veralbern des Ehemannes steht auf der Liste für ganz grauenvolle Bestrafungen!“
Eva wusste sofort worauf Janek hinauswollte und schüttelte lachend den Kopf.
„Denk nicht mal dran! Vergiss es!“, protestierte sie mit einem Anflug von Panik und stemmte ihre Hände gegen Janeks Brust um ihn von sich weg zuschieben.
Doch schon war Janek zur Stelle und packte Evas Handgelenke. Noch in der gleichen Sekunde drückte er beide Arme nach oben und presste sie aufs Sofa.
„Keine Chance, meine Liebe!“, freute er sich und zuckte mit den Augenbrauen.
Eva wusste sich nicht anders zu helfen, als indem sie anfing zu jammern.
„Bitte Schatz, mach das nicht! Du weißt, wie kitzlig ich bin! Das ist gemein!“
Doch Janek war taub für jegliche rausrederei. Er würde Eva nun schön durchkitzeln, genau wie sie es verdiente für solch eine Frechheit. Und daran führte kein Weg vorbei. Er hob kurz den Kopf und sah sich um. Dann sah er wieder zu Eva herab, deren Augen sich vor Panik geweitet hatten.
„Hast du ein Glück, dass es hier keine Bettpfosten gibt, an die ich dich fesseln kann!“
Eva wurde es warm und kalt zugleich, als sie diese Worte von ihrem Mann hörte.
Sofort bekam sie wieder dieses seltsame Bauchkribbeln wie sie es damals bekam, als Janek sie ans Bett gefesselt hatte.
„Am Bett gibt’s Bettpfosten!“, kam es über ihre Lippen, bevor sie nachdenken konnte.
Janek schaute seine Frau überrascht an und lies für einen Moment sogar ihre Hände los.
„Wie jetzt?“
Eva wurde knallrot, roter als eine Tomate. Scham und Vorfreude wechselten sich ab. Janek konnte nicht glauben, was er eben gehört hatte.
„Du meinst, wir sollen…!“, fragte er, immer noch total überrascht.
„Lass es uns machen wir in unserer Hochzeitsnacht!“, bot Eva an, immer noch rot im Gesicht. Janek konnte es kaum glauben. Sofort sprang er vom Sofa, hob seine Frau auf seine Arme und trug sie ins Schlafzimmer. Dort angekommen, warf er sie vorsichtig aufs Bett. Eva lachte über Janek. Wie übermütig er doch sein konnte. Janek holte indes die Handschellen aus dem Nachtschränkchen. Er hielt sie baumelnd in die Luft und grinste. Eva hatte derweil das Bett zurecht gemacht, also die Kopfkissen beiseite gelegt und auch die Decken neben das Bett gelegt. Nun saß sie auf der blanken Matratze. Janek musste erstmal diesen Anblick verarbeiten. Er stand einfach nur da, starrte seine wunderschöne Frau an, welche auf einem leeren Bett saß und sah sie quasi schon gut fixiert und lachend dort herumzappeln. Auch er wusste nicht, ob er schwitzen oder frieren sollte. Diese Frau war einfach der Wahnsinn. Nachdem er diesen Anblick genug verarbeitet hatte, kletterte er zu Eva aufs Bett, küsste sie, streichelte mit einer Hand durch ihre offenen, blonden Haare und über ihre rosigen Wangen.
„Ich liebe dich so sehr!“, sagte er ganz befangen.
Eva lächelte und statt zu antworten, erwiderte sie sanft den Kuss und drückte Janek dabei fest an sich. Auch er schloss Eva in seine Arme. Irgendwann beendete Eva den Kuss mit einem Lächeln, rutschte ein Stück nach unten und legte sich auf die Matratze.
„Wie soll ich mich hinlegen? So wie damals?“
Janek nickte. Er war nicht im Stande zu sprechen. Zu sehr überwältigte ihn mal wieder alles. Eva wusste noch genau, wie sie damals hier gelegen hatte. Gleich lag sie langgelegt auf der Matratze und streckte die Arme nach oben, zur Bettkante. Sofort war Janek zur Stelle und legte ihr die Handschellen an, welche er wieder hinter einer Holzlatte entlang führte.
´Ach dieser Anblick. Herrlich. Eva so hilflos und sexy und so kitzlig!´ , dachte er bei sich. Gerade wollte er sich wieder auf Evas Beine setzen.
„Kannst du die nicht auch irgendwie festmachen?“, fragte Eva unerwartet.
Janek glaubte, er sei im falschen Film! Besser gesagt, im richtigen Film, im goldrichtigen Film. Eva erfüllte ihm ein Wunsch nach dem anderen und das, ohne das er etwas sagen musste. Sein Herz schien ihm vor Aufregung fast aus der Brust zu springen.
„Natürlich…. Ehh… klar…. Selbstverständlich!“, stammelte er grinsend und sah sich eilig um, um etwas ins Auge zu fassen, womit er Evas Beine fixieren konnte.
Sein Blick schweifte die Bademäntel von ihm und Eva, welche nebeneinander an Kleiderbügeln am Kleiderschrank hingen. Dort blieb sein Blick stehen und sein Mund verzog sich zu einem breiten Grinsen. Sofort war er vom Bett aufgesprungen, eilte zum Kleiderschrank, zerrte nervös beide Bademantelgürtel aus den Schlaufen und kam zurück zum Bett. Eva schmunzelte und sah dabei zu, wie Janek ihre Beine, eins nach dem anderen, ausgestreckt und leicht gespreizt, an die unteren beiden Bettpfosten fixierte. Je mehr Eva die Unbeweglichkeit und Gestrecktheit verspürte, umso stärker wurde das Kribbeln in ihrem Bauch. Die Aufregung ging ihr durch und durch. Beim letzten Mal war sie wenigstens noch etwas beweglich, auch wenn Janek auf ihren Beinen gesessen hatte, doch diesmal war sie gänzlich unbeweglich. Ein leichtes Ziehen an den Fixierungen bestätigte dies. Außer einen kleinen Ruck konnte sie nichts ausrichten. Weder die Arme, noch die Beine konnte sie anziehen oder wegdrehen. Zwar wurde ihr davon etwas mulmig, doch nun waren sie so weit gegangen, nun gab es kein zurück mehr. Klar, wenn sie nun sagen würde, sie wollte nicht mehr und Janek sollte sie losbinden, täte er dies ohne mit der Wimper zu zucken. Aber sie wusste, wie enttäuscht er dann wäre, auch wenn er es zu verstecken versuchte. Janek ging einen Schritt vom Bett wegwärts und besah sich sein „Werk“.
Es war zu schön um wahr zu sein. In seinen Fingerspitzen kribbelte es schon, am liebsten würde er sich sofort auf sie stürzen und loskitzeln. Doch er dachte auch an Evas Unerfahrenheit und er wollte sie auf keinen Fall überrumpeln.
Also ging er gelassen und ruhig zurück zum Bett, setzte sich neben Eva auf die Bettkante, beugte sich über sie und gab ihr einen letzten zärtlichen Kuss. Als ihre Lippen sich berührten, konnte er ein leichtes Zittern ihres Mundes verspüren.
Sofort richtete er sich wieder auf.
„Hast du Angst?“, fragte er besorgt.
Doch Eva schüttelte den Kopf.
„Nein, ich habe keine Angst, mein Schatz!“
„Warum zitterst du dann?“
Eva lachte süß.
„Weil ich aufgeregt bin!“, erklärte sie ihrem Gatten.
Janek schmunzelte erleichtert. Die Aufregung konnte er durchaus nachempfinden.
Noch einmal musterte er sie von oben nach unten und zurück. Dann rutschte er noch etwas weiter aufs Bett und kniete sich neben Eva. Diese atmete tief durch, so dass sich ihr schlanker Bauch, der etwas hervor schaute, hob und senkte. Janek wusste vor lauter Aufregung nicht, wo er zu kitzeln anfangen sollte. Diesmal wollte er den ganzen Körper kitzeln, nicht umsonst hatte er Eva in solch aufreizender Position gefesselt. Vor allem ihre hübsch gepflegten Füße sollten eine kitzlige Massage abbekommen. Allein bei dem Gedanken daran, wurde ihm ganz warm. Er lächelte stumm vor sich hin.
„Was ist? Fängst du nun an?“, riss Eva ihn schließlich aus den Gedanken.
Janek schaute in Evas fröhliches Gesicht.
„Du kannst es wohl kaum noch erwarten, was?“, grinste er und schon führte er seine beiden Hände vorsichtig an Evas Seiten heran und begann, zaghaft und leicht in die weiche Haut und kneifen, knapp unterhalb der Rippen. Eva warf den Kopf in den Nacken und verkniff sich merklich einen kleinen Schrei, kicherte und schüttelte sich leicht hin und her.
„Ach ich liebe deine Kitzligkeit, habe ich dir das schon mal gesagt?“, fragte Janek, ohne das Kneifen zu unterbrechen und lies seine Finger dabei auch etwas abwärts wandern, kneifend Richtung Hüfte. Eva hatte Janeks Frage glatt überhört, weil sie zu sehr damit beschäftigt war, sich zu konzentrieren um nicht zu lachen. Janek merkte die Anspannung in Evas Körper.
´Na warte, dir werde ich helfen!´, dachte er sich und ohne Vorwarnung, griff er mit allen 10 Fingern kräftig in Evas Seiten und kitzelte sie rauf und runter. Augenblicklich wich jede Anspannung aus Evas Körper, auf diesen Angriff war sie nicht vorbereitet und schon zerrte sie wie verrückt an den Fesseln und lachte aus vollem Hals. Zwischendurch kam ein hysterisches Nein oder Stopp über ihre Lippen, was aber immer wieder im Lachen unterging. Doch auch dies überhörte Janek absichtlich und grub mit einem sadistischen Grinsen im Gesicht seine Finger immer wieder kräftig in Evas Seiten. Bis diese irgendwann tief nach Luft schnappte und derart schrill kreischte und lachte, dass Janek ebenfalls lachen musste und aufhörte. Eva verschnaufte wie nach einem 100-Meter-Lauf. Ihr Herz raste. Sie pustete eine ins Gesicht gefallene Locke bei Seite.
„Und das ist erst der Anfang!“, prophezeite Janek sogleich.
„Bist du verrückt?“, lachte Eva, immer noch ganz außer Atem.
„Ja, verrückt nach deinem Lachen!“, antwortete Janek keck und schon fanden seine Fingerspitzen den Weg zu Evas flachem Bauch, wo sie sofort zärtlich herum kitzelten. Eva versuchte den Bauch einzuziehen, doch da sie auch lachen musste, reichte ihre Luft in der Lunge nicht ganz aus und sie musste prustend nachgeben. Nachdem Janek sich auch hier genügend ausgetobt hatte und Eva vor lauter kichern und glucksen schon ganz rot im Gesicht war, gönnte er ihr erneut eine Pause. Diese war dringend notwendig. Eva machte mehrere tiefe Atemzüge, um wieder einigermaßen zur Ruhe zu kommen. Sie versuchte sich zu räkeln, etwas die Position zu verändern, doch die geschickte Fesselung lies das nicht wirklich zu. Janek genoss indes, wie Eva sich in ihrer Fixierung wand, wie ihr schöner, sexy Körper sind leicht drehte und bewegte. Er konnte nicht verleugnen, dass ihn das auch irgendwie anmachte. Er genoss noch einen Moment diesen Anblick, dann fand er, hatte sich Eva genug ausgeruht. Doch diesmal wollte er ein Stück an ihrem sexy Körper tiefer wandern, den Bauch und die Seiten hatte er nun genug gekitzelt und außerdem hatte er sich in der Hochzeitsnacht schon genug diesen Stellen gewidmet. Nun wollte er auch andere Regionen ihres kitzligen Körpers unter die Lupe nehmen. Mit seiner linken Hand kniff er Eva in den Oberschenkel, worauf diese mit einem lachenden Schrei reagierte. Ihre Beinmuskulatur spannte sich sogleich an und er spürte, wie sie an der Fußfesselung zerrte.
„Mach das nicht, dass ist furchtbar!“, bat Eva lachend, denn dieser Kniff war ihr wirklich durch Mark und Bein gegangen.
„Was soll ich nicht machen, das?“, fragte Janek schelmisch und schon wiederholte er die Tat. Erneut quiekste Eva schrill und lachte, zappelte in ihrer Fesselung herum und schüttelte hastig den Kopf. Janek lachte amüsiert und kniff gleich noch in den anderen Oberschenkel. Als wäre dieser kitzliger als der andere, lachte Eva gleich noch gellender. Was für ein köstliches Schauspiel. Spielerisch lies Janek seine Finger an Evas Bein herabwandern, knetete und massierte ihre Kniescheiben, untersuchte jeden cm und Eva kam vor lauter lachen und prusten kaum noch zum atmen. Nicht in der Lage die Beine auch nur ein kleines Stück anzuwinkeln oder wegzudrehen, musste sie es über sich ergehen lassen. Selber mit einem fröhlichen Lachen im Gesicht beobachtete Janek Evas Gesichtszüge, wie sie lachte und die Augen zusammenkniff, den Kopf hin und her warf und wie ihre blonden Locken dabei immer wieder in ihr Gesicht fielen. Inzwischen verwendete Janek sogar beide Hände, knetete beide Beine zwischen Knie und Oberschenkel auf und ab, gönnte Eva kaum einen Moment der Ruhe. Das Zucken und Zittern ihres Körpers, gepaart mit dem verzweifelten Zerren, die Muskelanspannungen und obendrein ihr durchdringendes pausenloses Lachen und quietschen spornten ihn mehr und mehr an. Letztlich zeigte er sich aber doch gnädig und nahm beide Hände von Evas Beinen. Sofort wich sämtliche Anspannung aus ihr und sie fiel in sich zusammen, kichernd und nach Luft ringend. Ihre Wangen waren herrlich gerötet, ihre Haare zerzaust von der herum winderei.
„Bitte nicht mehr die Beine!“, bat Eva, nachdem sie einigermaßen wieder zu Atem gekommen war. Sie sah Janek dabei derart flehend an, dass dieser nur nachgebend nicken konnte.
„Das kitzelt ja furchtbar!“, fügte Eva stöhnend hinzu und lächelte.
Janek grinste. Er wusste, dass dies furchtbar kitzelte. Doch genau das wollte er Eva ja zuteil werden lassen. Diesmal wusste sie ja was auf sie zukommen würde, diesmal musste er nicht ganz so vorsichtig mit ihr umgehen und außerdem hatte sie es ja auch verdient. Während Eva noch damit beschäftigt war, ihre Lunge mit Sauerstoff zu füllen und die Haare aus ihrem Gesicht zu pusten, musterte Janek erneut ihren Körper. Er suchte mit den Augen eine neue Stelle, der er sich zuwenden konnte. Und er wurde ziemlich schnell und zielsicher fündig. Unterhalb der Knie gab es kaum eine Stelle, die kitzliger sein könnte als die Füße. Sie waren die Krönung an Evas Körper. Gepflegt und hübsch, nicht zu klein, nicht zu groß, Schuhgröße 38 und schöne, wohlgeformte Zehen. Zwar liebte Janek lackierte Nägel an weiblichen Füßen über alles, doch Eva stand nicht auf derartige Bemalungen und so waren beide Füße wie Mutter Natur sie geschaffen hatte. Da Eva im Sommer gerne Flip Flops trug, war es für sie selbstverständlich, dass sie auf eine gute Fußpflege achtete. Janek rutschte auf der Matratze ein Stück abwärts, Richtung Evas Füße und bei Eva blieb das nicht unbemerkt. Sie hob den Kopf an und versuchte an sich herab zu sehen, um verfolgen zu können, was Janek tat. Dieser war mit den Augen auf Evas Füße fixiert und war nun rutschender Weise an der unteren Bettkante angekommen. Die Bademantelgürtelfesselung schmiegte sich weich aber unnachgiebig um Evas schlanke Knöchel und ihre hübschen Füße waren hilflos ausgeliefert.
´Welch ein Anblick!´ , dachte sich Janek.
„Bist du bereit für die nächste Runde?“, fragte er seine Frau, der die Anstrengungen der letzten Minuten anzusehen war. Eva nickte aber tapfer und lächelte.
„Nur sei nicht so fies zu mir!“, bat sie nachträglich.
Janek lächelte.
„War ich jemals fies zu dir?“, fragte er ironisch und lachte, als Eva ihn böse anfunkelte.
Doch dann widmete er sich endlich der schönsten Kitzelstelle zu, die er sich bis zum Schluss aufgehoben hatte. Er begann jedoch erstmal damit, den ihm zugewanden Fuß zärtlich zu streicheln und zu massieren. Beide Daumen lies er kreisend über Evas Ballen massieren, während die Finger den Fuß hielten. Eva genoss diese Massage und für einen kurzen Moment vergaß sie sogar, was ihr in den nächsten Sekunden blühen würde. Doch Janek wollte diesen Moment nicht all zu schnell ausreizen. Alleine die weiche Fußhaut unter den Fingern zu spüren war für ihn schon das Highlight schlecht hin. Er beobachtete Eva dabei, wie sie sichtlich genoss, die Augen dabei geschlossen hatte und ein leichtes Lächeln sich um ihre Lippen abzeichnete. Doch selbst der schönste Genuss lies sich noch Toppen, zumindest für Janek, und so löste er eine Hand von Evas Fuß, hielt diesen nur noch mit einer Hand sanft fest und streichelte mit den Fingerkuppen der anderen Hand so zärtlich wie er konnte, über die Sohle. Ein leichter Ruck durchfuhr Evas Bein, ihr entspanntes Gesicht verzog sich zu einer verkniffenen Schnute und sie grinste. Automatisch grinste Janek mit. Spielerisch kribbelnd verweilte er mit seinen Fingern an der weichen Sohle und entlockte Eva ein leises Kichern. Doch gerade als er aufwärts wanderte, begann der schlanke Fuß sich zu wehren, hin und her zu zappeln, sich vor und zurück zu biegen, jedoch ohne Entkommenserfolg. Zielsicher setzten die Finger ihr kribbeliges Spiel an den Zehen fort und nun war es für Eva unmöglich, sich zu beherrschen. Quietschend und kichernd zog sie an den Fesselungen, versuchte das Bein zu drehen, irgendwie den Fuß für ein paar Sekunden der Kitzelei zu entziehen. Janek blieb Eva hartnäckig im wahrsten Sinne des Wortes auf den Fersen, denn dort steuerten seine Finger nun hin, über die weiche Sohle bis hinab zur Ferse, die er ebenfalls mit zärtlichem Kitzeln bedeckte. Das Ziehen und Zerren am Bein wurde zunehmend stärker und auch Evas kichern wuchs immer mehr zu einem Lachen heran. Bis Janek schließlich immer schneller die gesamte Fußsohle auf und ab kitzelte. Da gab es für Eva kein Halten mehr. Sie lachte aus voller Kehle, zappelte hilflos in ihrer Fesselung und ihr Fuß zuckte unkontrolliert in alle Richtungen. Janek begann zu schwitzen vor lauter Aufregung. So sehr machten ihn diese enorme Reaktion und das Gefühl des kitzligen Fußes unter den Fingern an. Schnell, ohne das Eva es direkt mitbekam, sie war eh damit beschäftigt, lauthals zu lachen, kniete Janek sich zwischen Evas gespreizte Beine und konnte nun beide Fußsohlen synchron kitzeln. Diese zappelte und lachte immer hektischer und hilfloser, wusste kaum noch wie ihr geschah, wo oben oder unten war. Sie spürte nur noch dieses starke kitzeln an beiden Fußsohlen, welches durch ihren ganzen Körper jagte und sie laut und pausenlos zum Lachen brachte. Janek kitzelte sich regelrecht in Rage. Diese Position, dieser Anblick, dieses Gefühl, das Lachen, welches durch das Zimmer schallte. Er war wie benebelt von soviel aufregenden Eindrücken, dass er gar nicht mitbekam, wie Eva verzweifelt nach Luft zu schnappen versuchte. Erst als diese sich an ihrem eigenen Lachen verschluckte und krampfhaft zu Husten begann, wurde er aus seinem Zustand herausgerissen und hörte sofort auf zu kitzeln. Eva hustete weiter, warf den Kopf bei Seite, versuchte sich zusammen zu ziehen, verkrampfte und holte schließlich tief Luft und lies ein erschöpftes und erleichtertes Stöhnen folgen. Schließlich sank sie erschöpft zusammen, lag nur noch da, atmete hörbar, ihr Bauch hob und senkte sich in raschen Abständen. Ihre Mundwinkel zuckten noch von dem pausenlosen Lachen. Janek konnte für einen Moment gar nicht reagieren. Er saß nur da, starrte seine Frau an, wie sie versuchte sich zu sammeln. Ein Gefühl von Schuld, Erschrecken und Lust durchraste ihn, so dass seine Hände zitterten. Schließlich kletterte er zwischen Evas Beinen hervor, krabbelte auf der Matratze nach oben zum Kopfende und legte sich neben seine Frau, streichelte ihre verschwitzte Stirn und küsste ihre glühend-warme Wange.
„Es tut mir Leid, mein Schatz!“, flüsterte er betreten in Evas Ohr.
Doch Eva war noch nicht im Stande zu antworten, sie wollte erstmal nur tief durchatmen. Bald hatte sie sich wieder beruhigt und legte den Kopf zur Seite, sah in Janeks schuldbewusstes Gesicht. Er war zu weit gegangen, dass sollte doch nie passieren.
„Schatz, …!“, sagte Eva erschöpft, aber leicht lächelnd. „Das war geil!“
Janek zog unsicher die Augenbrauen zusammen und schaute Eva fragend an.
„Aber ich habe dich zu sehr gequält, du wärst mir fast erstickt!“, murmelte er bestürzt.
Eva schmunzelte und formte ihre Lippen zu einem Kussmund. Janek zögerte einen Augenblick, doch dann kam er näher und küsste Eva auf ihre Lippen. Eine ganze Weile blieben Janek und Eva so liegen, küssten sich zärtlich. Irgendwann löste sich Janek von Evas Lippen, setzte sich hoch und öffnete die Handschellen. Langsam nahm Eva die Arme wieder herunter, rieb sich die leicht geröteten Handgelenke und setzte sich auf. Janek krabbelte schnell noch zum Bettende und löste dort auch beide Bademantelgürtel-Fußfesseln. Eva war froh, sich wieder frei bewegen zu können und kugelte sich auf der Matratze schützend zusammen. Janek warf die Bademantelgürtel nur schnell bei Seite, krabbelte dann wieder zu seiner Frau, legte sich hinter sie und umarmte sie. Er spürte wie ihr Herz noch immer klopfte, wie warm sie war. Er drückte sie liebevoll an sich, beschützend, beruhigend. Eva schloss die Augen und genoss das Gefühl des gehalten werden. Janek küsste Eva an die Schläfe und streichelte ihre Arme. Sie würden sich erst einmal nicht von hier fortbewegen. Eva war noch zu zitterig um aufzustehen und Janek wollte seiner Frau nicht von der Seite weichen. Dies war für beide ein unglaubliches und sehr intensives Erlebnis gewesen, welches es erstmal zu verarbeiten galt. Janek durchtrieb immer noch ein schlechtes Gewissen, dass er Eva zu sehr gekitzelt und nicht mitbekommen hatte, dass sie fast erstickt wäre. Doch Eva hatte eben einen Kick erlebt, den sie noch nie in ihrem Leben verspürt hatte. Die Unbeweglichkeit, dem Gekitzelt werden dermaßen ausgesetzt zu sein, … Bevor sie vor Erschöpfung einschlummerte, drehte sie ihren Kopf leicht in Janeks Richtung.
„Das nächste Mal bist du dran!“, murmelte sie lächelnd und schloss schließlich die Augen. Janek grinste stumm vor sich hin bei diesem Gedanken. Ob Eva das ernst meinte?
Er wusste es nicht …
Donnerstag, 3. September 2009
Janek und Eva Teil 1
Vorgeschichte
Janek hatte Eva vor drei Jahren kennen gelernt.
Sie jobbte damals im Jugend-Cafe´ als Kellnerin und als er bei ihr einen Cappuccino Amaretto bestellte und dabei in ihre leuchtend grünen Augen sah, war es um ihn geschehen. Eva war das schönste Mädchen unter der Sonne, wobei sie mehr schon eine wunderschöne Frau war, statt nur ein Mädchen. Sie war 1,75m groß und hatte eine schlanke, gut proportionierte Figur, ein rundes, freundliches Gesicht, neckische Grübchen in den Wangen und eine nicht zu verachtende weibliche Ausstattung. Er schrieb ihr seine Telefonnummer auf die Serviette, welche an seinem Platz lag und kam seither jeden Tag wieder ins Cafe´, um einen Cappuccino Amaretto zu trinken. Eva hatte die Serviette mit der Telefonnummer wohl bemerkt und auch ihr war Janek nicht weniger aufgefallen. Seine braunen, liebevollen Augen, das sanfte Lächeln … Es dauerte auch nur wenige Tage, bis Eva sich einem Anruf wagte und sich mit Janek verabredete. Schon am ersten gemeinsamen Abend traf es beide wie der Blitz. Nach drei wundervollen und glücklichen Jahren der Liebe hielt Janek dann um Evas Hand an, denn er wusste, er wollte für immer mit dieser Frau zusammen sein! Und auch Eva wollte keinen Lebtag mehr ohne Janek verbringen und so heirateten sie.
Die Hochzeitsnacht
Janek war noch wie in Trance. Vor einigen Stunden hatte er noch mit Eva vor dem Pfarrer gestanden, mit zittrigen Beinen und klopfendem Herz. Hinter ihnen eine glückliche Verwandtschaft, weinende Eltern, stolze Geschwister. Und nun waren sie Mann und Frau! Janeks Leben, welches sonst immer in wilden Kurven und Loopings Achterbahn fuhr, war nun endlich zu einer ruhigen, ausgeglichenen Safari geworden. Es gab viel Neues und Spannendes zu entdecken, alles was er nur vom Hören/Sagen kannte, war ihm nun so zum greifen nah und real. Eva war seine absolute Traumfrau. Mit ihr hatte er endlich das gefunden, was er schon immer suchte: Die richtige Frau fürs Leben! Sie raubte ihm jeden Tag aufs Neue den Verstand und er wusste, er war nun wirklich von ganzem Herzen glücklich. Von Beginn der Beziehung an hatten Eva und er sich geschworen, sich alles zu sagen, keinerlei Geheimnisse voreinander zu haben und daran haben sich beide auch jeher gehalten. Doch Janek trug ein Geheimnis mit sich, welches er Eva erst vor einem halben Jahr zu offenbaren getraut hatte. Es war ein besonders intimes Geheimnis und auch wenn er zu dem stand wie er war, dachte und fühlte, so schämte er sich doch ein wenig dafür. Seit Janek denken konnte, hatte er eine Leidenschaft für das weibliche Lachen und er liebte es, wenn Eva lachte. Es ging ihm jedes Mal das Herz auf dabei. Er war fast schon süchtig danach. Darum nutzte er jede Chance, um sie zum Lachen zu bringen. Eine Art, Eva ihr schönes Lachen zu entlocken, bei der er auch nicht mal witzig sein musste, war kitzeln. Es klang verrückt, selbst für Janek, aber es zeigte wahre Wunder. Eva war nicht gerade wenig kitzlig und es reichte schon aus, mit der Hand ihre Seite zu streicheln, um ihr ein Kichern zu entlocken. Janek gefiel das. Es machte ihn regelrecht an. Eva war im ersten Moment nach Janeks Beichte erschrocken und verunsichert gewesen. Sie hatte natürlich auch vorher schon gemerkt, dass Janek sie auffällig oft kitzelte und nie eine Gelegenheit dafür ungenutzt gelassen hatte. Doch für sie war es nur Spaß, weil jedes Pärchen dieser Welt sich mal kitzelte und sie genoss dabei seine Nähe und seine Berührungen. Doch mehr konnte sie dem Kitzeln trotzdem nicht abgewinnen. Eine Zeit lang war das gut gegangen in der Beziehung. Janek hatte endlich sein Geheimnis Preis gegeben und fühlte sich viel freier. Eva akzeptierte, dass Janek es gefiel wenn er sie kitzelte, auch wenn sie nicht mehr dabei empfinden konnte. Doch bald merkte Janek für sich, dass die Lust am Kitzeln immer mehr wuchs. Irgendwann müsste der Tag kommen, an dem er Eva zeigen müsste, welche schönen Seiten es am Kitzeln zu entdecken gab. Lange hatte Janek sich darüber den Kopf zerbrochen. Doch bald hatte er eine Idee.
***
Endlich waren auch Evas Eltern, die letzten Gäste des Tages, nach Hause aufgebrochen. Die große Feier war zu Ende. Und zurück blieb ein großer Berg Abwasch, Chaos in der Küche, Chaos in der Stube und ein erschöpftes, aber überglückliches, frisch vermähltes Paar. Eva hatte sich auf die Couch im Wohnzimmer niedergelassen, welches einem Schlachtfeld glich. Der Tag war lang und aufregend gewesen. Das große Zittern vor der Zeremonie, die Knie wie Gummi in der Kirche, der Moment des „Ja, ich will“, auf den sie so lange gewartet hatte, die anschließenden Feierlichkeiten, alle Freunde und Verwandte die gekommen waren, die Geschenke, die Umarmungen, die Glückwünsche … Noch immer war Eva wie gefangen in dieser Traumwelt. In ihrem Kopf schwirrten tausend Bilder, Eindrücke und Gedanken. Zudem hatte sie wohl zu oft mit zu vielen lieben Menschen angestoßen, denn der Geschmack von Sekt auf ihrer Zunge und die Wirkung des Alkohols in ihrem Blut machten sie ganz müde. Janek war bis eben damit beschäftigt gewesen, alles Geschirr aus allen Zimmern einzusammeln und in der Küche zu stapeln. Als er damit fertig war, machte er sich auf die Suche nach seiner Frau. Er hatte sie zuletzt auf der Couch liegen sehen, als er die Sektgläser vom Stubentisch gesammelt hatte. Und genau dort lag sie jetzt noch immer. Sichtlich erschöpft und gekennzeichnet vom Tag. Sie hatte noch immer etwas Reis in ihren blonden Locken und die Sahne- und Schokoladenflecken, die von der Tortenschlacht mit Janek stammten, waren auf ihrem schönen Kleid bereits angetrocknet. Vorsichtig schlich sich Janek an seine frisch vermählte heran, kniete sich an ihrem Kopfende nieder und streichelte ihr schönes Gesicht. Eva lächelte mit geschlossenen Augen.
„Was für ein Tag!“, seufzte sie.
„Oh ja! Was für ein Tag! Endlich sind wir Mann und Frau!“, lächelte auch Janek.
Eva erschauderte und öffnete ihre Augen, um Janek anzusehen.
„Ich kann es noch gar nicht glauben!“, hauchte sie mit leiser Stimme.
Janek ging es ebenso. Doch die Erschöpfung stand auch ihm ins Gesicht geschrieben. Er sehnte sich nur noch nach seinem Bett und nach seiner Frau. Doch ans Schlafen wollte er noch nicht denken. Er hatte mit Eva noch etwas vor an diesem Abend. Etwas, was ihr nicht mal im Entferntesten einfallen würde. Eva war total ahnungslos. Klar, hatte diese sich ihre Hochzeitsnacht auch anders vorgestellt, als erschöpft einzuschlafen, aber nun wünschte sie sich nichts sehnlicher als ihr Bett, das weiche Kissen und die warme Bettdecke.
„Lass uns die Aufräumarbeiten Morgen machen!“, bot Janek an. „Lass uns ins Bett gehen!“
Eva nickte. Das war ihr mehr als Recht. Mühsam richtete sie sich wieder von der Couch auf. Janek bat darum, sich als Erstes umziehen und waschen zu dürfen. Eva war das gleich. Sie wartete, bis Janek fertig war, dann ging sie ins Bad. Janek hatte es nun eilig. Er wollte Eva noch überraschen und ihr eine ganz besondere Hochzeitsnacht bescheren. Also ging er schnell ins Schlafzimmer, verdunkelte den Raum, indem er die Rollos herunter lies. Aus seinem Nachtschränkchen holte er nun ein dutzend dunkelroter Duftkerzen hervor und verteilte sie auf den Nachtschränkchen, links und rechts des Ehebettes und auf dem Fensterbrett. Mit Streichhölzern entzündete er einen Kerzendocht nach dem anderen. Bald war das ganze Zimmer war in ein gold – rot – schimmerndes Lichtermeer getaucht und es fing allmählich an, dezent nach Rosen zu duften. Das Ambiente war perfekt für eine gelungene Nacht. Doch das Wichtigste für diesen Abend ließ Janek lieber noch versteckt in seiner Nachttischschublade. Er wollte Eva auf keinen Fall erschrecken oder überrumpeln.
Es dauerte auch nicht lange und Janek hörte, wie Eva das Badezimmer verließ und in die Küche ging. Nun war der Moment der Wahrheit gekommen. Schnell klopfte Janek die Kopfkissen noch ein wenig in Position und lockerte auch die Decken etwas auf.
Dann positionierte er sich an der Tür um Eva abzufangen. Als diese die Tür zum Schlafzimmer öffnen wollte, hielt Janek dagegen.
„Schließ die Augen!“, bat er seine Frau geheimnisvoll.
Eva wusste nicht wieso, war etwas überrascht, aber da ihr nichts anderes übrig blieb und sie anders wohl nicht in ihr gemütliches Bett kommen würde, schloss sie die Augen. Janek schaute durch den Türschlitz, ob Eva auch nicht schummelte, dann öffnete er die Tür. Vorsichtig nahm seine frisch Vermählte an die Hand und führte sie ins Schlafzimmer.
„Schön die Augen zulassen!“, erinnerte Janek nochmals.
Eva vertraute ihm, sie wusste, dass ihr nichts Schlimmes geschah. Der Duft von Kerzen stieg ihr in die Nase und sie spürte, dass sich die Atmosphäre in diesem Zimmer verändert hatte. Janek führte seine Gattin zum Bett und gab ihr durch seine vorsichtige Führung zu verstehen, dass sie sich auf das Bett sinken lassen sollte. Eva tastete sich mit beiden Händen langsam vorwärts, stets bemüht die Augen geschlossen zu halten, bis sie auf dem Bett lag.
„Und nun mein Engel!“, sagte Janek mit ruhiger Stimme. „Augen auf!“
Evas öffnete ihre Augen und verschwommen nahm sie das flackern der duzend Kerzen wahr und in welch romantischen Licht der ganze Raum gehüllt war.
„Oh, Janek!“, hauchte sie überwältigt. „Ist das schön!“
Janek lächelte. Der Ausdruck des Staunens und der Freude in Evas hübschem Gesicht war bezaubernd. Er kletterte zu seiner Frau auf das Bett und nahm ihre Hände.
„Schatz, ich möchte, dass unsere Hochzeitsnacht etwas ganz besonderes wird!“
Eva schaute ihrem Mann in die wunderschönen braunen Augen, in denen die vielen goldenen Kerzenscheine schimmerten. Sie war immer wieder überrascht, wie wenig sie Janek kannte. Sie hätte sich eigentlich denken müssen, dass an diesem Abend noch irgendetwas passierte.
„Irgendwas sagt mir, dass du etwas geplant hast!“, lächelte Eva verschmitzt und Janek nickte.
„Ich werde dich heute Nacht in eine neue, fremde Welt entführen!“, sprach er mit mystischer Stimme und Eva schaute ihren Gatten fragend an. Nun war es an Janek, endlich zu sagen, was er vorhatte. Er nahm all seinen Mut zusammen.
„Du weißt doch, dass ich einen Faible fürs Kitzeln habe, Schatz …“, begann er seinen Satz. Eva nickte und sie schien gleich zu wissen worauf Janek hinaus wollte.
„Du willst mich doch in meiner Hochzeitsnacht nicht etwa kitzeln?“, fragte sie vorsichtig.
Janek lächelte. Eva wirkte so süß, wenn sie unsicher war.
„Ich möchte dir meine Vorliebe einfach nur Nahe bringen, so dass du sie kennen lernst! Lass es uns einfach probieren! Wenn es dir gar nicht gefällt, höre ich auch sofort auf!“
Eva war sichtlich verunsichert. Sie sollte sich für etwas hingeben, was sie eigentlich nicht aushalten konnte. Für einen kurzen Moment wusste sie gar nicht zu antworten.
Janek ließ ihr die Zeit zum Überlegen, denn er wusste, dass Eva zum Kitzeln keine tiefer gehende Bindung hatte so wie er. Doch das wollte er mit dieser Nacht ändern.
Vielleicht würde es ihr ja sogar gefallen!
„Und wie stellst du dir das vor?“, fragte Eva nach einer Weile des Überlegens.
Janek freute sich innerlich, dass Eva doch Interesse zu zeigen schien, schließlich hätte sie auch ablehnen können. Äußerlich blieb er ganz ruhig. Er lächelte gelassen.
„Du lässt dich einfach fallen und den Rest erledige ich!“
„Ich kann mich nicht fallen lassen, wenn ich nicht weiß was passiert!“, klagte Eva.
„Es wird dir gar nichts passieren, Schatz!“, besänftigte Janek seine Frau.
„Wie bereits gesagt, wenn es dir nicht gefallen sollte, höre ich sofort auf!“
Eva grübelte. Sie schaute Janek an, der sie liebevoll anlächelte. Was hatte sie schon zu verlieren? Sie kannte Janek und wusste, er hielt immer was er versprach.
„Na gut!“, willigte sie schließlich ein.
Janeks Herz machte einen Freudensprung, am Liebsten wäre er seiner Frau um den Hals gefallen und hätte sie in die Kissen geknutscht, doch er blieb ganz sachlich und streichelte Eva über die Wange.
„Es wird dir gefallen, Schatz, ich verspreche es dir!“, lächelte er und beugte sich zu seinem Nachtschränkchen. Eva folgte ihm mit Blicken. Als sie sah, dass er plötzlich Handschellen hervor holte, wurde ihr ganz mulmig zumute. Sie waren umgeben mit lila Plüsch und hatten gepolsterten Innenseiten.
„Ist es okay für dich, wenn ich diese verwende? Oder lieber ohne?“, fragte Janek, der pures Entsetzen und Zweifel an der Entscheidung in Evas Gesicht las.
„Wo sollen die denn zum Einsatz kommen?“, wollte Eva wissen.
„Die sind für deine Hände, damit du nicht alle zwei Sekunden wegzuckst oder nach mir haust! Außerdem auch zu deinem eigenen Schutz, damit du dir nicht wehtust!“, erklärte Janek.
Eva musterte die lila Plüschhandschellen und schließlich legte sie sich ohne Worte aufs Bett. Sie schaute Janek abwartend an. Dieser konnte kaum glauben, dass sein Wunsch nun tatsächlich in Erfüllung ging! Seine Traumfrau mit diesem wunderschönen Körper und diesem wunderschönen Lachen lag nun vor ihm auf dem Bett, bereit, sich von ihm kitzeln zu lassen. Er konnte sich nicht satt sehen an diesem Anblick.
„Was nun? Möchtest du mich nur anstarren oder möchtest du auch etwas machen?“, fragte Eva kokett und lächelte Janek spitzbübisch an.
Janek lachte und griff nach Evas Händen. Er hob sie sachte nach oben über ihren Kopf und lies ihre Arme auf das Kopfkissen sinken. Er spürte dabei keinerlei Gegendruck von Eva, also schien sie damit einverstanden. Nun kamen die plüschigen Handschellen zum Einsatz. Janek wollte keine Zeit mehr verlieren, er wollte endlich diesen lange ersehnten Moment genießen und andererseits Eva auch in den Handschellen wissen, bevor sie es sich anders überlegte. Zärtlich legte er Evas linkes Handgelenk in eine der Schellen und lies den Verschluss zuschnappen. Das Bett, in dem Eva und Janek schliefen, hatte ein massives Holzgestellt. An den Bettkanten am Fuß- und Kopfende waren mehrere ca. 30 cm hohe und 5 cm dicke Sprossen, die in ein, mit schnörkeligen Schnitzereien verziertes, Holzrahmen übergingen. Die andere Schelle fädelte Janek nun um eine der Sprossen des Bettrandes herum, so dass sie hinter dieser entlang führte und ein herabziehen der Arme unmöglich war. Es sei denn Eva war so stark, um die Holzsprosse zu zerbrechen. Da dies nicht der Fall sein sollte, war Janek sicher, dass Eva aus dieser Position nicht herauskam. Die Füße fixierte Janek absichtlich nicht, denn er wusste, dass alleine die Handschellen für den ersten Tag des Kitzelns genug für Eva waren. Diese lag nun ganz ruhig da, die Arme über den Kopf gestreckt, in den Handschellen fixiert und nicht mehr in der Lage, sie herab zu ziehen. Da sie nun eigentlich hatte schlafen wollen, trug sie nur ein kurzes Höschen und ein Top mit Spagettiträgern. Durch die gestreckte Position war dieses sogar noch ein klein wenig hinaufgerutscht und ihr schlanker Bauch schaute ein Stück hervor. Es war ein atemberaubender Anblick für Janek. Ein leichtes Bauchkribbeln machte sich in Eva breit. Sie spürte die Aufregung in sich hochklettern. Was würde nun passieren? Wie weit würde Janek gehen? Würde er wirklich aufhören, wenn sie ihn darum bat? Dieser war damit beschäftigt, eine geeignete Position für sich zu finden, die ihm auf Dauer nicht zu unangenehm und ihm die Beine dabei nicht einschlafen würden. Er legte sich kurzerhand neben seine Frau und schaute sie erneut voller Freude an. Alleine, dass sie nun so vor ihm lag machte ihn ganz verrückt. Am liebsten würde er …. Aber er wollte und durfte nicht. Er wollte Eva vorsichtig und zärtlich an die schönen Seiten des Kitzelns heranführen, so dass sie es genießen und für schön empfinden konnte. So, dass es ihr am Ende vielleicht sogar so sehr gefiel, dass sie sich zu einem anderen Zeitpunkt nochmals darauf einlassen würde. Eva wartete gespannt ab was geschehen würde. Irgendwann hob Janek seine Hand und lies sie langsam und bedächtig über Evas Körper schweben, als wäre er ein Magier der versuchte seine schöne Assistentin zum Schweben zu kriegen. Eva starrte auf seine Hand. Sie beobachtete sie genau, wissend, dass sie jeden Moment wie ein Adler hinab schießen und sie kitzeln könnte. Doch Janek wollte nur Spannung aufbauen, was ihm zweifelsohne gelang. Längst war ihm aufgefallen, dass Eva Gänsehaut hatte. Nun war es Zeit, die Spannung ein wenig zu erhöhen. Und schon schwebte seine Hand ein wenig hinab und glitt nur noch ein paar Zentimeter über Evas Körper. Automatisch hielt diese die Luft an und zog den Bauch ein. Janek lächelte. Diese Reaktion war bezaubernd. Eva spürte die Spannung zwischen ihrem Körper und Janeks Hand, als bewegte sich ein Magnetfeld dazwischen. Wo die Hand auch hinschwebte, sie spürte dort ein leichtes Kribbeln und Wärme. Langsam begann sie wieder zu Atmen, da der Sauerstoff knapp wurde, doch der Bauch blieb eingezogen. Nun wagte Janek den entscheidenden Schritt, seine Hand sank noch etwas tiefer und seine Fingerkuppen streiften das Stück freigelegten Bauch. Eva kniff die Augen zusammen, als das zärtliche Streicheln zu spüren war. Janek wurde es warm und kalt gleichzeitig. Diese sanfte, zarte Haut in dieser Situation zu spüren war der Wahnsinn. Gleich lies er seine Finger noch mal über die Haut streicheln, diesmal aber bewusst ein längeres Stück und auch mit etwas mehr Druck. Eva zuckte merklich zusammen und sie konnte ein Kichern nicht verkneifen. Das leichte Kribbeln, was Janeks Finger in ihr auslösten, schoss ihr durch Mark und Bein. Auf was hatte sie sich da nur eingelassen?! Vorsichtig bewegte sie ihre Arme und drehte die Handgelenke in den Handschellen, doch die hielten was sie versprachen, nämlich ihre Arme an Ort und Stelle.
„Ist das so okay?“, wollte Janek wissen, der Evas leichte Gegenwehr merkte.
Eva nickte und lächelte. Bis jetzt war es doch relativ gut auszuhalten. Für Janek war dies das Zeichen, nun doch etwas mehr Gas zu geben und schon lies er seine Finger einer Spinne gleich das Stück freigelegten Bauch zwischen Top und Höschenbund herumkribbeln. Eva quietschte augenblicklich los und versuchte sich wegzukullern. Sofort zog Janek die Hand weg und Eva fiel wieder in die Kissen zurück.
„Soll ich lieber aufhören?“, fragte Janek sicherheitshalber nach.
Doch zu seiner großen Verwunderung schüttelte Eva den Kopf.
„Nein, nein, schon okay!“, lächelte sie.
Janek freute sich über diese Reaktion ihrerseits. Es ging leichter als gedacht, sie zu überzeugen, weiterzumachen. Gleich fand seine Hand wieder ihren Weg zu Evas flachem Bauch und erneut kribbelten seine Finger hauchzart über die Haut. Von der linken Seite quer herüber zur rechten Seite, über den Bauchnabel hinweg. Eva kicherte wie ein kleines Mädchen und diesmal blieb sie beharrlich liegen ohne wegzukullern. Janek schaute sie erfreut an und schon kribbelte seine Hand wieder zurück, von rechts nach links.
„Das kitzelt irgendwie schön!“, grinste Eva.
„Siehst du, ich habe doch gesagt, dass es dir gefällt!“, lächelte Janek zufrieden.
Nun wollte er aber nicht mehr so sehr vorsichtig sein und schon marschierten seine Finger geradewegs an Evas linker Seite nach oben, über ihre hervorgehobenen Rippenbögen. Das kitzelte nun doch scheinbar stärker als das leichte Kribbeln am Bauch. Quieksend und kichernd rutschte Eva nach rechts weg, doch Janeks Hand folgte ihr hartnäckig. Provokant bohrte er zwischen Evas Rippen in die weiche Haut.
Das war für Eva nun doch zu viel, mit einem schrillen Kichern zuckte sie ruckartig wegwärts und Janek lies nach. Er lächelte und streichelte Eva eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Bin ich dir zu grob?“, wollte er wissen, während seine Hand sanft über Evas Bauch strich.
Eva lächelte und schüttelte den Kopf. Ihr gefiel, wie Janek sich um sie kümmerte.
Nein, er war nicht zu grob. Klar, sie würde sich nun auf keinen Fall von ihm durchkitzeln lassen bis ihr die Luft wegbliebe, so sehr war sie dieser Materie nun doch noch nicht vertraut. Aber langsam fasste sie Vertrauen zu der Situation in der sie sich befand und zu dem, was ihr nun blühend sollte. Noch nie hatte sie kitzeln auf solch eine Art und Weise ausgelebt. Auch wenn sie schon seit geraumer Zeit wusste, dass Janek mit dem Kitzeln eine etwas seltsame Vorliebe in die Beziehung mitgebracht hatte, war dies für sie Neuland. Aber warum sollte sie ihm zu liebe dies nicht einfach mal ausprobieren? Schließlich war es ihre gemeinsame Hochzeitsnacht und die sollte schon etwas außergewöhnlicher ausfallen. Und dies WAR außergewöhnlich. Etwas, was sie eigentlich gar nicht aushalten konnte, weil sie zweifelsohne sehr kitzlig war, sollte sie freiwillig ertragen und dann auch noch wehrlos. Janek wartete, bis Eva sich wieder vollkommen entspannt hatte, soweit es ihre gefesselte Position zuließ. Dann setzt er da an wo er aufgehört hatte, an ihren wunderschön hervorschauenden Rippen. Er ließ seine Fingerkuppen die Rippenbögen entlang gleiten und Eva quietschte erneut, drückte sich weg und kicherte, doch diesmal folgte Janeks Hand der Bewegung seiner Frau und setzte mit der zärtlichen Streicherei fort. Er streichelte quer über Evas Brustkorb zur anderen Seite um dort die Rippen entlangzufahren und wie erhofft drückte Eva sich ihm kichernd entgegen. Doch wozu hatte Janek zwei Hände? Er zögerte für einen kurzen Moment, ob er damit vielleicht nicht zu weit gehen würde, doch dann packte er mit beiden Händen Evas linke und rechte Rippenbögen und ließ seine Fingerspitzen mit Druck auf und abgleiten. Entsetzt über dieses plötzlich viel intensivere Kitzelgefühl versuchte Eva sich lachend zurück zu ziehen, doch die Matratze auf der sie nun mal lag machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Vor ging es auch nicht, denn da warteten Janeks Finger darauf, noch fester anpacken zu können. Hilflos, wie ein Fisch an der Angel, zappelte Eva hin und her, schrill quieksend und lachend. Janek genoss ihre Reaktion und lächelte vor sich hin.
„Stopp, Janek, stopp!“, bat Eva, errötet im Gesicht und mit einem vergnügten Lachen im Unterton. Janek hörte sofort auf und nahm die Hände weg. Eva verschnaufte.
„Soll ich dich los machen?“, fragte Janek, denn für ihn war dieses Stopp endgültig. Doch ganz entgegen seiner Erwartungen schüttelte Eva grinsend den Kopf.
„Nein! Lass mich nur Luft holen!“, bat sie.
Janek sah sie schmunzelnd an. Ihr gefiel es also doch! Das freute ihn ungemein, denn so wusste er, dass er noch weiter gehen konnte, als nur das leichte Streicheln. Eva hatte sich bald wieder entspannt. Ihr Grinsen im Gesicht verriet unverkennbar, dass sie wieder bereit war. Insgeheim konnte Eva sich das selber nicht erklären, aber dieses Spiel des gekitzelt Werdens gefiel ihr. So schlimm, wie sie es sich immer vorgestellt hatte, war es nicht.
Nun hatten Janeks Finger ein neues Ziel auserkoren. Er setzte seine Finger wieder an Evas Rippen an, aber diesmal lies er sie, anstatt zu kitzeln, geradewegs nach oben spazieren, wo Evas glatt rasierte Achseln warteten. Eva verstand sofort wo der Hase, bzw. die Finger liefen. Reflexartig wollte sie die Arme herunterziehen, doch außer einem Ruck in den Armen blieb jede weitere Reaktion aus. Hart aber Herzlich wurde Eva wieder an die Handschellen erinnert. Und bevor sie dazu kommen konnte, sich eine andere Idee auszudenken, wie sie Janeks Fingern entkommen konnte, befanden diese sich schon auf der Zielgeraden und spazierten frohgemut direkt in ihre Achseln hinein. Was nun folgte, glich einer akrobatischen Zirkusnummer: Blitzartig drückte Eva mit ihren Beinen ihren Unterkörper in die Höhe um sich weg zuschieben, gleichzeitig drehte sich ihr Oberkörper sich um 90 Grad seitlich. Was dazu aus ihrem Mund kam, war eine Mischung aus entsetztem Kreischen und prustendem Lachen. Janek kannte diese Schwachstelle seiner Frau bereits. Während alltäglicher Neckereien war es ihm schon ab und zu mal gelungen, sie dort zu kitzeln und Eva hatte immer sehr intensiv reagiert. Ohne zu zögern stützte er sich aus seiner knienden Position hoch und setzte sich rittlings auf Evas Beine. Nun war ihr Bewegungsfreiraum erheblich eingeschränkt und Janek konnte das Kitzelspiel fortsetzen. Eva wusste gar nicht wie ihr geschah, als sie erneut Janeks Fingerspitzen auf ihrer empfindlichen Achselhaut spürte und sich nicht mal mehr bewegen konnte. Janek spürte jedes angestrengte Muskelzucken in Evas Beinen, doch er lies nicht locker. Immer schneller lies er seine Finger über die zarte Haut wandern, zwischen der Unterseite des Oberarmes und den Achselhöhlen auf und ab, mal kreisend, mal bohrend, und jedes Mal reagierte Eva heftiger. Lachend und quieksend zappelte sie so gut es ging herum, schnappte zwischendurch nach Luft um dann gleich weiter zu lachen. Janek wartete darauf, dass Eva wieder nach Stopp bettelte, doch diesmal schien sie gar kein Stopp zu wollen. Sie lachte aus vollen Kräften, glucksend und gackernd kam das schönste Lachen aus ihrem Mund und sie zappelte wie ein Fisch auf dem Trockenen. Janeks Hände machten hin und wieder einen Abstecher über Evas Seiten und vergaßen dabei auch die Rippen nicht. So schnell konnte Eva sich gar nicht umkonzentrieren, wie Janeks Hände herumhuschten. Kaum hatte sie sich an das eine Kitzeln gewöhnt, fing ein Neues an einer anderen Stelle an. Das war nun scheinbar doch zuviel. Eva hatte vor Lachen und vor Anstrengung schon ganz rote Wangen und nun schien sie nach Stopp rufen zu wollen. Janek erkannte ihre, jedes Mal wieder im Lachen untergehenden, Bemühungen und stoppte. Eva schnappte nach Luft wie eine vor dem Ertrinken gerettete. Dann sank sie kichernd in die Kissen zurück und verschnaufte mit geschlossenen Augen und einem Lächeln im Gesicht.
„Findest du meine Neigung immer noch so schlimm?“, fragte Janek kokett.
„Nein!“, erwiderte Eva, öffnete die Augen und sah zu ihrem Mann.
„Es ist schrecklich … aber es macht Spaß!“, grinste sie.
Janek lachte kurz und nickte.
„Ja, mir macht das genauso viel Spaß, glaub mal!“
„Es hätte mich eher verschreckt, wenn du auf Peitschenhiebe oder andere SM - Sachen gestanden hättest!“, rollte Eva mit den Augen um ihrer Ablehnung Ausdruck zu verleihen.
„Wäre das schlimm?“, grinst Janek spitzbübisch.
Eva sah ihren Mann irritiert an. Ihre Augen weiteten sich.
„Wie … das auch?!“ Janek begann zu lachen. Wie süß Eva doch sein konnte.
„Nein, Schatz, das war nur ein Scherz! Auf Schmerzen aller Art stehe ich genauso wenig wie du!“, versicherte er ihr gleich.
„Ohh, duuu!“, schimpfte Eva lachend und zerrte an ihren Handschellen.
„Wenn ich nicht gefesselt wäre, würdest du nun dein blaues Wunder erleben!“, knurrte sie.
„Na wie schlimm!“, grinste Janek. „Nur gut, dass ich hier immer noch die Macht habe!“
Und kaum ausgesprochen fanden seine Hände schnurstracks den Weg zurück zu Evas Rippen, wo er beherzt hineingriff und die Rippenbögen ausgiebig massierte. Eva spannte sich ruckartig an wie ein Flitzebogen und ehe sie protestieren konnte, fing sie wieder an zu lachen und versuchte Janek von sich herunter zu buckeln, doch der saß sicher wie ein Reiter im Sattel. Diesmal wanderten seine Hände auch hinab zu Evas nacktem Bauch, wo sie unaufhörlich umherkribbelten. Gackernd und lachend zappelte Eva auf ihrem Bett herum. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht genoss Janek die sich ihm bietende Szenerie. Eva schien sich immer mehr fallen zu lassen, sie wurde immer unbekümmerter, lachte aus voller Kehle und warf den Kopf mit ihren blonden Locken zwischen ihren hoch gestreckten Armen hin und her. Dieses Gefühl der zarten Finger ihres Mannes auf ihrem Körper machte sie schier wahnsinnig. Egal wo er sie anfasste oder streichelte, es kitzelte wie eine wild krabbelnde Armee Ameisen. Noch ein ganzes Weilchen hielt Janek seine wunderschöne und lachende Frau unter seinen kitzelnden Fingern zappeln und lachen, dann wurde er wieder zarter und langsamer, das Kitzeln wich einem Streicheln und schließlich glitten seine Hände mit den warmen Handflächen über Evas Oberkörper. Diese kicherte immer noch vor sich hin, obwohl er schon gar nicht mehr kitzelte, aber in ihr kribbelte noch jeder überreizte Nerv.
„Du glaubst gar nicht, wie sehr ich dein Lachen liebe!“, flüsterte Janek mit sanfter Stimme.
„Und du glaubst gar nicht, wie sehr ich dich liebe!“, hauchte Eva zurück.
Janek beugte sich wortlos zu seiner Gattin herab, stützte sich mit seinen Händen neben ihren Kopf und küsste sie liebevoll auf den Mund, was Eva zärtlich erwiderte. Danach suchte Janek in seiner Nachttischschublade nach dem Schlüssel für die Handschellen, löste Evas Handgelenke aus den Schellen und legte sie beiseite. Gleich drehte sich Eva auf die Seite und Janek legte sich zu ihr, umarmte ihren warmen Körper und drückte sie fest an sich.
„War das schön für dich?“, wollte er nach einer Weile der Ruhe wissen.
„Ja!“, sagte Eva lächelnd. „Es war verrückt, aber schön! Ich hätte nie gedacht, dass Kitzeln so schön sein kann!“
Janek lächelte und freute sich. Ja, das hätte er auch nie gedacht. Für ihn war das Kitzeln mit Eva ebenso eine tolle neue Erfahrung, wie für sie mit ihm. Insgeheim hoffte er, irgendwann würde Eva noch einmal dieses Spiel wagen, so dass er im Laufe ihrer Ehe noch öfters die Chance haben dürfte, sie so zu kitzeln. Doch im Moment wollte er nichts sehnlicheres mehr, als ihren Körper halten, ihren Duft atmen und ihre Wärme spüren.
Er liebte Eva so sehr und er dankte Gott, dass sie nun seine Frau war.
Und Eva? Sie hatte bereits die Augen geschlossen, lag in Janeks starken Armen und schlummerte vor sich hin. Ihr Mund formte noch immer ein Lächeln und in Gedanken fühlte sie noch immer sein zartes Kitzeln. Ein Gefühl, was ihr vorher so fremd und nun so vertraut war. Sie liebte Janek und kurz bevor sie in seinen Armen einschlief, dachte sie daran, wie es wäre … diesen Abend noch einmal zu erleben …
Janek hatte Eva vor drei Jahren kennen gelernt.
Sie jobbte damals im Jugend-Cafe´ als Kellnerin und als er bei ihr einen Cappuccino Amaretto bestellte und dabei in ihre leuchtend grünen Augen sah, war es um ihn geschehen. Eva war das schönste Mädchen unter der Sonne, wobei sie mehr schon eine wunderschöne Frau war, statt nur ein Mädchen. Sie war 1,75m groß und hatte eine schlanke, gut proportionierte Figur, ein rundes, freundliches Gesicht, neckische Grübchen in den Wangen und eine nicht zu verachtende weibliche Ausstattung. Er schrieb ihr seine Telefonnummer auf die Serviette, welche an seinem Platz lag und kam seither jeden Tag wieder ins Cafe´, um einen Cappuccino Amaretto zu trinken. Eva hatte die Serviette mit der Telefonnummer wohl bemerkt und auch ihr war Janek nicht weniger aufgefallen. Seine braunen, liebevollen Augen, das sanfte Lächeln … Es dauerte auch nur wenige Tage, bis Eva sich einem Anruf wagte und sich mit Janek verabredete. Schon am ersten gemeinsamen Abend traf es beide wie der Blitz. Nach drei wundervollen und glücklichen Jahren der Liebe hielt Janek dann um Evas Hand an, denn er wusste, er wollte für immer mit dieser Frau zusammen sein! Und auch Eva wollte keinen Lebtag mehr ohne Janek verbringen und so heirateten sie.
Die Hochzeitsnacht
Janek war noch wie in Trance. Vor einigen Stunden hatte er noch mit Eva vor dem Pfarrer gestanden, mit zittrigen Beinen und klopfendem Herz. Hinter ihnen eine glückliche Verwandtschaft, weinende Eltern, stolze Geschwister. Und nun waren sie Mann und Frau! Janeks Leben, welches sonst immer in wilden Kurven und Loopings Achterbahn fuhr, war nun endlich zu einer ruhigen, ausgeglichenen Safari geworden. Es gab viel Neues und Spannendes zu entdecken, alles was er nur vom Hören/Sagen kannte, war ihm nun so zum greifen nah und real. Eva war seine absolute Traumfrau. Mit ihr hatte er endlich das gefunden, was er schon immer suchte: Die richtige Frau fürs Leben! Sie raubte ihm jeden Tag aufs Neue den Verstand und er wusste, er war nun wirklich von ganzem Herzen glücklich. Von Beginn der Beziehung an hatten Eva und er sich geschworen, sich alles zu sagen, keinerlei Geheimnisse voreinander zu haben und daran haben sich beide auch jeher gehalten. Doch Janek trug ein Geheimnis mit sich, welches er Eva erst vor einem halben Jahr zu offenbaren getraut hatte. Es war ein besonders intimes Geheimnis und auch wenn er zu dem stand wie er war, dachte und fühlte, so schämte er sich doch ein wenig dafür. Seit Janek denken konnte, hatte er eine Leidenschaft für das weibliche Lachen und er liebte es, wenn Eva lachte. Es ging ihm jedes Mal das Herz auf dabei. Er war fast schon süchtig danach. Darum nutzte er jede Chance, um sie zum Lachen zu bringen. Eine Art, Eva ihr schönes Lachen zu entlocken, bei der er auch nicht mal witzig sein musste, war kitzeln. Es klang verrückt, selbst für Janek, aber es zeigte wahre Wunder. Eva war nicht gerade wenig kitzlig und es reichte schon aus, mit der Hand ihre Seite zu streicheln, um ihr ein Kichern zu entlocken. Janek gefiel das. Es machte ihn regelrecht an. Eva war im ersten Moment nach Janeks Beichte erschrocken und verunsichert gewesen. Sie hatte natürlich auch vorher schon gemerkt, dass Janek sie auffällig oft kitzelte und nie eine Gelegenheit dafür ungenutzt gelassen hatte. Doch für sie war es nur Spaß, weil jedes Pärchen dieser Welt sich mal kitzelte und sie genoss dabei seine Nähe und seine Berührungen. Doch mehr konnte sie dem Kitzeln trotzdem nicht abgewinnen. Eine Zeit lang war das gut gegangen in der Beziehung. Janek hatte endlich sein Geheimnis Preis gegeben und fühlte sich viel freier. Eva akzeptierte, dass Janek es gefiel wenn er sie kitzelte, auch wenn sie nicht mehr dabei empfinden konnte. Doch bald merkte Janek für sich, dass die Lust am Kitzeln immer mehr wuchs. Irgendwann müsste der Tag kommen, an dem er Eva zeigen müsste, welche schönen Seiten es am Kitzeln zu entdecken gab. Lange hatte Janek sich darüber den Kopf zerbrochen. Doch bald hatte er eine Idee.
***
Endlich waren auch Evas Eltern, die letzten Gäste des Tages, nach Hause aufgebrochen. Die große Feier war zu Ende. Und zurück blieb ein großer Berg Abwasch, Chaos in der Küche, Chaos in der Stube und ein erschöpftes, aber überglückliches, frisch vermähltes Paar. Eva hatte sich auf die Couch im Wohnzimmer niedergelassen, welches einem Schlachtfeld glich. Der Tag war lang und aufregend gewesen. Das große Zittern vor der Zeremonie, die Knie wie Gummi in der Kirche, der Moment des „Ja, ich will“, auf den sie so lange gewartet hatte, die anschließenden Feierlichkeiten, alle Freunde und Verwandte die gekommen waren, die Geschenke, die Umarmungen, die Glückwünsche … Noch immer war Eva wie gefangen in dieser Traumwelt. In ihrem Kopf schwirrten tausend Bilder, Eindrücke und Gedanken. Zudem hatte sie wohl zu oft mit zu vielen lieben Menschen angestoßen, denn der Geschmack von Sekt auf ihrer Zunge und die Wirkung des Alkohols in ihrem Blut machten sie ganz müde. Janek war bis eben damit beschäftigt gewesen, alles Geschirr aus allen Zimmern einzusammeln und in der Küche zu stapeln. Als er damit fertig war, machte er sich auf die Suche nach seiner Frau. Er hatte sie zuletzt auf der Couch liegen sehen, als er die Sektgläser vom Stubentisch gesammelt hatte. Und genau dort lag sie jetzt noch immer. Sichtlich erschöpft und gekennzeichnet vom Tag. Sie hatte noch immer etwas Reis in ihren blonden Locken und die Sahne- und Schokoladenflecken, die von der Tortenschlacht mit Janek stammten, waren auf ihrem schönen Kleid bereits angetrocknet. Vorsichtig schlich sich Janek an seine frisch vermählte heran, kniete sich an ihrem Kopfende nieder und streichelte ihr schönes Gesicht. Eva lächelte mit geschlossenen Augen.
„Was für ein Tag!“, seufzte sie.
„Oh ja! Was für ein Tag! Endlich sind wir Mann und Frau!“, lächelte auch Janek.
Eva erschauderte und öffnete ihre Augen, um Janek anzusehen.
„Ich kann es noch gar nicht glauben!“, hauchte sie mit leiser Stimme.
Janek ging es ebenso. Doch die Erschöpfung stand auch ihm ins Gesicht geschrieben. Er sehnte sich nur noch nach seinem Bett und nach seiner Frau. Doch ans Schlafen wollte er noch nicht denken. Er hatte mit Eva noch etwas vor an diesem Abend. Etwas, was ihr nicht mal im Entferntesten einfallen würde. Eva war total ahnungslos. Klar, hatte diese sich ihre Hochzeitsnacht auch anders vorgestellt, als erschöpft einzuschlafen, aber nun wünschte sie sich nichts sehnlicher als ihr Bett, das weiche Kissen und die warme Bettdecke.
„Lass uns die Aufräumarbeiten Morgen machen!“, bot Janek an. „Lass uns ins Bett gehen!“
Eva nickte. Das war ihr mehr als Recht. Mühsam richtete sie sich wieder von der Couch auf. Janek bat darum, sich als Erstes umziehen und waschen zu dürfen. Eva war das gleich. Sie wartete, bis Janek fertig war, dann ging sie ins Bad. Janek hatte es nun eilig. Er wollte Eva noch überraschen und ihr eine ganz besondere Hochzeitsnacht bescheren. Also ging er schnell ins Schlafzimmer, verdunkelte den Raum, indem er die Rollos herunter lies. Aus seinem Nachtschränkchen holte er nun ein dutzend dunkelroter Duftkerzen hervor und verteilte sie auf den Nachtschränkchen, links und rechts des Ehebettes und auf dem Fensterbrett. Mit Streichhölzern entzündete er einen Kerzendocht nach dem anderen. Bald war das ganze Zimmer war in ein gold – rot – schimmerndes Lichtermeer getaucht und es fing allmählich an, dezent nach Rosen zu duften. Das Ambiente war perfekt für eine gelungene Nacht. Doch das Wichtigste für diesen Abend ließ Janek lieber noch versteckt in seiner Nachttischschublade. Er wollte Eva auf keinen Fall erschrecken oder überrumpeln.
Es dauerte auch nicht lange und Janek hörte, wie Eva das Badezimmer verließ und in die Küche ging. Nun war der Moment der Wahrheit gekommen. Schnell klopfte Janek die Kopfkissen noch ein wenig in Position und lockerte auch die Decken etwas auf.
Dann positionierte er sich an der Tür um Eva abzufangen. Als diese die Tür zum Schlafzimmer öffnen wollte, hielt Janek dagegen.
„Schließ die Augen!“, bat er seine Frau geheimnisvoll.
Eva wusste nicht wieso, war etwas überrascht, aber da ihr nichts anderes übrig blieb und sie anders wohl nicht in ihr gemütliches Bett kommen würde, schloss sie die Augen. Janek schaute durch den Türschlitz, ob Eva auch nicht schummelte, dann öffnete er die Tür. Vorsichtig nahm seine frisch Vermählte an die Hand und führte sie ins Schlafzimmer.
„Schön die Augen zulassen!“, erinnerte Janek nochmals.
Eva vertraute ihm, sie wusste, dass ihr nichts Schlimmes geschah. Der Duft von Kerzen stieg ihr in die Nase und sie spürte, dass sich die Atmosphäre in diesem Zimmer verändert hatte. Janek führte seine Gattin zum Bett und gab ihr durch seine vorsichtige Führung zu verstehen, dass sie sich auf das Bett sinken lassen sollte. Eva tastete sich mit beiden Händen langsam vorwärts, stets bemüht die Augen geschlossen zu halten, bis sie auf dem Bett lag.
„Und nun mein Engel!“, sagte Janek mit ruhiger Stimme. „Augen auf!“
Evas öffnete ihre Augen und verschwommen nahm sie das flackern der duzend Kerzen wahr und in welch romantischen Licht der ganze Raum gehüllt war.
„Oh, Janek!“, hauchte sie überwältigt. „Ist das schön!“
Janek lächelte. Der Ausdruck des Staunens und der Freude in Evas hübschem Gesicht war bezaubernd. Er kletterte zu seiner Frau auf das Bett und nahm ihre Hände.
„Schatz, ich möchte, dass unsere Hochzeitsnacht etwas ganz besonderes wird!“
Eva schaute ihrem Mann in die wunderschönen braunen Augen, in denen die vielen goldenen Kerzenscheine schimmerten. Sie war immer wieder überrascht, wie wenig sie Janek kannte. Sie hätte sich eigentlich denken müssen, dass an diesem Abend noch irgendetwas passierte.
„Irgendwas sagt mir, dass du etwas geplant hast!“, lächelte Eva verschmitzt und Janek nickte.
„Ich werde dich heute Nacht in eine neue, fremde Welt entführen!“, sprach er mit mystischer Stimme und Eva schaute ihren Gatten fragend an. Nun war es an Janek, endlich zu sagen, was er vorhatte. Er nahm all seinen Mut zusammen.
„Du weißt doch, dass ich einen Faible fürs Kitzeln habe, Schatz …“, begann er seinen Satz. Eva nickte und sie schien gleich zu wissen worauf Janek hinaus wollte.
„Du willst mich doch in meiner Hochzeitsnacht nicht etwa kitzeln?“, fragte sie vorsichtig.
Janek lächelte. Eva wirkte so süß, wenn sie unsicher war.
„Ich möchte dir meine Vorliebe einfach nur Nahe bringen, so dass du sie kennen lernst! Lass es uns einfach probieren! Wenn es dir gar nicht gefällt, höre ich auch sofort auf!“
Eva war sichtlich verunsichert. Sie sollte sich für etwas hingeben, was sie eigentlich nicht aushalten konnte. Für einen kurzen Moment wusste sie gar nicht zu antworten.
Janek ließ ihr die Zeit zum Überlegen, denn er wusste, dass Eva zum Kitzeln keine tiefer gehende Bindung hatte so wie er. Doch das wollte er mit dieser Nacht ändern.
Vielleicht würde es ihr ja sogar gefallen!
„Und wie stellst du dir das vor?“, fragte Eva nach einer Weile des Überlegens.
Janek freute sich innerlich, dass Eva doch Interesse zu zeigen schien, schließlich hätte sie auch ablehnen können. Äußerlich blieb er ganz ruhig. Er lächelte gelassen.
„Du lässt dich einfach fallen und den Rest erledige ich!“
„Ich kann mich nicht fallen lassen, wenn ich nicht weiß was passiert!“, klagte Eva.
„Es wird dir gar nichts passieren, Schatz!“, besänftigte Janek seine Frau.
„Wie bereits gesagt, wenn es dir nicht gefallen sollte, höre ich sofort auf!“
Eva grübelte. Sie schaute Janek an, der sie liebevoll anlächelte. Was hatte sie schon zu verlieren? Sie kannte Janek und wusste, er hielt immer was er versprach.
„Na gut!“, willigte sie schließlich ein.
Janeks Herz machte einen Freudensprung, am Liebsten wäre er seiner Frau um den Hals gefallen und hätte sie in die Kissen geknutscht, doch er blieb ganz sachlich und streichelte Eva über die Wange.
„Es wird dir gefallen, Schatz, ich verspreche es dir!“, lächelte er und beugte sich zu seinem Nachtschränkchen. Eva folgte ihm mit Blicken. Als sie sah, dass er plötzlich Handschellen hervor holte, wurde ihr ganz mulmig zumute. Sie waren umgeben mit lila Plüsch und hatten gepolsterten Innenseiten.
„Ist es okay für dich, wenn ich diese verwende? Oder lieber ohne?“, fragte Janek, der pures Entsetzen und Zweifel an der Entscheidung in Evas Gesicht las.
„Wo sollen die denn zum Einsatz kommen?“, wollte Eva wissen.
„Die sind für deine Hände, damit du nicht alle zwei Sekunden wegzuckst oder nach mir haust! Außerdem auch zu deinem eigenen Schutz, damit du dir nicht wehtust!“, erklärte Janek.
Eva musterte die lila Plüschhandschellen und schließlich legte sie sich ohne Worte aufs Bett. Sie schaute Janek abwartend an. Dieser konnte kaum glauben, dass sein Wunsch nun tatsächlich in Erfüllung ging! Seine Traumfrau mit diesem wunderschönen Körper und diesem wunderschönen Lachen lag nun vor ihm auf dem Bett, bereit, sich von ihm kitzeln zu lassen. Er konnte sich nicht satt sehen an diesem Anblick.
„Was nun? Möchtest du mich nur anstarren oder möchtest du auch etwas machen?“, fragte Eva kokett und lächelte Janek spitzbübisch an.
Janek lachte und griff nach Evas Händen. Er hob sie sachte nach oben über ihren Kopf und lies ihre Arme auf das Kopfkissen sinken. Er spürte dabei keinerlei Gegendruck von Eva, also schien sie damit einverstanden. Nun kamen die plüschigen Handschellen zum Einsatz. Janek wollte keine Zeit mehr verlieren, er wollte endlich diesen lange ersehnten Moment genießen und andererseits Eva auch in den Handschellen wissen, bevor sie es sich anders überlegte. Zärtlich legte er Evas linkes Handgelenk in eine der Schellen und lies den Verschluss zuschnappen. Das Bett, in dem Eva und Janek schliefen, hatte ein massives Holzgestellt. An den Bettkanten am Fuß- und Kopfende waren mehrere ca. 30 cm hohe und 5 cm dicke Sprossen, die in ein, mit schnörkeligen Schnitzereien verziertes, Holzrahmen übergingen. Die andere Schelle fädelte Janek nun um eine der Sprossen des Bettrandes herum, so dass sie hinter dieser entlang führte und ein herabziehen der Arme unmöglich war. Es sei denn Eva war so stark, um die Holzsprosse zu zerbrechen. Da dies nicht der Fall sein sollte, war Janek sicher, dass Eva aus dieser Position nicht herauskam. Die Füße fixierte Janek absichtlich nicht, denn er wusste, dass alleine die Handschellen für den ersten Tag des Kitzelns genug für Eva waren. Diese lag nun ganz ruhig da, die Arme über den Kopf gestreckt, in den Handschellen fixiert und nicht mehr in der Lage, sie herab zu ziehen. Da sie nun eigentlich hatte schlafen wollen, trug sie nur ein kurzes Höschen und ein Top mit Spagettiträgern. Durch die gestreckte Position war dieses sogar noch ein klein wenig hinaufgerutscht und ihr schlanker Bauch schaute ein Stück hervor. Es war ein atemberaubender Anblick für Janek. Ein leichtes Bauchkribbeln machte sich in Eva breit. Sie spürte die Aufregung in sich hochklettern. Was würde nun passieren? Wie weit würde Janek gehen? Würde er wirklich aufhören, wenn sie ihn darum bat? Dieser war damit beschäftigt, eine geeignete Position für sich zu finden, die ihm auf Dauer nicht zu unangenehm und ihm die Beine dabei nicht einschlafen würden. Er legte sich kurzerhand neben seine Frau und schaute sie erneut voller Freude an. Alleine, dass sie nun so vor ihm lag machte ihn ganz verrückt. Am liebsten würde er …. Aber er wollte und durfte nicht. Er wollte Eva vorsichtig und zärtlich an die schönen Seiten des Kitzelns heranführen, so dass sie es genießen und für schön empfinden konnte. So, dass es ihr am Ende vielleicht sogar so sehr gefiel, dass sie sich zu einem anderen Zeitpunkt nochmals darauf einlassen würde. Eva wartete gespannt ab was geschehen würde. Irgendwann hob Janek seine Hand und lies sie langsam und bedächtig über Evas Körper schweben, als wäre er ein Magier der versuchte seine schöne Assistentin zum Schweben zu kriegen. Eva starrte auf seine Hand. Sie beobachtete sie genau, wissend, dass sie jeden Moment wie ein Adler hinab schießen und sie kitzeln könnte. Doch Janek wollte nur Spannung aufbauen, was ihm zweifelsohne gelang. Längst war ihm aufgefallen, dass Eva Gänsehaut hatte. Nun war es Zeit, die Spannung ein wenig zu erhöhen. Und schon schwebte seine Hand ein wenig hinab und glitt nur noch ein paar Zentimeter über Evas Körper. Automatisch hielt diese die Luft an und zog den Bauch ein. Janek lächelte. Diese Reaktion war bezaubernd. Eva spürte die Spannung zwischen ihrem Körper und Janeks Hand, als bewegte sich ein Magnetfeld dazwischen. Wo die Hand auch hinschwebte, sie spürte dort ein leichtes Kribbeln und Wärme. Langsam begann sie wieder zu Atmen, da der Sauerstoff knapp wurde, doch der Bauch blieb eingezogen. Nun wagte Janek den entscheidenden Schritt, seine Hand sank noch etwas tiefer und seine Fingerkuppen streiften das Stück freigelegten Bauch. Eva kniff die Augen zusammen, als das zärtliche Streicheln zu spüren war. Janek wurde es warm und kalt gleichzeitig. Diese sanfte, zarte Haut in dieser Situation zu spüren war der Wahnsinn. Gleich lies er seine Finger noch mal über die Haut streicheln, diesmal aber bewusst ein längeres Stück und auch mit etwas mehr Druck. Eva zuckte merklich zusammen und sie konnte ein Kichern nicht verkneifen. Das leichte Kribbeln, was Janeks Finger in ihr auslösten, schoss ihr durch Mark und Bein. Auf was hatte sie sich da nur eingelassen?! Vorsichtig bewegte sie ihre Arme und drehte die Handgelenke in den Handschellen, doch die hielten was sie versprachen, nämlich ihre Arme an Ort und Stelle.
„Ist das so okay?“, wollte Janek wissen, der Evas leichte Gegenwehr merkte.
Eva nickte und lächelte. Bis jetzt war es doch relativ gut auszuhalten. Für Janek war dies das Zeichen, nun doch etwas mehr Gas zu geben und schon lies er seine Finger einer Spinne gleich das Stück freigelegten Bauch zwischen Top und Höschenbund herumkribbeln. Eva quietschte augenblicklich los und versuchte sich wegzukullern. Sofort zog Janek die Hand weg und Eva fiel wieder in die Kissen zurück.
„Soll ich lieber aufhören?“, fragte Janek sicherheitshalber nach.
Doch zu seiner großen Verwunderung schüttelte Eva den Kopf.
„Nein, nein, schon okay!“, lächelte sie.
Janek freute sich über diese Reaktion ihrerseits. Es ging leichter als gedacht, sie zu überzeugen, weiterzumachen. Gleich fand seine Hand wieder ihren Weg zu Evas flachem Bauch und erneut kribbelten seine Finger hauchzart über die Haut. Von der linken Seite quer herüber zur rechten Seite, über den Bauchnabel hinweg. Eva kicherte wie ein kleines Mädchen und diesmal blieb sie beharrlich liegen ohne wegzukullern. Janek schaute sie erfreut an und schon kribbelte seine Hand wieder zurück, von rechts nach links.
„Das kitzelt irgendwie schön!“, grinste Eva.
„Siehst du, ich habe doch gesagt, dass es dir gefällt!“, lächelte Janek zufrieden.
Nun wollte er aber nicht mehr so sehr vorsichtig sein und schon marschierten seine Finger geradewegs an Evas linker Seite nach oben, über ihre hervorgehobenen Rippenbögen. Das kitzelte nun doch scheinbar stärker als das leichte Kribbeln am Bauch. Quieksend und kichernd rutschte Eva nach rechts weg, doch Janeks Hand folgte ihr hartnäckig. Provokant bohrte er zwischen Evas Rippen in die weiche Haut.
Das war für Eva nun doch zu viel, mit einem schrillen Kichern zuckte sie ruckartig wegwärts und Janek lies nach. Er lächelte und streichelte Eva eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Bin ich dir zu grob?“, wollte er wissen, während seine Hand sanft über Evas Bauch strich.
Eva lächelte und schüttelte den Kopf. Ihr gefiel, wie Janek sich um sie kümmerte.
Nein, er war nicht zu grob. Klar, sie würde sich nun auf keinen Fall von ihm durchkitzeln lassen bis ihr die Luft wegbliebe, so sehr war sie dieser Materie nun doch noch nicht vertraut. Aber langsam fasste sie Vertrauen zu der Situation in der sie sich befand und zu dem, was ihr nun blühend sollte. Noch nie hatte sie kitzeln auf solch eine Art und Weise ausgelebt. Auch wenn sie schon seit geraumer Zeit wusste, dass Janek mit dem Kitzeln eine etwas seltsame Vorliebe in die Beziehung mitgebracht hatte, war dies für sie Neuland. Aber warum sollte sie ihm zu liebe dies nicht einfach mal ausprobieren? Schließlich war es ihre gemeinsame Hochzeitsnacht und die sollte schon etwas außergewöhnlicher ausfallen. Und dies WAR außergewöhnlich. Etwas, was sie eigentlich gar nicht aushalten konnte, weil sie zweifelsohne sehr kitzlig war, sollte sie freiwillig ertragen und dann auch noch wehrlos. Janek wartete, bis Eva sich wieder vollkommen entspannt hatte, soweit es ihre gefesselte Position zuließ. Dann setzt er da an wo er aufgehört hatte, an ihren wunderschön hervorschauenden Rippen. Er ließ seine Fingerkuppen die Rippenbögen entlang gleiten und Eva quietschte erneut, drückte sich weg und kicherte, doch diesmal folgte Janeks Hand der Bewegung seiner Frau und setzte mit der zärtlichen Streicherei fort. Er streichelte quer über Evas Brustkorb zur anderen Seite um dort die Rippen entlangzufahren und wie erhofft drückte Eva sich ihm kichernd entgegen. Doch wozu hatte Janek zwei Hände? Er zögerte für einen kurzen Moment, ob er damit vielleicht nicht zu weit gehen würde, doch dann packte er mit beiden Händen Evas linke und rechte Rippenbögen und ließ seine Fingerspitzen mit Druck auf und abgleiten. Entsetzt über dieses plötzlich viel intensivere Kitzelgefühl versuchte Eva sich lachend zurück zu ziehen, doch die Matratze auf der sie nun mal lag machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Vor ging es auch nicht, denn da warteten Janeks Finger darauf, noch fester anpacken zu können. Hilflos, wie ein Fisch an der Angel, zappelte Eva hin und her, schrill quieksend und lachend. Janek genoss ihre Reaktion und lächelte vor sich hin.
„Stopp, Janek, stopp!“, bat Eva, errötet im Gesicht und mit einem vergnügten Lachen im Unterton. Janek hörte sofort auf und nahm die Hände weg. Eva verschnaufte.
„Soll ich dich los machen?“, fragte Janek, denn für ihn war dieses Stopp endgültig. Doch ganz entgegen seiner Erwartungen schüttelte Eva grinsend den Kopf.
„Nein! Lass mich nur Luft holen!“, bat sie.
Janek sah sie schmunzelnd an. Ihr gefiel es also doch! Das freute ihn ungemein, denn so wusste er, dass er noch weiter gehen konnte, als nur das leichte Streicheln. Eva hatte sich bald wieder entspannt. Ihr Grinsen im Gesicht verriet unverkennbar, dass sie wieder bereit war. Insgeheim konnte Eva sich das selber nicht erklären, aber dieses Spiel des gekitzelt Werdens gefiel ihr. So schlimm, wie sie es sich immer vorgestellt hatte, war es nicht.
Nun hatten Janeks Finger ein neues Ziel auserkoren. Er setzte seine Finger wieder an Evas Rippen an, aber diesmal lies er sie, anstatt zu kitzeln, geradewegs nach oben spazieren, wo Evas glatt rasierte Achseln warteten. Eva verstand sofort wo der Hase, bzw. die Finger liefen. Reflexartig wollte sie die Arme herunterziehen, doch außer einem Ruck in den Armen blieb jede weitere Reaktion aus. Hart aber Herzlich wurde Eva wieder an die Handschellen erinnert. Und bevor sie dazu kommen konnte, sich eine andere Idee auszudenken, wie sie Janeks Fingern entkommen konnte, befanden diese sich schon auf der Zielgeraden und spazierten frohgemut direkt in ihre Achseln hinein. Was nun folgte, glich einer akrobatischen Zirkusnummer: Blitzartig drückte Eva mit ihren Beinen ihren Unterkörper in die Höhe um sich weg zuschieben, gleichzeitig drehte sich ihr Oberkörper sich um 90 Grad seitlich. Was dazu aus ihrem Mund kam, war eine Mischung aus entsetztem Kreischen und prustendem Lachen. Janek kannte diese Schwachstelle seiner Frau bereits. Während alltäglicher Neckereien war es ihm schon ab und zu mal gelungen, sie dort zu kitzeln und Eva hatte immer sehr intensiv reagiert. Ohne zu zögern stützte er sich aus seiner knienden Position hoch und setzte sich rittlings auf Evas Beine. Nun war ihr Bewegungsfreiraum erheblich eingeschränkt und Janek konnte das Kitzelspiel fortsetzen. Eva wusste gar nicht wie ihr geschah, als sie erneut Janeks Fingerspitzen auf ihrer empfindlichen Achselhaut spürte und sich nicht mal mehr bewegen konnte. Janek spürte jedes angestrengte Muskelzucken in Evas Beinen, doch er lies nicht locker. Immer schneller lies er seine Finger über die zarte Haut wandern, zwischen der Unterseite des Oberarmes und den Achselhöhlen auf und ab, mal kreisend, mal bohrend, und jedes Mal reagierte Eva heftiger. Lachend und quieksend zappelte sie so gut es ging herum, schnappte zwischendurch nach Luft um dann gleich weiter zu lachen. Janek wartete darauf, dass Eva wieder nach Stopp bettelte, doch diesmal schien sie gar kein Stopp zu wollen. Sie lachte aus vollen Kräften, glucksend und gackernd kam das schönste Lachen aus ihrem Mund und sie zappelte wie ein Fisch auf dem Trockenen. Janeks Hände machten hin und wieder einen Abstecher über Evas Seiten und vergaßen dabei auch die Rippen nicht. So schnell konnte Eva sich gar nicht umkonzentrieren, wie Janeks Hände herumhuschten. Kaum hatte sie sich an das eine Kitzeln gewöhnt, fing ein Neues an einer anderen Stelle an. Das war nun scheinbar doch zuviel. Eva hatte vor Lachen und vor Anstrengung schon ganz rote Wangen und nun schien sie nach Stopp rufen zu wollen. Janek erkannte ihre, jedes Mal wieder im Lachen untergehenden, Bemühungen und stoppte. Eva schnappte nach Luft wie eine vor dem Ertrinken gerettete. Dann sank sie kichernd in die Kissen zurück und verschnaufte mit geschlossenen Augen und einem Lächeln im Gesicht.
„Findest du meine Neigung immer noch so schlimm?“, fragte Janek kokett.
„Nein!“, erwiderte Eva, öffnete die Augen und sah zu ihrem Mann.
„Es ist schrecklich … aber es macht Spaß!“, grinste sie.
Janek lachte kurz und nickte.
„Ja, mir macht das genauso viel Spaß, glaub mal!“
„Es hätte mich eher verschreckt, wenn du auf Peitschenhiebe oder andere SM - Sachen gestanden hättest!“, rollte Eva mit den Augen um ihrer Ablehnung Ausdruck zu verleihen.
„Wäre das schlimm?“, grinst Janek spitzbübisch.
Eva sah ihren Mann irritiert an. Ihre Augen weiteten sich.
„Wie … das auch?!“ Janek begann zu lachen. Wie süß Eva doch sein konnte.
„Nein, Schatz, das war nur ein Scherz! Auf Schmerzen aller Art stehe ich genauso wenig wie du!“, versicherte er ihr gleich.
„Ohh, duuu!“, schimpfte Eva lachend und zerrte an ihren Handschellen.
„Wenn ich nicht gefesselt wäre, würdest du nun dein blaues Wunder erleben!“, knurrte sie.
„Na wie schlimm!“, grinste Janek. „Nur gut, dass ich hier immer noch die Macht habe!“
Und kaum ausgesprochen fanden seine Hände schnurstracks den Weg zurück zu Evas Rippen, wo er beherzt hineingriff und die Rippenbögen ausgiebig massierte. Eva spannte sich ruckartig an wie ein Flitzebogen und ehe sie protestieren konnte, fing sie wieder an zu lachen und versuchte Janek von sich herunter zu buckeln, doch der saß sicher wie ein Reiter im Sattel. Diesmal wanderten seine Hände auch hinab zu Evas nacktem Bauch, wo sie unaufhörlich umherkribbelten. Gackernd und lachend zappelte Eva auf ihrem Bett herum. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht genoss Janek die sich ihm bietende Szenerie. Eva schien sich immer mehr fallen zu lassen, sie wurde immer unbekümmerter, lachte aus voller Kehle und warf den Kopf mit ihren blonden Locken zwischen ihren hoch gestreckten Armen hin und her. Dieses Gefühl der zarten Finger ihres Mannes auf ihrem Körper machte sie schier wahnsinnig. Egal wo er sie anfasste oder streichelte, es kitzelte wie eine wild krabbelnde Armee Ameisen. Noch ein ganzes Weilchen hielt Janek seine wunderschöne und lachende Frau unter seinen kitzelnden Fingern zappeln und lachen, dann wurde er wieder zarter und langsamer, das Kitzeln wich einem Streicheln und schließlich glitten seine Hände mit den warmen Handflächen über Evas Oberkörper. Diese kicherte immer noch vor sich hin, obwohl er schon gar nicht mehr kitzelte, aber in ihr kribbelte noch jeder überreizte Nerv.
„Du glaubst gar nicht, wie sehr ich dein Lachen liebe!“, flüsterte Janek mit sanfter Stimme.
„Und du glaubst gar nicht, wie sehr ich dich liebe!“, hauchte Eva zurück.
Janek beugte sich wortlos zu seiner Gattin herab, stützte sich mit seinen Händen neben ihren Kopf und küsste sie liebevoll auf den Mund, was Eva zärtlich erwiderte. Danach suchte Janek in seiner Nachttischschublade nach dem Schlüssel für die Handschellen, löste Evas Handgelenke aus den Schellen und legte sie beiseite. Gleich drehte sich Eva auf die Seite und Janek legte sich zu ihr, umarmte ihren warmen Körper und drückte sie fest an sich.
„War das schön für dich?“, wollte er nach einer Weile der Ruhe wissen.
„Ja!“, sagte Eva lächelnd. „Es war verrückt, aber schön! Ich hätte nie gedacht, dass Kitzeln so schön sein kann!“
Janek lächelte und freute sich. Ja, das hätte er auch nie gedacht. Für ihn war das Kitzeln mit Eva ebenso eine tolle neue Erfahrung, wie für sie mit ihm. Insgeheim hoffte er, irgendwann würde Eva noch einmal dieses Spiel wagen, so dass er im Laufe ihrer Ehe noch öfters die Chance haben dürfte, sie so zu kitzeln. Doch im Moment wollte er nichts sehnlicheres mehr, als ihren Körper halten, ihren Duft atmen und ihre Wärme spüren.
Er liebte Eva so sehr und er dankte Gott, dass sie nun seine Frau war.
Und Eva? Sie hatte bereits die Augen geschlossen, lag in Janeks starken Armen und schlummerte vor sich hin. Ihr Mund formte noch immer ein Lächeln und in Gedanken fühlte sie noch immer sein zartes Kitzeln. Ein Gefühl, was ihr vorher so fremd und nun so vertraut war. Sie liebte Janek und kurz bevor sie in seinen Armen einschlief, dachte sie daran, wie es wäre … diesen Abend noch einmal zu erleben …
Montag, 3. August 2009
Kitzelkäppchen
Es war einmal ein kleines Mädchen, welches mit seiner Mutter alleine am Rande eines großen Waldes lebte. Es trug den Namen Kitzelkäppchen und jeder der es kannte, wusste warum. Seit seiner Geburt konnte das Mädchen an nichts anderes denken, als daran, andere zu kitzeln. Selbst wenn es nur ein Pieks in die Seite eines Freundes war, so bereitete es Kitzelkäppchen große Freude. Immer wenn sie Zeit hatte und Lust dafür verspürte, ging sie nach draussen und suchte sich ein Kitzelopfer. Wenn sie keines fand, kam es auch schon mal vor, dass sie ein argloses Tier, etwa ein Kaninchen, einfing und es am Bauch kitzelte bis es quiekte. Ja, viele hielten Kitzelkäppchen für total gestört und auch die Mutter schämte sich für ihr Kind, wenn sie sich von empörten Müttern anhören musste, wie sehr Kitzelkäppchen mal wieder deren Kinder gekitzelt hatte. Immer öfters kam es nun vor, dass Kitzelkäppchen Hausarrest hatte. Dann saß sie alleine und ohne kitzeln in ihrem Zimmerchen, starrte an die Decke oder erträumte sich in der Phantasie einen kleinen Kitzelspaß. Eines Tages saß Kitzelkäppchen mal wieder mit Hausarrest daheim. Sie hatte den Enkel vom alten Großvater nebenan, den kleinen Peter, fast zehn Minuten lang am Bauch gekitzelt, bis dieser anfing zu weinen. Da hörte sie, wie ihre Mutter in der Stube telefonierte. Sie lief dabei über den knarzenden Stubenboden hin und her, diskutierte und ihre Stimme war laut und aufgeregt. Irgendwann knallte sie plötzlich den Telefonhörer in die Station zurück und sties einen leisen, aber doch noch hörbaren Fluch aus. Vorsichtig öffnete Kitzelkäppchen ihre Zimmertür.
"Was ist denn los, Mutter?", fragte es.
"Ach!", seufzte die Mutter, fertig mit den Nerven.
"Der Oma geht es mal wieder nicht gut und mal wieder hat sie auch vergessen, ihre Tabletten aus der Apotheke zu holen und nun möchte sie, dass ich losgehe und sie ihr besorge! Ich habe aber weitaus besseres zutun, als mich um Oma zu kümmern!"
Kitzelkäppchens Augen leuchteten erfreut und sie stieg die kleine Treppe zur Stube hinab.
"Mutter, ich könnte doch losgehen und Oma die Tabletten bringen!", strahlte sie aufgeregt. Mutter schaute ihr Kitzelkäppchen zweifelnd an.
"Nein, Kind, du hast Hausarrest und du weißt auch genau warum!", sagte sie schließlich ernst.
"Ach Mutter... es tut mir doch Leid! ... Lass es mich beweisen, dass ich auch ohne kitzeln klarkomme!", bot Kitzelkäppchen eilig an. Mutter überlegte eine Weile.
"Nun, ... vielleicht hast du Recht! Gut! Geh und besorge Oma die Tabletten! Und wenn du es schaffst, deinen Auftrag zu erfüllen ohne unterwegs wieder jemanden nieder zu kitzeln, dann soll dein Hausarrest aufgehoben sein!", willigte Mutter schließlich ein.
"Ohh, danke Mama, vielen vielen Dank!", freute sich Kitzelkäppchen. Voller Vorfreude und total aus dem Häuschen geraten flitzte Kitzelkäppchen in ihr Zimmer, zog sich Schuhe und Jacke an und flitzte in windeseile wieder in die Stube, wo Mutter sie bereits mit einer Tasche und etwas Geld erwartete.
"Hier mein Kind! Mit diesem Geld kaufst du Oma die Tabletten und die Tabletten tust du in diese Tasche, damit du sie nicht verlierst!"
Kitzelkäppchen nickte eifrig, steckte das Geld ein und griff die Tasche. Doch bevor sie das Haus verlies, hielt Mutter sie noch einmal zurück. Sie schaute ihre Tochter ernst an.
"Denk an dein Versprechen! Wehe es kommt mir zu Ohren, du hast wieder irgendwen gekitzelt! Und beeile dich, du weißt, dass der Wald gefährlich ist!"
Kitzelkäppchen nickte und lächelte brav.
"Ja Mutter, ich werde mich beeilen und nein, ich werde niemanden kitzeln, ich versprechs!"
Die Mutter wollte ihrem Kind wieder vertrauen schenken, also lies sie es gehen. Sogleich machte sich Kitzelkäppchen auf den Weg. Es hopste fröhlich singend den Weg entlang, zur Gartentür hinaus und dann in den großen dunklen Wald hinein. Es war ein schöner, sonniger Tag, kaum ein Wölkchen am Himmel und die Vögelchen zwitschten, dass es einem das Herz erquickte. Kitzelkäppchen war noch nicht all zu lange unterwegs, da begegnete ihr Harri, der Klassenschreck. In den Pausen und auf dem Schulhof war er der schlimmste Rowdy. Immer hatte er mit seinen fiesen Kumpels Spaß daran, anderen Kindern Angst einzujagen und sich darüber kaputtlachten. Doch diesmal war Harri alleine unterwegs. Kitzelkäppchen grinste und nährte sich ihm. Harri hatte Kitzelkäppchen auch sogleich entdeckt und wollte einen großen Bogen um sie laufen. Natürlich war auch ihm klar, warum sie so einen seltsamen Namen trug und auch er wusste, dass er alleine nur halb so stark war wie auf dem Schulhof. Kitzelkäppchen wollte diese Chance nutzen, dem bösen Harri, der auch ihr schon einige Male fürchterliche Angst gemacht hatte, die Seele aus dem Leib zu kitzeln... da fiel ihr das Versprechen ein, welches sie ihrer Mutter gegeben hatte. Sie lies Harri also in Ruhe und als dieser merkte, dass Kitzelkäppchen ihn nicht überfallen wollte, rannte er so schnell es ging davon.
"Diesmal hast du Glück!", rief Kitzelkäppchen ihm nach.
"Eigentlich zu ärgerlich, dieses blöde Versprechen!", murmelte sie noch und setzte ihren Weg fort. Was sie nicht bemerkt hatte, war, dass sie schon eine ganze Weile beobachtet wurde. Der Jäger, der mal wieder seinen Streifzug durch den Wald gemacht hatte um nach Recht und Ordnung zu schauen, hatte Kitzelkäppchen fröhlich singend aus dem Haus hopsen und in den Wald gehen sehen und war ihr seither heimlich gefolgt. Es passt ihm wunderbar in den Kram, dass das Mädchen alleine im Wald unterwegs war. Sein Sohn Walther war schon einige Male in Kitzelkäppchens Finger geraten und schlimm durchgekitzelt worden. Walther war schmächtig und schüchtern, zu klein für sein Alter und er krisch wie ein Mädchen wenn man ihn kitzelte. Für Kitzelkäppchen war er immer ein hervorragendes Opfer. Aber jetzt, so dachte der Jäger, war es Zeit den Spies einmal umzudrehen. Sollte dieses ungezögene Gör doch mal am eigenen Leibe erfahren was es hieß, gekitzelt zu werden. Also folgte er ihr heimlich weiter, bis zu einer Wegkreuzung. Dort blieb Kitzelkäppchen nämlich stehen. Der Wegweiser, dessen Pfeile in die vier Himmelsrichtungen zeigten und die Ortsrichtungen bekanntgaben, war verdreht worden. Grübelnd stand Kitzelkäppchen davor und wusste nicht mehr genau in welche Richtung Omas Haus lag. Der Jäger trat hinter dem Baum vor, hinter dem er sich versteckt hatte. Er schlich sich von hinten an das Kitzelkäppchen heran... doch unglücklicherweise trat er auf einen Zweig und als Kitzelkäppchen das Knacken des Zweiges hörte, drehte sie sich erschrocken um.
"Jäger!", sagte sie erleichtert und verschnaufte, um ihr klopfendes Herz wieder zu beruhigen.
"Kitzelkäppchen!", entgegnete der Jäger schnell und suchte im Kopf nach einer Ausrede für sein plötzliches Dasein.
"Was machst du denn hier?", fragte auch schon Kitzelkäppchen.
"Ich ... ehh... nun...!", stotterte der Jäger und schnell kam ihm eine Idee.
"Ich bin gekommen um den Wegweiser wieder richtig hinzustellen! Wie ich sehe, wurde er verdreht!"
Kitzelkäppchen nickte.
"Ja, irgendjemand hat ihn verdreht! Nun weiß ich den Weg nicht mehr!", seufzte es.
"Welchen Weg? Wo möchtest du denn hin?", fragte der Jäger, freundlich verstellt.
"Zur Apotheke erst und dann zu meiner Oma!", sagte Kitzelkäppchen freundlich. Sie ahnte ja nicht die bösen Absichten des Jägers. Dieser widerrum gabs sich alle Mühe, so freundlich wie möglich zu sein.
"Ja, gut, dass wir uns begegnet sind, mein Kind! Zu deiner Oma geht es da entlang! Die Apotheke liegt genau auf dem Weg, du kannst beides nicht verfehlen!", lächelte der Jäger und zeigte den linken Weg entlang. Kitzelkäppchen schaute in die linke Richtung und grübelte. War sie wirklich immer schon nach links gelaufen? Das kam ihr etwas spanisch vor... Aber sie hatte ja den Jäger, welcher den Wald wie seine Westentasche kennt, gefragt, der würde schon wissen, welcher Weg der Richtige war. Kitzelkäppchen bedankte sich bei dem vermeindlich freundlichen Jäger, verabschiedete sich und hopste fröhlich den linken Weg entlang. Der Jäger schaute ihr grinsend hinterher. Natürlich war dies der falsche Weg. Gerade aus wäre richtig gewesen. Der linke Weg führte geradewegs zu seiner Waldhütte. Das passte alles wunderbar zusammen. Schnell lief der Jäger einen unbekannten Schleichweg dem armen Kitzelkäppchen hinterher. Er wollte es überraschen, in seine Hütte bringen, irgendwo festbinden und ihr sämtliche Kitzelattacken in Walthers Namen heimzahlen. Er freute sich schon, ihr hilfloses Lachen und Gackern zu hören. Das würde ein Fest werden! Kitzelkäppchen indes lief weiter den linken Weg entlang. Der Wald wurde aber zu ihrer Verwunderung immer dichter und dunkler. In ihrer Erinnerung lag die Apotheke aber an einer hellen, freundlichen Lichtung. Sie verlangsamte ihren Gang und blieb irgendwann stehen. Sie schaute sich um und langsam bekam sie Angst. Weit und breit niemand zu sehen und zu hören, es wurde immer dunkler um sie herum und immer kälter. Nein, dies war nicht der richtige Weg! Der Jäger muss sich getäuscht haben! Kitzelkäppchen wurde Angst und Bange. Zitternd stand sie da, bis sie sich ein Herz fasste und den Weg wieder zurück lief. Der Jäger, der ihr den Schleichtweg entlang gefolgt war, dachte, er könne seinen Augen nicht trauen! Da lief doch das rotzfreche Kitzelkäppchen einfach wieder zurück! Er musste aufpassen, dass er nicht laut losfluchte vor Ärger! Leise schlich er ihr wieder in die andere Richtung hinterher. Bald war Kitzelkäppchen wieder an der Kreuzung angekommen und nun erinnerte sie sich. Sie erkannte den alten, schiefen Baum wieder, dessen Wipfel über dem Weg baumelte. An diesem Baum war sie immer vorbeigelaufen, wenn sie zu Oma wollte. Oh, dieser Jäger!, dachte Kitzelkäppchen. Hatte er sie einfach falsch geschickt! Schnell lief Kitzelkäppchen nun den richtigen Weg entlang. Sie versprach sich, sich nicht mehr aufzuhalten und mit niemandem mehr zu reden. Nachdem sie eine Weile gelaufen war, kam sie an die Apotheke. Welch ein Glück! Schnell ging sie hinein. Frau Meier, eine kleine alte, buckelige Frau, stand hinter der Theke. Die Alte lächelte, als Kitzelkäppchen herein kam.
"Ja hallo mein Kind! Was möchtest du denn?"
Kitzelkäppchen erklärte Frau Meier welche Tabletten sie für ihre Oma brauchte und Frau Meier suchte sie heraus und gab sie in Kitzelkäppchens mitgebrachte Tasche. Auch eine Gratis-Packung Vitamin-Brausepulver für eine leckere Limonade steckte sie dazu.
"Damit deine Oma immer gesund bleibt!", erklärte Frau Meier.
Kitzelkäppchen nickte brav, bezahlte und verlies, nachdem sie sich höflich verabschiedet hatte, wieder die Apotheke. Mit schnellen Schritten lief sie weiter. Sie wollte so eilig wie möglich bei Oma ankommen. Der Jäger war ihr natürlich bis zur Apotheke heimlich gefolgt. Moment, wie war das?, dachte er sich. Die Kleine will zu ihrer Oma? Hehe, dann komm ich ihr doch einfach dort zuvor!, grinste er in sich hinein und flitzte so schnell er konnte über die unbekannten Schleichwege durch den Wald, hin zu Omas Haus. Ganz außer Atem kam er an. Von Kitzelkäppchen war weit und breit noch nichts zu sehen. Oma war eine gute Freundin von ihm, sie würde keinen Verdacht schöpfen wenn er einfach hereim käme. Er würde die alte Schachtel knebeln und fesseln und in die Abstellkammer sperren. Dann sich anstatt der Oma ins Bett legen und auf Kitzelkäppchen warten! Ja, das war ein guter Plan! Schnell klopfte der Jäger an die Tür.
"Ja?!", kam eine Stimme von drinnen.
"Hallo Oma Käppchen, ich bins Rolf Jäger!", rief der Jäger freundlich.
Es dauerte ein Weilchen, da wurde die Tür geöffnet und die Oma bat den Jäger freundlich herein.
"Na welch eine Freude, dass du mich besuchst! Ich hatte eigentlich mit Kitzelkäppchen gerechnet, aber das ist schon okay! Ich habe auch genug Kekse für zwei Gäste da!", lächelte Oma und bot dem Jäger ein paar Nusskekse an.
Doch der Jäger lehnte abwinkend ab.
"Was?! Erst unangemeldet hier herein schneien und dann auch noch meine Nusskekse verschmähen?", entrüstete sich die Oma gekränkt. Der Jäger aber war beschäftigt, immer wieder durch das kleine Fenster zu schauen, ob Kitzelkäppchen sich nährte.
"Was gibt es denn da zu glotzen?", fragte Oma genervt.
"Nichts!", drehte sich der Jäger plötzlich ruckartig um. Mit schnellen Handgriffen zog er den Ledergürtel aus seiner Hose, die glücklicherweise auch ohne Gürtel an der Hüfte hielt. Dann packte er Oma, die sich erschrocken und schimpfend wehrte und fesselte ihr die Hände mit dem Gürtel hinter dem Rücken zusammen. Dann steckte er ihr vier Nusskekse als Knebel in den Mund und schob sie in die Abstellkammer. Schnell warf er die Tür hinter der armen Oma zu und schob den Riegel davor. Teil eins des Planes hatte ja wunderbar geklappt! Nun ging der Jäger schnell zu Omas Bett, legte sich hinein und deckte sich bis zur Nasenspitze zu. Kitzelkäppchen indes war auch endlich am Haus der Oma angekommen. Doch wie wunderte sie sich, als sie die Tür zu Omas Haus offen vorfand. Vorsichtig schlich sie hinein, die Tasche mit den Tabletten fest in den Händen haltend.
"Oma?", rief sie zaghaft.
"Komm rein!", antwortete der Jäger mit verstellter Stimme.
Kitzelkäppchen schlich sich ans Bett, in dem die vermeindliche Oma lag.
"Oma ...!", sagte Kitzelkäppchen etwas verwirrt. "Geht es dir so schlecht, dass du am hellerlichten Tag im Bett liegen musst?!"
"Ja!", antwortete der Jäger und hustete künstlich. "Du weißt doch, Oma ist ständig krank, darum brauch ich ja auch so dringend die Tabletten!"
Kitzelkäppchen wurde skeptisch.
"Aber das sind doch die Tabletten gegen deine Vergesslichkeit!"
"Ehh...!", stotterte der Jäger. "Das... ehh... hatte ich vergessen! Gut, dass du endlich da bist!"
Kitzelkäppchen aber wollte dem Frieden nicht trauen.
"Oma ... wieso hast du dich so sehr zugedeckt? Es ist doch sommerlich warm draussen!"
Der Jäger grübelte kurz.
"Eh.... naja.... ich habe .... heute früh einen schrecklichen Pickel auf meiner Nase entdeckt! Ich schäme mich sehr, ich möchte nicht, dass du mich so siehst!", sagte er schließlich schnell.
"Und Oma ... wieso hast du plötzlich so eine andere Stimme? Es klingt, als hättest du eine Blechdose verschluckt!", wunderte sich Kitzelkäppchen weiter.
"Aber nein mein Kind!", sagte der Jäger schnell. "Das kommt vom vielen Rauchen!"
"Aber du rauchst doch gar nicht!", wunderte sich Kitzelkäppchen.
"Aber jetzt rauche ich!", schimpfte der Jäger genervt.
"Aber Oma ... wieso bist du so gereizt?", fragte Kitzelkäppchen erschrocken.
"Weil du mich nervst!", platzte der Jäger heraus.
Entsetzt sprang Kitzelkäppchen auf.
"Und Oma, wieso bist du eigentlich plötzlich so groß und dick?", fragte sie und merkte, dass wirklich etwas nicht stimmte. Und richtig, plötzlich riss die angebliche Oma die Decke weg und auf dem Bett lag .. der Jäger. Kitzelkäppchen schrie entsetzt los und wollte ausreisen, doch zu spät.
"Hab ich dich endlich, du Satansbraten!", schimpfte der Jäger und bevor Kitzelkäppchen ausreisen konnte, schnappte er sie und zog sie zu sich aufs Bett. Kaum war sie purzelnder Weise dort gelandet, hielt er ihre schwachen Arme fest und begann sie kräftig zu kitzeln. Kitzelkäppchen prustete lachend und schreiend los und zappelte hilflos auf dem Bett herum.
"Und viele Grüße von Walther!", sagte der Jäger böse, während er sein fieses Kitzelspiel fortsetzte.
Das arme Kitzelkäppchen. Nun war sie das Opfer. Und der Jäger zeigte auch wirklich kein Erbarmen. Den Bauch, die Seiten, die Rippen rauf und runter, überall kitzelte er das wehrlose Kitzelkäppchen, welches sich lauthals kaputt lachte. Während drinnen der Jäger dem armen Kitzelkäppchen die Seele aus dem Leibe kitzelte, kam draussen der graue Wolf aus dem Wald getrottet. Er war seit Tagen schon auf der Jagt nach etwas zu Fressen gewesen und hatte gehofft, bei der alten Oma wenigstens ein paar Reste Wurst oder Brot abzubekommen. Doch als er ein lauthalses liebliches Lachen hörte, welches unverkennbar aus Omas Haus kam, schlich er vorsichtig näher und schaute durch das Fenster ins Haus. Er sah das Kitzelkäppchen auf dem Bett herumstrampeln, während dieser Jäger es fürchterlich kitzelte. Das konnte der Wolf nicht mit ansehen, schnell flitzte er um die Kurve, platzte in die Tür und stand Sekunden später in der Stube neben dem Bett.
"Ja, was ist denn hier los?", knurrte er böse.
Als der Jäger den Wolf sah, sprang er vor Angst vom Bett und versteckte sich in einer Ecke.
"Oh nein! Bitte friss uns nicht!", bettelte er wimmernd.
Der Wolf leckte sich die Reißzähne und schaute den Jäger knurrend an.
"Keine Sorge, Jäger! Ich fresse keine Menschen! Aber warum um alles in der Welt, kitzelst du dieses arme Kind so schrecklich?"
Kitzelkäppchen war ebenfalls vor Angst in die letzte Ecke des Bettes gekrabbelt.
"Warum?? Weil sie das auch meinen Sohn Walther angetan hat, genauso noch vielen anderen armen Kindern!", schimpfte der Jäger, der sich im Recht empfand. Der Wolf sah zu Kitzelkäppchen, welches sofort seinen Unschuldsblick aufsetzte.
"Stimmt das?", fragte er grimmig.
Kitzelkäppchen war so eingeschüchtert, weil der Wolf vor dem Bett stand und nickte darum zaghaft.
"Ja ... das stimmt! Ich kitzel gerne andere! Ich kanns nicht lassen! Ich mags eben wenn andere lachen!"
Der Wolf erkannte Kitzelkäppchens Reue und Einsicht und schaute sofort freundlicher.
"Ach Kind! Dann erzähl doch lieber Witze oder mach Grimassen! Aber doch nicht kitzeln! Gut, ... ab und zu mal kitzeln oder pieksen, da hat ja niemand was dagegen, aber richtig kitzeln... das kann schon sehr gemein sein, vorallem wenn man wehrlos ist! Das hast du ja eben selber erfahren!"
Wieder nickte Kitzelkäppchen zaghaft.
"Ja ... es war furchtbar! Ich wusste gar nicht, dass es so furchtbar sein kann!"
"Siehst du!", nickte der Wolf.
Kitzelkäppchen lies den Kopf hängen.
"Ihr habt ja Recht! Es ist gemein von mir, alle Schwächeren immer so sehr zu kitzeln! Ich werde das ab heute nie mehr machen, ich versprechs!", sagte es kleinlaut.
Der Wolf war zufrieden und auch der Jäger kam besänftigt wieder aus der Ecke hervor.
"Gut, Kitzelkäppchen! Es war nötig, dir mal so eine kleine Abreibung zu verpassen, damit du mal siehst wie das ist! Kitzeln ist zwar lustig und auch erlaubt aber man sollte sich keinen Spaß daraus machen, andere damit zu quälen!"
Kitzelkäppchen sah dies nun auch ein. Sie wollte nie mehr andere aus Spaß so sehr kitzeln. Sie dankte dem Wolf und dem Jäger von ganzem Herzen. Doch plötzlich drang ein dumpfes Schimpfen aus der Abstellkammer. Der Jäger erinnerte sich an die Oma! Diese war doch immer noch in der Abstellkammer! Schnell öffnete er die Tür. In der Kammer stand eine böse schauende Oma mit Kekskrümeln am Mund und hinter dem Rücken zusammengefesselten Händen.
"Entschuldigen Sie bitte vielmals meine Liebe!", sagte der Jäger kleinlaut und nahm Oma schnell die Gürtelfessel ab. Den Keksknebel musste er nicht mehr entfernen, den hatte Oma bereits aufgegessen.
"Was bitte sollte denn diese Aktion?", fragte Oma zornig.
"Ach, das war ein ganz ganz dummer Fehler meinerseits!", sagte der Jäger kleinlaut.
Der Wolf brauchte nicht lange, um eins und eins zusammen zu zählen.
"Hast du etwa diese arme, alte Dame in die Abstellkammer gestellt um ein leichtes Spiel mit Kitzelkäppchen zu haben?", fragte er grimmig.
"Nunja.... naja....!", stammelte der Jäger nervös herum.
"Es tut mir Leid, ja! Es war gemein vor mir, mich im Namen meines Sohnes an Kitzelkäppchen zu rächen!", entschuldigte er sich schließlich. Die ganze Sache war nun geklärt, man umarmte sich und entschuldigte sich. Der Jäger versprach, nie mehr solch eine gemeine Idee zu haben, Kitzelkäppchen versprach abermals, niemanden mehr furchtbar zu kitzeln. Der Wolf freute sich, mal wieder eine gute Tat vollbracht zu haben und Oma lud als Wiedergutmachung alle zum Nusskekseessen und Kakautrinken ein. Von da an hatte Kitzelkäppchen wirklich nie mehr Schwächere Kinder überfallen und durchgekitzelt. Nur Peter bekam ab und zu noch mal einen Pieks in die Seite, weil er so herrlich quietschen konnte. Mutter war so stolz auf ihr Kitzelkäppchen und hob ihren Hausarrest auf. Nun passte aber auch der Name "Kitzelkäppchen" nicht mehr. Zum Geburtstag bekam Kitzelkäppchen deshalb von ihrer Oma ein rotes Mützchen geschenkt und alle nannten Kitzelkäppchen seither nur noch Rotkäppchen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!
"Was ist denn los, Mutter?", fragte es.
"Ach!", seufzte die Mutter, fertig mit den Nerven.
"Der Oma geht es mal wieder nicht gut und mal wieder hat sie auch vergessen, ihre Tabletten aus der Apotheke zu holen und nun möchte sie, dass ich losgehe und sie ihr besorge! Ich habe aber weitaus besseres zutun, als mich um Oma zu kümmern!"
Kitzelkäppchens Augen leuchteten erfreut und sie stieg die kleine Treppe zur Stube hinab.
"Mutter, ich könnte doch losgehen und Oma die Tabletten bringen!", strahlte sie aufgeregt. Mutter schaute ihr Kitzelkäppchen zweifelnd an.
"Nein, Kind, du hast Hausarrest und du weißt auch genau warum!", sagte sie schließlich ernst.
"Ach Mutter... es tut mir doch Leid! ... Lass es mich beweisen, dass ich auch ohne kitzeln klarkomme!", bot Kitzelkäppchen eilig an. Mutter überlegte eine Weile.
"Nun, ... vielleicht hast du Recht! Gut! Geh und besorge Oma die Tabletten! Und wenn du es schaffst, deinen Auftrag zu erfüllen ohne unterwegs wieder jemanden nieder zu kitzeln, dann soll dein Hausarrest aufgehoben sein!", willigte Mutter schließlich ein.
"Ohh, danke Mama, vielen vielen Dank!", freute sich Kitzelkäppchen. Voller Vorfreude und total aus dem Häuschen geraten flitzte Kitzelkäppchen in ihr Zimmer, zog sich Schuhe und Jacke an und flitzte in windeseile wieder in die Stube, wo Mutter sie bereits mit einer Tasche und etwas Geld erwartete.
"Hier mein Kind! Mit diesem Geld kaufst du Oma die Tabletten und die Tabletten tust du in diese Tasche, damit du sie nicht verlierst!"
Kitzelkäppchen nickte eifrig, steckte das Geld ein und griff die Tasche. Doch bevor sie das Haus verlies, hielt Mutter sie noch einmal zurück. Sie schaute ihre Tochter ernst an.
"Denk an dein Versprechen! Wehe es kommt mir zu Ohren, du hast wieder irgendwen gekitzelt! Und beeile dich, du weißt, dass der Wald gefährlich ist!"
Kitzelkäppchen nickte und lächelte brav.
"Ja Mutter, ich werde mich beeilen und nein, ich werde niemanden kitzeln, ich versprechs!"
Die Mutter wollte ihrem Kind wieder vertrauen schenken, also lies sie es gehen. Sogleich machte sich Kitzelkäppchen auf den Weg. Es hopste fröhlich singend den Weg entlang, zur Gartentür hinaus und dann in den großen dunklen Wald hinein. Es war ein schöner, sonniger Tag, kaum ein Wölkchen am Himmel und die Vögelchen zwitschten, dass es einem das Herz erquickte. Kitzelkäppchen war noch nicht all zu lange unterwegs, da begegnete ihr Harri, der Klassenschreck. In den Pausen und auf dem Schulhof war er der schlimmste Rowdy. Immer hatte er mit seinen fiesen Kumpels Spaß daran, anderen Kindern Angst einzujagen und sich darüber kaputtlachten. Doch diesmal war Harri alleine unterwegs. Kitzelkäppchen grinste und nährte sich ihm. Harri hatte Kitzelkäppchen auch sogleich entdeckt und wollte einen großen Bogen um sie laufen. Natürlich war auch ihm klar, warum sie so einen seltsamen Namen trug und auch er wusste, dass er alleine nur halb so stark war wie auf dem Schulhof. Kitzelkäppchen wollte diese Chance nutzen, dem bösen Harri, der auch ihr schon einige Male fürchterliche Angst gemacht hatte, die Seele aus dem Leib zu kitzeln... da fiel ihr das Versprechen ein, welches sie ihrer Mutter gegeben hatte. Sie lies Harri also in Ruhe und als dieser merkte, dass Kitzelkäppchen ihn nicht überfallen wollte, rannte er so schnell es ging davon.
"Diesmal hast du Glück!", rief Kitzelkäppchen ihm nach.
"Eigentlich zu ärgerlich, dieses blöde Versprechen!", murmelte sie noch und setzte ihren Weg fort. Was sie nicht bemerkt hatte, war, dass sie schon eine ganze Weile beobachtet wurde. Der Jäger, der mal wieder seinen Streifzug durch den Wald gemacht hatte um nach Recht und Ordnung zu schauen, hatte Kitzelkäppchen fröhlich singend aus dem Haus hopsen und in den Wald gehen sehen und war ihr seither heimlich gefolgt. Es passt ihm wunderbar in den Kram, dass das Mädchen alleine im Wald unterwegs war. Sein Sohn Walther war schon einige Male in Kitzelkäppchens Finger geraten und schlimm durchgekitzelt worden. Walther war schmächtig und schüchtern, zu klein für sein Alter und er krisch wie ein Mädchen wenn man ihn kitzelte. Für Kitzelkäppchen war er immer ein hervorragendes Opfer. Aber jetzt, so dachte der Jäger, war es Zeit den Spies einmal umzudrehen. Sollte dieses ungezögene Gör doch mal am eigenen Leibe erfahren was es hieß, gekitzelt zu werden. Also folgte er ihr heimlich weiter, bis zu einer Wegkreuzung. Dort blieb Kitzelkäppchen nämlich stehen. Der Wegweiser, dessen Pfeile in die vier Himmelsrichtungen zeigten und die Ortsrichtungen bekanntgaben, war verdreht worden. Grübelnd stand Kitzelkäppchen davor und wusste nicht mehr genau in welche Richtung Omas Haus lag. Der Jäger trat hinter dem Baum vor, hinter dem er sich versteckt hatte. Er schlich sich von hinten an das Kitzelkäppchen heran... doch unglücklicherweise trat er auf einen Zweig und als Kitzelkäppchen das Knacken des Zweiges hörte, drehte sie sich erschrocken um.
"Jäger!", sagte sie erleichtert und verschnaufte, um ihr klopfendes Herz wieder zu beruhigen.
"Kitzelkäppchen!", entgegnete der Jäger schnell und suchte im Kopf nach einer Ausrede für sein plötzliches Dasein.
"Was machst du denn hier?", fragte auch schon Kitzelkäppchen.
"Ich ... ehh... nun...!", stotterte der Jäger und schnell kam ihm eine Idee.
"Ich bin gekommen um den Wegweiser wieder richtig hinzustellen! Wie ich sehe, wurde er verdreht!"
Kitzelkäppchen nickte.
"Ja, irgendjemand hat ihn verdreht! Nun weiß ich den Weg nicht mehr!", seufzte es.
"Welchen Weg? Wo möchtest du denn hin?", fragte der Jäger, freundlich verstellt.
"Zur Apotheke erst und dann zu meiner Oma!", sagte Kitzelkäppchen freundlich. Sie ahnte ja nicht die bösen Absichten des Jägers. Dieser widerrum gabs sich alle Mühe, so freundlich wie möglich zu sein.
"Ja, gut, dass wir uns begegnet sind, mein Kind! Zu deiner Oma geht es da entlang! Die Apotheke liegt genau auf dem Weg, du kannst beides nicht verfehlen!", lächelte der Jäger und zeigte den linken Weg entlang. Kitzelkäppchen schaute in die linke Richtung und grübelte. War sie wirklich immer schon nach links gelaufen? Das kam ihr etwas spanisch vor... Aber sie hatte ja den Jäger, welcher den Wald wie seine Westentasche kennt, gefragt, der würde schon wissen, welcher Weg der Richtige war. Kitzelkäppchen bedankte sich bei dem vermeindlich freundlichen Jäger, verabschiedete sich und hopste fröhlich den linken Weg entlang. Der Jäger schaute ihr grinsend hinterher. Natürlich war dies der falsche Weg. Gerade aus wäre richtig gewesen. Der linke Weg führte geradewegs zu seiner Waldhütte. Das passte alles wunderbar zusammen. Schnell lief der Jäger einen unbekannten Schleichweg dem armen Kitzelkäppchen hinterher. Er wollte es überraschen, in seine Hütte bringen, irgendwo festbinden und ihr sämtliche Kitzelattacken in Walthers Namen heimzahlen. Er freute sich schon, ihr hilfloses Lachen und Gackern zu hören. Das würde ein Fest werden! Kitzelkäppchen indes lief weiter den linken Weg entlang. Der Wald wurde aber zu ihrer Verwunderung immer dichter und dunkler. In ihrer Erinnerung lag die Apotheke aber an einer hellen, freundlichen Lichtung. Sie verlangsamte ihren Gang und blieb irgendwann stehen. Sie schaute sich um und langsam bekam sie Angst. Weit und breit niemand zu sehen und zu hören, es wurde immer dunkler um sie herum und immer kälter. Nein, dies war nicht der richtige Weg! Der Jäger muss sich getäuscht haben! Kitzelkäppchen wurde Angst und Bange. Zitternd stand sie da, bis sie sich ein Herz fasste und den Weg wieder zurück lief. Der Jäger, der ihr den Schleichtweg entlang gefolgt war, dachte, er könne seinen Augen nicht trauen! Da lief doch das rotzfreche Kitzelkäppchen einfach wieder zurück! Er musste aufpassen, dass er nicht laut losfluchte vor Ärger! Leise schlich er ihr wieder in die andere Richtung hinterher. Bald war Kitzelkäppchen wieder an der Kreuzung angekommen und nun erinnerte sie sich. Sie erkannte den alten, schiefen Baum wieder, dessen Wipfel über dem Weg baumelte. An diesem Baum war sie immer vorbeigelaufen, wenn sie zu Oma wollte. Oh, dieser Jäger!, dachte Kitzelkäppchen. Hatte er sie einfach falsch geschickt! Schnell lief Kitzelkäppchen nun den richtigen Weg entlang. Sie versprach sich, sich nicht mehr aufzuhalten und mit niemandem mehr zu reden. Nachdem sie eine Weile gelaufen war, kam sie an die Apotheke. Welch ein Glück! Schnell ging sie hinein. Frau Meier, eine kleine alte, buckelige Frau, stand hinter der Theke. Die Alte lächelte, als Kitzelkäppchen herein kam.
"Ja hallo mein Kind! Was möchtest du denn?"
Kitzelkäppchen erklärte Frau Meier welche Tabletten sie für ihre Oma brauchte und Frau Meier suchte sie heraus und gab sie in Kitzelkäppchens mitgebrachte Tasche. Auch eine Gratis-Packung Vitamin-Brausepulver für eine leckere Limonade steckte sie dazu.
"Damit deine Oma immer gesund bleibt!", erklärte Frau Meier.
Kitzelkäppchen nickte brav, bezahlte und verlies, nachdem sie sich höflich verabschiedet hatte, wieder die Apotheke. Mit schnellen Schritten lief sie weiter. Sie wollte so eilig wie möglich bei Oma ankommen. Der Jäger war ihr natürlich bis zur Apotheke heimlich gefolgt. Moment, wie war das?, dachte er sich. Die Kleine will zu ihrer Oma? Hehe, dann komm ich ihr doch einfach dort zuvor!, grinste er in sich hinein und flitzte so schnell er konnte über die unbekannten Schleichwege durch den Wald, hin zu Omas Haus. Ganz außer Atem kam er an. Von Kitzelkäppchen war weit und breit noch nichts zu sehen. Oma war eine gute Freundin von ihm, sie würde keinen Verdacht schöpfen wenn er einfach hereim käme. Er würde die alte Schachtel knebeln und fesseln und in die Abstellkammer sperren. Dann sich anstatt der Oma ins Bett legen und auf Kitzelkäppchen warten! Ja, das war ein guter Plan! Schnell klopfte der Jäger an die Tür.
"Ja?!", kam eine Stimme von drinnen.
"Hallo Oma Käppchen, ich bins Rolf Jäger!", rief der Jäger freundlich.
Es dauerte ein Weilchen, da wurde die Tür geöffnet und die Oma bat den Jäger freundlich herein.
"Na welch eine Freude, dass du mich besuchst! Ich hatte eigentlich mit Kitzelkäppchen gerechnet, aber das ist schon okay! Ich habe auch genug Kekse für zwei Gäste da!", lächelte Oma und bot dem Jäger ein paar Nusskekse an.
Doch der Jäger lehnte abwinkend ab.
"Was?! Erst unangemeldet hier herein schneien und dann auch noch meine Nusskekse verschmähen?", entrüstete sich die Oma gekränkt. Der Jäger aber war beschäftigt, immer wieder durch das kleine Fenster zu schauen, ob Kitzelkäppchen sich nährte.
"Was gibt es denn da zu glotzen?", fragte Oma genervt.
"Nichts!", drehte sich der Jäger plötzlich ruckartig um. Mit schnellen Handgriffen zog er den Ledergürtel aus seiner Hose, die glücklicherweise auch ohne Gürtel an der Hüfte hielt. Dann packte er Oma, die sich erschrocken und schimpfend wehrte und fesselte ihr die Hände mit dem Gürtel hinter dem Rücken zusammen. Dann steckte er ihr vier Nusskekse als Knebel in den Mund und schob sie in die Abstellkammer. Schnell warf er die Tür hinter der armen Oma zu und schob den Riegel davor. Teil eins des Planes hatte ja wunderbar geklappt! Nun ging der Jäger schnell zu Omas Bett, legte sich hinein und deckte sich bis zur Nasenspitze zu. Kitzelkäppchen indes war auch endlich am Haus der Oma angekommen. Doch wie wunderte sie sich, als sie die Tür zu Omas Haus offen vorfand. Vorsichtig schlich sie hinein, die Tasche mit den Tabletten fest in den Händen haltend.
"Oma?", rief sie zaghaft.
"Komm rein!", antwortete der Jäger mit verstellter Stimme.
Kitzelkäppchen schlich sich ans Bett, in dem die vermeindliche Oma lag.
"Oma ...!", sagte Kitzelkäppchen etwas verwirrt. "Geht es dir so schlecht, dass du am hellerlichten Tag im Bett liegen musst?!"
"Ja!", antwortete der Jäger und hustete künstlich. "Du weißt doch, Oma ist ständig krank, darum brauch ich ja auch so dringend die Tabletten!"
Kitzelkäppchen wurde skeptisch.
"Aber das sind doch die Tabletten gegen deine Vergesslichkeit!"
"Ehh...!", stotterte der Jäger. "Das... ehh... hatte ich vergessen! Gut, dass du endlich da bist!"
Kitzelkäppchen aber wollte dem Frieden nicht trauen.
"Oma ... wieso hast du dich so sehr zugedeckt? Es ist doch sommerlich warm draussen!"
Der Jäger grübelte kurz.
"Eh.... naja.... ich habe .... heute früh einen schrecklichen Pickel auf meiner Nase entdeckt! Ich schäme mich sehr, ich möchte nicht, dass du mich so siehst!", sagte er schließlich schnell.
"Und Oma ... wieso hast du plötzlich so eine andere Stimme? Es klingt, als hättest du eine Blechdose verschluckt!", wunderte sich Kitzelkäppchen weiter.
"Aber nein mein Kind!", sagte der Jäger schnell. "Das kommt vom vielen Rauchen!"
"Aber du rauchst doch gar nicht!", wunderte sich Kitzelkäppchen.
"Aber jetzt rauche ich!", schimpfte der Jäger genervt.
"Aber Oma ... wieso bist du so gereizt?", fragte Kitzelkäppchen erschrocken.
"Weil du mich nervst!", platzte der Jäger heraus.
Entsetzt sprang Kitzelkäppchen auf.
"Und Oma, wieso bist du eigentlich plötzlich so groß und dick?", fragte sie und merkte, dass wirklich etwas nicht stimmte. Und richtig, plötzlich riss die angebliche Oma die Decke weg und auf dem Bett lag .. der Jäger. Kitzelkäppchen schrie entsetzt los und wollte ausreisen, doch zu spät.
"Hab ich dich endlich, du Satansbraten!", schimpfte der Jäger und bevor Kitzelkäppchen ausreisen konnte, schnappte er sie und zog sie zu sich aufs Bett. Kaum war sie purzelnder Weise dort gelandet, hielt er ihre schwachen Arme fest und begann sie kräftig zu kitzeln. Kitzelkäppchen prustete lachend und schreiend los und zappelte hilflos auf dem Bett herum.
"Und viele Grüße von Walther!", sagte der Jäger böse, während er sein fieses Kitzelspiel fortsetzte.
Das arme Kitzelkäppchen. Nun war sie das Opfer. Und der Jäger zeigte auch wirklich kein Erbarmen. Den Bauch, die Seiten, die Rippen rauf und runter, überall kitzelte er das wehrlose Kitzelkäppchen, welches sich lauthals kaputt lachte. Während drinnen der Jäger dem armen Kitzelkäppchen die Seele aus dem Leibe kitzelte, kam draussen der graue Wolf aus dem Wald getrottet. Er war seit Tagen schon auf der Jagt nach etwas zu Fressen gewesen und hatte gehofft, bei der alten Oma wenigstens ein paar Reste Wurst oder Brot abzubekommen. Doch als er ein lauthalses liebliches Lachen hörte, welches unverkennbar aus Omas Haus kam, schlich er vorsichtig näher und schaute durch das Fenster ins Haus. Er sah das Kitzelkäppchen auf dem Bett herumstrampeln, während dieser Jäger es fürchterlich kitzelte. Das konnte der Wolf nicht mit ansehen, schnell flitzte er um die Kurve, platzte in die Tür und stand Sekunden später in der Stube neben dem Bett.
"Ja, was ist denn hier los?", knurrte er böse.
Als der Jäger den Wolf sah, sprang er vor Angst vom Bett und versteckte sich in einer Ecke.
"Oh nein! Bitte friss uns nicht!", bettelte er wimmernd.
Der Wolf leckte sich die Reißzähne und schaute den Jäger knurrend an.
"Keine Sorge, Jäger! Ich fresse keine Menschen! Aber warum um alles in der Welt, kitzelst du dieses arme Kind so schrecklich?"
Kitzelkäppchen war ebenfalls vor Angst in die letzte Ecke des Bettes gekrabbelt.
"Warum?? Weil sie das auch meinen Sohn Walther angetan hat, genauso noch vielen anderen armen Kindern!", schimpfte der Jäger, der sich im Recht empfand. Der Wolf sah zu Kitzelkäppchen, welches sofort seinen Unschuldsblick aufsetzte.
"Stimmt das?", fragte er grimmig.
Kitzelkäppchen war so eingeschüchtert, weil der Wolf vor dem Bett stand und nickte darum zaghaft.
"Ja ... das stimmt! Ich kitzel gerne andere! Ich kanns nicht lassen! Ich mags eben wenn andere lachen!"
Der Wolf erkannte Kitzelkäppchens Reue und Einsicht und schaute sofort freundlicher.
"Ach Kind! Dann erzähl doch lieber Witze oder mach Grimassen! Aber doch nicht kitzeln! Gut, ... ab und zu mal kitzeln oder pieksen, da hat ja niemand was dagegen, aber richtig kitzeln... das kann schon sehr gemein sein, vorallem wenn man wehrlos ist! Das hast du ja eben selber erfahren!"
Wieder nickte Kitzelkäppchen zaghaft.
"Ja ... es war furchtbar! Ich wusste gar nicht, dass es so furchtbar sein kann!"
"Siehst du!", nickte der Wolf.
Kitzelkäppchen lies den Kopf hängen.
"Ihr habt ja Recht! Es ist gemein von mir, alle Schwächeren immer so sehr zu kitzeln! Ich werde das ab heute nie mehr machen, ich versprechs!", sagte es kleinlaut.
Der Wolf war zufrieden und auch der Jäger kam besänftigt wieder aus der Ecke hervor.
"Gut, Kitzelkäppchen! Es war nötig, dir mal so eine kleine Abreibung zu verpassen, damit du mal siehst wie das ist! Kitzeln ist zwar lustig und auch erlaubt aber man sollte sich keinen Spaß daraus machen, andere damit zu quälen!"
Kitzelkäppchen sah dies nun auch ein. Sie wollte nie mehr andere aus Spaß so sehr kitzeln. Sie dankte dem Wolf und dem Jäger von ganzem Herzen. Doch plötzlich drang ein dumpfes Schimpfen aus der Abstellkammer. Der Jäger erinnerte sich an die Oma! Diese war doch immer noch in der Abstellkammer! Schnell öffnete er die Tür. In der Kammer stand eine böse schauende Oma mit Kekskrümeln am Mund und hinter dem Rücken zusammengefesselten Händen.
"Entschuldigen Sie bitte vielmals meine Liebe!", sagte der Jäger kleinlaut und nahm Oma schnell die Gürtelfessel ab. Den Keksknebel musste er nicht mehr entfernen, den hatte Oma bereits aufgegessen.
"Was bitte sollte denn diese Aktion?", fragte Oma zornig.
"Ach, das war ein ganz ganz dummer Fehler meinerseits!", sagte der Jäger kleinlaut.
Der Wolf brauchte nicht lange, um eins und eins zusammen zu zählen.
"Hast du etwa diese arme, alte Dame in die Abstellkammer gestellt um ein leichtes Spiel mit Kitzelkäppchen zu haben?", fragte er grimmig.
"Nunja.... naja....!", stammelte der Jäger nervös herum.
"Es tut mir Leid, ja! Es war gemein vor mir, mich im Namen meines Sohnes an Kitzelkäppchen zu rächen!", entschuldigte er sich schließlich. Die ganze Sache war nun geklärt, man umarmte sich und entschuldigte sich. Der Jäger versprach, nie mehr solch eine gemeine Idee zu haben, Kitzelkäppchen versprach abermals, niemanden mehr furchtbar zu kitzeln. Der Wolf freute sich, mal wieder eine gute Tat vollbracht zu haben und Oma lud als Wiedergutmachung alle zum Nusskekseessen und Kakautrinken ein. Von da an hatte Kitzelkäppchen wirklich nie mehr Schwächere Kinder überfallen und durchgekitzelt. Nur Peter bekam ab und zu noch mal einen Pieks in die Seite, weil er so herrlich quietschen konnte. Mutter war so stolz auf ihr Kitzelkäppchen und hob ihren Hausarrest auf. Nun passte aber auch der Name "Kitzelkäppchen" nicht mehr. Zum Geburtstag bekam Kitzelkäppchen deshalb von ihrer Oma ein rotes Mützchen geschenkt und alle nannten Kitzelkäppchen seither nur noch Rotkäppchen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!
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